Ironman-Blog (2009-2010)


Ich kann schwimmen, Rad fahren und laufen. Warum also nicht alles kombinieren? So dachte ich, als ich mich im November 2009 zumIronman 70.3 Triathlon in St. Plten anmeldete und mir das Ziel setzte, die Distanz in ungefhr sechs Stunden zurckzulegen.

Ein halbes Jahr davor begann ich aus heutiger Sicht praktisch bei Null zu trainieren und startete den Blog „Peter trainiert fr den Ironman“. Zur Selbstmotivation, um den Weg vom Durchschnitts-Ei zum Ironman zu dokumentieren und auch um mir etwas Druck zu machen. Wie htte das denn ausgesehen? Erst gro bloggen und dann kneifen?

Training war aber nicht alles. Ich hatte zum Trainingsbeginn nur ein paar alte, ausgetretene Laufschuhe, nicht einmal eine ordentliche Badehose zum Schwimmen, geschweige denn einen Neopren-Anzug oder ein Rennrad.

Trotzdem gelang es mir, mein Ziel fast punktgenau zu erreichen und der Endorphin-Schub im Ziel spornte mich dazu an, mir in der Folge immer weitere Ziele zu setzen. Einige Zeit lang fhrte ich mein Ironman-Blog danach noch weiter, irgendwann war das dann aber durch.  Hier sind die Eintrge zur ersten Ironman-Vorbereitung aus dem mittlerweile geschlossenen Blog.


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Mittwoch, 25. November 2009

Der Vorsatz

Am 30. Mai 2010 findet in St. Plten der 70.3 Ironman Triathlon statt. Bei dem Rennen gilt es 1,9 km zu schwimmen, anschlieend 90 km Rad zu fahren und zum Abschluss noch 21 km zu laufen.

Mitte November habe ich beschlossen, mich dieser Herausforderung zu stellen. Damit die Startgebhr (das sind immerhin 199 Euro) nicht beim Fenster hinausgeschmissen ist, muss in den nchsten sechs Monaten fleiig trainiert werden. In diesem Blog werde ich die Erfahrungen und die Erlebnisse dieser Zeit dokumentieren.

„Mnner ber 40 haben manchmal komische Ideen“ meinte mein Kollege Wolfgang Korne und sprach damit aus, was die meisten meiner Bekannten denken: Jetzt ist er vllig bergeschnappt!

Was treibt einen 41 Jhrigen, mittelmig fitten Mann, der voll im Berufs- und Familienleben steht dazu, an einem Rennen teilzunehmen, das ber 113 Kilometer geht und sich selbst auch noch das Ziel zu setzen, diese Distanz in sechs Stunden (oder weniger) zu bewltigen? Eine Antwort ist, die Neugierde, etwas Neues zu probieren. Und ein Ziel zu verfolgen, das eine groe Herausforderung aber irgendwie doch machbar erscheint. Auerdem ist es schon cool, wenn man sich danach als „Ironman“ bezeichnen kann (Haha!)

Die Voraussetzungen, dass ich das Ziel am Ende auch erreiche sind gar nicht so schlecht – das versuche ich mir zumindest selbst einzureden. Immerhin ist es blo gut 20 Jahre her, dass ich ein recht passabler Schwimmer war. Laufen und Rad fahren kann ich auch. Also ran ans Werk, auch wenn es im nchsten halben Jahr Tage, wenn nicht Wochen geben wird, an denen ich meinen Vorsatz verfluchen werde.

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Montag, 30. November 2009

Trainingsplne

Heute wird es ernst. In den letzten zwei Wochen habe ich einige lockere Probetrainings absolviert, um herauszufinden, wie es um meine Fitness und um meine Schwimmtechnik steht und bin dabei ganz schn ins Schnaufen gekommen.

Ich hatte so etwas natrlich geahnt und habe mein Training daher in zwei Phasen eingeteilt. In den ersten drei Monaten geht es daran, meine Grundlagenausdauer wieder zu verbessern. Wenn ich mich schon nach gut zehn Kilometern Laufen nach Atem ringend und mit schweren Beinen durch die Landschaft qule, dann bin ich eindeutig noch nicht fit genug fr ein sechs Stunden langes Rennen.

Und beim Schwimmen muss ich an meiner Technik arbeiten. Ich hatte das Kraulen ja einmal gelernt. ber die letzten zwanzig Jahre haben sich aber Fehler eingeschlichen, die jetzt wieder ausgebgelt werden mssen. Derzeit fhlen sich schon ein paar hundert Meter im Schwimmbecken an wie eine Atlantik-Durchquerung.

Auch die zwei Triathlon-Trainingsplne, die ich unter //just4tri.de/ und //www.trinews.at/ gefunden habe, sind vorerst nutzlos. Obendrein sind die ohnehin nur auf zehn bzw. zwanzig Wochen angelegt. Das mag vielleicht fr durchtrainierte Sportler ausreichend sein, wenn ich aber erst im Mrz beginnen wrde, den Winterspeck wegzutrainieren, knnte ich das Experiment Ironman gleich wieder vergessen.

Der einzige Anhaltspunkt, der sich daraus fr die erste Trainingsphase ergibt ist, dass ich jede Woche fnf bis sechs Trainingseinheiten absolvieren und dabei abwechselnd schwimmen, radeln und laufen soll. Das hat natrlich prompt fr Diskussionen gesorgt. Sechs Trainings in der Woche! Und da soll noch Zeit fr die Familie bleiben?

Tja, das ist zugegeben nicht ganz einfach. Also heit es morgens frh aus den Federn und die Zeit richtig ntzen. Noch vor Arbeitsbeginn Laufen, ins Schwimmbad zu gehen oder die gut 35 Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsort mit dem Rad zurcklegen und am Heimweg Umwege einzulegen.

Das alles schn langsam angehen, wie ich vom frheren Marathon-Spitzenlufer Michael Buchleitner vor Jahren bei einem brigens sehr empfehlenswerten Laufseminar //www.run4business.at/run4business.htm gelernt habe.

Losgehen sollte es heute eigentlich um 9 Uhr mit einem lockeren Schwimmtraining im Wiener Amalienbad. Ehrgeizig und pflichtbewusst habe ich morgens meine Sporttasche gepackt um noch vor Arbeitsbeginn meine Bahnen ziehen zu knnen. Ich hatte die allerdings nicht damit gerechnet, dass das Bad an Montagen nur von 12:30 bis 15 Uhr und da auch nur fr Senioren und Versehrte geffnet ist. Als Ersatz dafr wird es nun wohl ein TV-Abend mit Hometrainer werden. Nun denn…

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Dienstag, 1. Dezember 2009

Angeschwommen

Nach dem Fehlstart gestern (abends gab es statt des Hometrainers eine Weihnachtsfeier mit Punsch und deftigem Essen) nun heute tatschlich der Trainingsbeginn.

Amalienbad, neun Uhr. Die Kassa ist geffnet und ich stelle fest, dass das Schwimmen in Wien sehr gnstig ist. Die Monatskarte, mit der man ein Monat lang alle elf stdtischen Hallenbder besuchen und ohne Zeitlimit schwimmen kann kostet nur 17,70 Euro. Sehr fein!

Das Bad ist schon um neun Uhr Morgens relativ gut besucht, was bei den Eintrittsprisen allerdings auch nicht wirklich berraschend ist. Fr ein richtiges Schwimmtraining ist das zwar nicht ganz optimal, aber beim Triathlon im Mai werde ich auch nicht alleine im Wasser sein und das eine oder andere Ausweichmanver starten mssen.

Dann das Training. Nach dem lockeren Einschwimmen das Schwimmbrett geschnappt und dann 400 Meter Kraul Beine. Zwei Lngen spter wei ich wieder genau, wie ich es als Jugendlicher gehasst hatte, nur mit den Fen strampelnd Bahn um Bahn auf und ab schwimmen zu mssen. Kraul Beine ist echt das Letzte! Man hat das Gefhl, berhaupt nicht vom Fleck zu kommen, egal wie sehr man sich auch anstrengt. Aber es ist leider auch eine notwendige bung, also heit es durchbeien.

16 scheinbar endlose Bahnen spter dann das Armtraining, wieder 16 Mal rauf und runter im Schwimmbecken. Als ich danach auf die Uhr sehe erschrecke ich ein wenig, wie viel Zeit bereits vergangen ist. Mein Ziel ist doch, die Schwimmdistanz von 1,9 km in etwa 40 Minuten zu schaffen.

Ich denke, dass das noch zh wird, atme durch und weiter geht es mit den nchsten Bahnen. Bis ich nach einer Stunde ich etwas abgekmpft wieder raus aus dem Becken klettere, eine schnelle Dusche nehme und ab in die Redaktion zische.

Dort google ich und finde ich heraus, dass das Schwimmbecken des Amalienbads nicht 25 Meter sondern 33 Meter lang ist. Ohne es zu wissen bin ich also jeweils 500 Meter statt 400 Meter geschwommen und war am Ende gar nicht so lahm wie ich befrchtet hatte. Vielleicht wird das ja doch noch was.

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Donnerstag, 3. Dezember 2009

Fernsehsport

Die UEFA und Sat.1 meinten es gestern gut mit mir: Die Europa-League Spiele von Rapid und Salzburg wurden fr den Mittwoch angesetzt. Pnktlich zum Anpfiff um 20:50 sa ich statt mit einem Bier beim Fuballwirt im Radltrikot am Heimtrainer.

Der ist kein neumodischer Super-Duper Ergometer mit integriertem Bordcomputer, RDS-Tuning oder vielleicht auch noch GPS-Navi und anderem Schnickschnack wie man ihn in Fitnesscentern findet, sondern ein schon wieder gut zehn Jahre altes Kettler-Teil mit absolut nicht optimaler Sitzposition, der anderswo schon lgst wieder ausgemustert worden wre. Von Materialschlachten beim Training halte ich aber nicht wirklich viel. Treten und schwitzen muss man auerdem am alten Kettler-Hund genauso wie am 1000-plus-Euro Ergo, und das ist das Wichtigste.

Rapid begint gegen den HSV mit ordentlich Druck. Ich bin erst einen Kilometer am Fleck geradelt, da holt Rapid einen Eckball heraus und es sieht gut aus. Nach ein paar Minuten bin ich richtig warm geradelt und trete mit 36, 37 km/h gemchlich vor mich hin. Die HSV-Kicker sind aber offenbar auch warm geworden, denn fr Grn-Wei wird es dagegen langsam ungemtlich. Statt schner Szenen gibt es nur noch Krampf, Fouls und Gelbe Karten zu sehen. Bei Kilometer 27 hat der Schiedsrichter ein Einsehen und schickt die Fuballer zur Pause in die Kabine.

Ich trete weiter. Zur Pause analysiert Toni Polster was ohnehin jeder gesehen hat: „Ganz schlecht gespielt. Hinten fehlerhaft, das Mittelfeld nicht existent und die Spitzen hngen in der Luft“. Solche Analysen braucht das Land.

Nach 61 Minuten am Heimtrainer schaltet Sat.1 wieder zum Spiel. Wird auch Zeit. Ich versuche mein Tempo weiter zu halten und mich auf die Atmung zu konzentrieren und denke, dass Rapid einen Zahn zulegen sollte. Das passiert jedoch nicht. Stattdessen patzt die Abwehr und bei Kilometer 37 klingelt es in Helge Payers Tor. Kurz darauf geschieht das noch einmal und Rapid beginnt zu zerfallen. Mein Ges ebenfalls, denn der weiche Kettler-Sattel mag zwar fr kurzes Strampeln recht bequem sein, bei lngeren Einheiten wird er dagegen zur Qual und es zwickt an vielen Stellen.

Ich mache noch zehn Minuten weiter. Nach 8o Minuten habe ich 46 komma irgendwas Kilometer abgespult. Immerhin schon die Hlfte der Triathlon-Rennstrecke. Wenn ich die am Renntag auch in der Zeit schaffe kann ich ganz zufrieden sein. Am Fernsehschirm tut sich nichts Aufregendes mehr. Rapid ist genauso abgemeldet wie mein Ges und das Handtuch ist auch schon schweinass. Also Schluss fr heute und ab in die Dusche. Ich nehme mir vor, mich gleich morgen nach einem neuen Sattel fr den alten Kettler-Hund umzusehen.

Freitag, 4. Dezember 2009

Gekickt

Gestern wie an Donnerstagen seit Jahren der Fuballabend mit der „Altherrenpartie“ (Durchschnittsalter 40).

Das Spiel drei gegen drei ohne Tormann (ich in der Mannschaft ohne Wechselspieler) in der 40 x 20 Meter Turnhalle (Handballfeld-Gre) kommt einem 70 Minuten langen intensiven Sprint-Lauftraining mit Geschicklichkeitsbungen gleich.

Am Ende bin war ich zwar total verschwitzt aber gar nicht so erledigt wie sonst so oft nach dem Auf und Ab am Feld. Entweder hatte ich mir die Krfte gut eingeteilt oder das Training hat sich schon bemerkbar gemacht. Wre mir beides recht.

Aus der Idee, heute vor dem Brostart gleich eine Schwimmeinheit anzuhngen ist allerdings leider nichts geworden. Ein Termin im Bro hlt meinen sportlichen Ehrgeiz etwas auf. Aber egal. Vielleicht drehe ich stattdessen abends eine kleine Laufrunde oder lege einmal einen Ruhetag ein. Das muss auch sein.

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Montag, 7. Dezember 2009

Gut gelaufen

Nach einer arbeitsbedingt auf zwei Tage ausgedehnten Trainingspause habe ich gestern Nachmittag wieder die Laufschuhe geschnrt. Damit war die erste Trainingswoche zwar mit jeweils nur einem Schwimm- und Radtraining etwas unausgewogen, aber das Wetter war einfach zu schn, um in eine Schwimmhalle zu gehen oder am Heimtrainer zu strampeln. Der Winter wird noch lange genug dauern. Und den zum Freiluft-Radeln notwendigen Asphaltschneider bringt frhestens das Christkind, wenn nicht gar erst der Osterhase.

Losgelaufen bin ich mit einer Portion Tintenfisch-Risotto zu viel im Magen, die mich fr einen kurzen Moment berlegen lie, das Training auch gleich wieder abzubrechen oder zumindest drastisch abzukrzen. Fr den Abend stand aber schon wieder die nchste Essenseinladung an. Und der Gedanke daran motivierte mich wieder, doch die ganze 15 km Runde durchzuhalten.

Das war dann auch gar nicht weiter schlimm. Auch die insgesamt rund 600 Hhenmeter konnte ich gut wegstecken. Sogar den letzten Hgel, den ich bisher fast immer nur mit lockerem Ausgehen und Ausschnaufen bewltigt hatte, konnte ich noch im Laufschritt bewltigen und ich erinnerte mich an die Szene aus Rocky, Teil irgendwas, in der Herr Stallone es nach einigen Trainings wieder geschafft hatte, die Treppen zum Kapitol (oder war es ein anderes Gemuer) hochzulaufen. Na also, es geht doch!

Fazit der ersten Trainigswoche: Das abwechslungsreiche Triathlon-Training macht Spa. Damit fllt es gar nicht so schwer, den inneren Schweinehund zu besiegen und sich selbst zum Training aufzuraffen.

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Mittwoch, 9. Dezember 2009

Umgesattelt

Montag Abend habe ich endlich einen neuen Sattel fr den alten Kettler-Hund gekauft. Das Ummontieren war zwar eine kleine Bastelei, hat sich aber absolut gelohnt und die knapp 30 Euro fr den neuen Sitz sind gut investiert. Der Heimtrainer sieht mit dem Selle Italia Sattel nicht nur viel schnittiger aus, es fhrt sich damit auch gleich viel besser, wie der direkte Vergleich nach der Montage zeigte. Es ist schon erstaunlich, wieviel Kraft so ein Polstersessel kostet und vor allem wie unbequem es ist, darauf zu radeln. Ein paar kleine Tunings stnden dem Heimtrainer noch gut an. Ein Triathlon-Lenker wrde die Sitzposition weiter verbessern und Klick-Pedale wren fr einen runden Tretfluss gut. Muss mich diesbezglich umsehen.

Umgesehen habe ich mich auch auf der Website von Michael Buchleitner unter http://www.run4business.at/ld.htm Eigentlich wollte ich noch vor Weihnachten einen Leistungstest machen, um mein Aufbautraining gezielter angehen zu knnen. Leider gibt es derzeit aber keine Termine dafr. Schade. Ich muss wohl nach Alternativen suchen.

Gestern, Dienstag und Feiertag gab es ein Training der etwas anderen Art. Da langsam offenbar doch der Winter naht musste ich endlich auch einmal die Bltter aus dem Garten wegschaffen. Das klingt vielleicht nicht besonders anstrengend. Wer das glaubt soll aber bitte selbst einmal fnf Stunden lang Bltter kehren und mit der Scheibtruhe wegfahren.

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Donnerstag, 10. Dezember 2009

Advent, Advent

In der Vorweihnachtszeit fr einen sechs Monate entfernten Wettkampf zu trainieren ist wahrlich nicht einfach. Immerhin habe ich so eine halbwegs plausible Entschuldigung, um die vielen Einladungen zum geselligen Punschtrinken abzulehnen oder mich bei diesen Zusammenknften an Kinderpunsch und Sfte zu halten. Die Meinung in der Kollegenschaft dazu schwankt zwischen zurckhaltendem Respekt und komplettem Unverstndnis. Alkohol und Journalismus, das gehrt fr die meisten doch noch zusammen wie Almdudler und das Trachtenprchen. Kollege Helmut Gansterer hat dazu ja erst gestern im Fernsehen das Credo postuliert, dass man manche Texte ohne Alkohol gar nicht schreiben knnen. Der Meinung bin ich zwar auch, aber Kollege H.G. hat wohl eine andere Vorstellung von den Texten, die sich ohne Alkohol nicht schreiben lassen. Ich denke, dass das Saufen abgesehen fr Gossen-Poeten wie Charles Bukowski einer war eher hinderlich ist und habe stattdessen die Erfahrung gemacht, dass ich nach einem morgendlichen Training und einer heien Tasse Kaffee viel produktiver arbeiten kann als mit einer halben Flasche Gin intus.

Wie dem auch sei – die vorweihnachtlichen Einladungen gehren auch zum Geschft und auch wenn man fast immer nein sagen kann – immer geht das dann doch nicht. Die fr gestern Abend vorgesehene Laufrunde ist daher leider auf der Strecke geblieben und einer Portion Schnitzel mit Kartoffelsalat zum Opfer gefallen. Und ja, einem Schluck dazu.

Umso effizienter war der heutige Tag. Zum Start bin ich morgens im Amalienbad knapp zwei Kilometer geschwommen. Langsam finde ich mich im Wasser wieder zurecht. Bei der Atmung und den Tempi habe ich den Dreh wieder halbwegs heraus und ich bin zuversichtlich, dass sich in den nchsten Monaten die Geschwindigkeit von selbst weiter verbessern wird. Und weil die abendliche Fuballrunde ebenfalls Adventfeierbedingt ausgefallen ist und das Wetter derzeit nicht wirklich zum Laufen im Freien einldt musste Herr Kettler wieder einmal herhalten. Den Fernseher an, eine DVD rein, und schon ist das Wohnzimmer ein Fitnessstudio. So bekomme ich wenigstens die halbwegs aktuellen Filme, die ich im Kino verpasst habe einmal zu sehen. Und 90 bis 100 Minuten Spielzeit sind gerade eine richtig schne Trainingseinheit. Den „Gladiator“, den ich vor kurzem im 164 Minuten langen Director’s Cut gefunden habe werde ich mir aber noch ein bisschen aufheben.

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Sonntag, 13. Dezember 2009

Rckblick Woche 2

Die ersten zwei Trainingswochen sind schnell vergangen. In dieser Woche war es etwas ausgewogener. Ich habe Zeit fr zwei Schwimmtrainings, drei Radtrainigs und einmal Laufen gefunden und es zeigen sich erste Fortschritte. Das wohl Wichtigste ist, dass ich einen Rhythmus gefunden habe, der zu mir passt. Ich lasse mich bei den Trainings nicht von anderen hetzen oder antreiben. Es ist mir egal, wenn ich beim Laufen berholt werde oder jemand im Bad ein fiktives Wettschwimmen mit mir macht. Auf solche Spe lasse ich mich derzeit nicht ein. Stattdessen laufe, radle oder schwimme ich in einem Tempo, das mich zwar ber die Dauer der Trainingseinheiten von 80 bis 100 Minuten fordert, mir aber nie das Herz bis zum Hals schlagen lsst. Langsame aber stetige Verbesserung ist das Ziel. Es ist ein wenig wie beim Abnehmen. Die Kilos, die schnell runtergehen sind bekanntlich auch ruckzuck wieder oben. Auf das Triathlon-Training umgelegt bedeutet das: Intensives Krafttraining hat noch null Sinn. Ich habe noch 24 Trainingswochen vor mir. In vier Wochen schauen wir mal weiter.

Erste Ergebnisse stellen sich stellt sich auch schon ein. Bei der Laufrunde am Samstag war ich etwa auf 14 Kilometer fast genau acht Minuten schneller als noch vor vierzehn Tagen. Ohne dass ich mich dabei mehr angestrengt htte oder der Puls in die Hhe geschnellt wre. Und beim Schwimmen waren das Kraul-Beintraining zwar immer noch eine Qual, aber bei weitem nicht mehr so entsetzlich wie vor zwei Wochen. Ich konnte danach noch ganz locker einige hundert Meter mit einem Siebener-Tempo schwimmen (sieben Armtempo, einmal atmen), ohne dass mir dabei die Puste ausgegangen wre.

Das Radeln am Heimtrainer mach seit der neue Sattel montiert ist auch mehr Spa als zuvor und ich habe damit begonnen, die ganze alte Videosammlung beim Radeln neu durchzusehen. Gut, dass ich die alten VHS-Bnder noch nicht entsorgt habe. Bis es drauen wieder wrmer wird habe ich damit jedenfalls genug Stoff, um mir beim Radeln nicht das trotz Digital-Satellit und einer Auswahl von ber 100 Programmen entsetzliche Fernsehprogramm ansehen zu mssen.

Das Training der vergangenen Tage: Freitag Pause, Samstag 85 Minuten Laufen, 70 Minuten Schwimmen, Sonntag 90 Minuten Radeln. Damit komme ich in Woche 2 auf sechs Trainingseinheiten, und das ist schon recht gut. Morgen ist wieder ein Tag Pause. Und das ist auch fein.

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Dienstag, 15. Dezember 2009

Leistungstest

Gestern Nachmittag bekam ich ganz berraschend einen Anruf von Michael Buchleitner, der mich kurzfristig fr heute Abend zu einem Leistungstest mit Laktatwertermittlung ins Dusika Stadion eingeladen hat. Das ist toll, denn selbst wenn ich bisher ohne Pulsuhr trainiert habe und das eigentlich auch weiterhin eher so halten mchte werden bei der Gelegenheit meine aktuellen Schwellenwerte bestimmt. Damit kann ich dann mein weiteres Training viel besser dosieren. Ich wei dann, wie schnell ich laufen, radeln oder schwimmen soll, um meine Ausdauer weiter zu verbessern. Das hhere Tempo sollte dann irgendwann von selbst kommen. Theoretisch zumindest.

Ich bin jedenfalls schon gespannt, was dabei herauskommt. Den letzten derartigen Test habe ich vor ungefhr zwei Jahren, im Februar 2008 gemacht. Damals sagte mir Krista Gruss-Brunner vom Institut Aerob zwei Monate vor dem Wien-Marathon eine Zielzeit von 3 Stunden 55 vorher. Ich dachte zwar, dass ich schneller sein wrde, aber letztlich bin ich genau mit 3:55:27 ins Ziel gekommen. Das hat mich wirklich berrascht.

Den Wien-Marathon werde ich 2010 ja vielleicht quasi als Vorbereitung fr den Triathlon mitnehmen. Der wre dann eine lange Trainingseinheit unter Rennbedingungen. Und ein zustzlicher Ansporn, weiter fleiig zu trainieren. Zeitlich wrde es jedenfalls ganz gut passen, denn der Marathon findet am 18. April, also eineinhalb Monate vor dem Triathlon statt. Wenn ich dann noch nicht so weit bin, dass ich laufend 42 km durchhalte, dann kann ich das Vorhaben Triathlon auch vergessen.

Ach, und schwimmen war ich heute auch schon. Amalienbad wieder einmal. Noch zwei, drei Wochen, dann sollte ich schwimmtechnisch und ausdauermig so weit sein, dass ich beim Training einen Zahn zulegen kann. Also im neuen Jahr dann. Blo nichts berstrzen…

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Mittwoch, 16. Dezember 2009

Leistungstest II

Gestern Abend der Leistungstest im Ferry Dusika Stadion, das eine ganz eigene Welt ist. In der Arena trainieren Stabhochspringer, Weitspringer, und Profilufer. Auf der hlzernen Radbahn rundherum drehen Zeitfahrer mit ihren Rennrdern ihre Runden.

Hobby- und Amateursportler von meinem Schlag sind hier auf der Laufbahn nicht einmal als Sparringpartner gut genug, sondern eher nur Hindernisse. Die Anweisungen an mich sind daher ganz klar: Auf Bahn Nummer eins ganz innen laufen, damit die Anderen berholen knnen. Ja, schon gut… Aber auch richtig so. Wer meint, eh ganz gut in Schuss und halbwegs flott unterwegs zu sein kann gerne einmal selbst den Test antreten und wird staunen, wie junge Mdels und Burschen, die vielleicht halb so alt sind wie ich es bin in einem Tempo ihre Runden drehen, das fr mich extrem ungesund wre.

Doch zurck zum Leistungstest. Nach dem lockeren Einlaufen wird mir erst einmal ein Tropfen Blut vom Ohr abgenommen. Ich werde mit Pulsuhr und Stoppuhr ausgerstet und auf die Laufbahn geschickt, wo ich zunchst ber die Distanz von zwei Kilometern, also zehn Runden und im Tempo 6 Minuten 30 Sekunden (pro Kilometer) meine Runden drehen soll. Ein Krtchen mit den Durchgangszeiten in der Hand hilft mir dabei, das Tempo zu dosieren. Die 6:30 sind noch ein Klacks. Das ist langsamer als ich normalerweise unterwegs bin und ich muss mich beim Laufen regelrecht einbremsen, um nicht zu schnell zu sein. Ganz locker komme ich nach den zwei Kilometern wieder zur Blutabnahme zurck. Das war ja ganz easy.

Auch die nchsten beiden Durchgnge im 6:00 und 5:30 Tempo sind noch ganz locker. Erst bei 5:00 merke ich, dass ich mich in dem Tempo nicht stundenlang bewegen knnte und bei 4:30 ist Schluss. Auf den ersten Runden denke ich noch, dass ich noch den nchsten Sprung auf 4:00 versuchen knnte, doch dann wird alles anders. Ich bringe die zwei Kilometer zwar sogar ein wenig unter der vorgegebenen Zeit von neun Minuten ber die Runden, mein Puls ist aber auf 180 und die letzten drei, vierhundert Meter sind ein richtiger Kampf. Ich mich muss regelrecht zum Weitermachen zwingen und komme mit rotem Gesicht und schwer keuchend ins Ziel. Fr mich ist dort Schluss, wo die halb so alten Lufer erst richtig loslegen.

„So soll es auch sein“, meint Krista Gruss-Brunner, als ich zu ihr sage „Schluss! Ich will nicht mehr“, mir zum letzten Mal einen Tropfen Blut vom Ohr abnimmt und mich nochmals zum Auslaufen auf die Bahn schickt und mir die Auswertung des Tests fr die nchsten Tage verspricht.

Ganz grob geschtzt wrde ich jetzt einmal davon ausgehen, dass ich, sofern ich mein Training ber den Winter durchhalte und mich noch etwas verbessere, im nchsten Jahr beim Wien-Marathon eine Zeit irgendwo um die 3 Stunden 45 Minuten hinbekommen knnte und dass eine Triathlon-Zielzeit von knapp sechs Stunden vielleicht auch mglich wre. Das sieht ja gar nicht schlecht aus. Aber abwarten und erst einmal sehen, was die Auswertung des Tests bringt und welche Tipps und Trainingsplne ich dann bekomme. Und ja – meine alte Pulsuhr sollte ich dann vielleicht doch wieder einmal auspacken und auch eine neue Batterie dafr kaufen, um mich dann besser an die Vorgaben halten zu knnen.

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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Leistungstest III

Die Auswertung des Leistungstests vom Montag hat mir einen kleinen Dmpfer verpasst. Es war mir zwar klar, dass ich in den nchsten Monaten noch viel an meiner Ausdauer arbeiten muss, ich hatte aber gehofft, dass die lngere Trainingspause des heurigen Jahres nicht allzu tiefgreifende Auswirkungen gehabt hatte. Das Ergebnis zeigt, dass dem leider nicht so ist. Zitat aus dem Befund: „Die Laktatkurve zeigt zu Beginn des Tests ein kaum entwickeltes Plateau mit gleichzeitig rasch ansteigenden Laktatwerten ber die aerobe Schwelle (2,0 mmol/l). Dieser Kurvenverlauf bedeutet, dass die Stabilitt der Grundlagenausdauer derzeit nicht sehr gut ausgebildet ist.“

Nun denn. Dann muss ich also wieder viel Basisarbeit leisten, um meine Grundlagenausdauer zu stabilisieren und die Leistungskurve dorthin zu bekommen wo sie sein soll, denn sonst wird das nichts mit dem Triathlon. Ein Lichtblick ist, dass die Empfehlung von meinen Plnen gar nicht so stark abweicht. Ich hatte ja ohnehin vor, in den nchsten acht Wochen noch weiter Aufbautraining zu machen. Daran fhrt wohl tatschlich kein Weg vorbei. Andererseits ist das gar nicht so schlecht, denn dafr bietet sich das Wintertraining recht gut an. Heute Abend steht eine Heimtrainer-Einheit auf dem Programm, die nach den Empfehlungen des Tests lange aber locker sein soll. Irgendwo bei Puls 125 bis 130, dafr zwei Stunden lang.

Gestern konnte ich auerdem von einem erfahrenen Triathleten ein paar Tipps einholen. Er hat mir unter anderem dazu geraten, beim Wien-Marathon nur die halbe Distanz zu laufen und als Training vielleicht dafr mit dem Rad zum Start zu fahren, was eine berlegenswerte Alternative ist. Auerdem meinte er, dass ich mir unbedingt einen Neoprenanzug kaufen sollte, denn Triathlon htte ein groes Suchtpotenzial. Wer einmal damit anfngt mache das immer wieder und dann brauche man ohnehin einen Neoprenanzug… hmmm… Irgendwie scheint mir das Eintrittsgeld in die Triathlon-Welt langsam etwas hoch zu werden.

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Freitag, 18. Dezember 2009

Fuballabend

Nun haben sich doch noch einmal sechs tapfere Kicker gefunden, um im alten Jahr noch einmal die Kugel in der Turnhalle rollen zu lassen, whrend Rapid im Happelstadion nach 3:0 Vorsprung einfriert. Fuball zu spielen entspricht zwar ganz und gar nicht dem mir verordneten Aufbautraining, wonach ich in den nchsten acht Wochen eigentlich ausschlielich langes und leichtes Ausdauertraining machen sollte, macht aber Spa, und das ist doch schlielich das Wichtigste. Sage ich mir zumindest. Und das nchste Kickerl gibt es dann ohnehin erst in drei Wochen, denn am 24. und am 31. Dezember ist dafr sicher keine Zeit.

So gab’s dann also gestern wieder eineinhalb Stunden Ball- und Lauftraining der etwas verschrfteren Variante, aber in unserer Hobby-Kickerrunde ist ohnehin niemand richtig durchtrainiert, weshalb sich das Spieltempo nach rund zwanzig Minuten von selbst drosselt. Zum Schwitzen und Keuchen hat es trotzdem gereicht.

Den lockeren Dauerlauf oder die gemtliche Radeleinheit am Heimtrainer kann ich dann ja heute Abend einlegen. Wobei ein Dauerlauf durch den frisch gefallenen Pulverschnee die viel reizvollere und romantischere Variante ist.

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Dienstag, 22. Dezember 2009

3. Woche

Der Winter ist da, und wie! Schnee, Eis und bitterkalte Temperaturen (Minus 13 Grad) machen das Outdoor-Training zur Gewissensfrage. Und erfordert reichlich Selbstberwindung. So beim Lauftraining am Samstag. So romantisch es war durch den frischen Pulverschnee zu laufen, so hart war es auch. Auf den ersten zwei Kilometern war die Klte richtig bissig und bis ich mich warmgelaufen hatte war meine Nase schon tiefgefroren. Immerhin habe ich gut eineinhalb Stunden lang durchgehalten. Allerdings hat es danach fast genauso lang gedauert, bis ich unter der Dusche wieder aufgetaut war.

Das Veranstaltungsteam des Austria Ironman 70.3 in St. Plten und hat als kleine Motivation fr das weitere Wintertraining eine Weihnachtsberraschung verschickt: Eine blaue Haube mit dem Ironman-Logo und eine Karte mit der Botschaft: „Training im Winter? Ja! Ohne Haube? Nein! Wir wissen, dass Ihr hart seid, aber alles hat seine Grenzen 😉 Damit Ihr beim Training im Winter keinen khlen Kopf behaltet, gibt’s fr Euch die Ironman-Haube!“

Die vierte Trainingswoche drfte selbst wenn die Wettervorhersage stimmt und es tatschlich wrmer wird noch aus einem anderen Grund ziemlich hart werden. Bei den anstehenden Weihnachts- und Neujahrsfeiern, samt deftigem Essen, Punsch und Keksen wird das Programm schwer einzuhalten sein. Schon das Schwimmtraining heute Vormittag, zu dem ich mich trotz der vorangegangenen Weihnachtsfeier aufgerafft habe, hat viel berwindung gekostet. Einmal im Wasser war es dann aber irgendwie auch lssig. Und ich konnte feststellen, dass ich weitere Fortschritte mache. Mittlerweile kann ich wieder 1000 Meter durchschwimmen ohne danach nach Atem zu ringen und mit Schwimmbrett und Kraul-Beinschlag bin ich sogar schon wieder schneller als die Sontagsschwimmer im Becken.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Silvesterlauf

So schnell vergeht die Zeit. Schon ist das erste Trainingsmonat vorber und es sind nur noch fnf Monate bis zum Triathlon. Am Ende des ersten Trainingsmonats fhle ich mich fitter als zuvor und es gab noch keinen Tag, an dem ich mich zum Training zwingen htte mssen, weil ich keine Lust dazu gehabt htte. Ganz im Gegenteil.

Es fllt mir inzwischen auch schon leichter, meine Trainingseinheiten abzuspulen und ich habe begonnen, sie ein wenig auszudehnen. Statt 14 Kilometer bin ich zuletzt 17 Kilometer gelaufen, beim letzten Schwimmtraining war ich 20 Minuten lnger im Wasser und auch den Heimtrainer habe ich eine halbe Stunde lnger getreten als Anfang November. Das alles bei einer stabilen Aufbau- und Ausdauerintensitt, die mir mitunter fast schon ein wenig zu leicht vorkommt und wenn ich nicht die Trainingsdauer erhht htte fast schon Wellness-Charakter hat. Das soll aber wohl so sein und besser Trainierten geht es wohl bei den Ausdauer-Einheiten immer so. Beneidenswert.

Htte ich das Ziel gehabt, abzunehmen, so wre ich jetzt wohl ein wenig enttuscht. Mein Krpergewicht hat sich kaum verndert. Allerdings scheint es mir so, als wre der kleine Speckgrtel, den ich seit einer halben Ewigkeit mit mir herumtrage etwas kleiner geworden. Es ist aber jedenfalls nicht so, dass mir meine Hosen nicht mehr passen wrden. Vielleicht haben sich stattdessen Muskeln gebildet. So genau lsst sich das jedenfalls nicht feststellen.

In der Weihnachtswoche habe ich mein Training etwas reduziert, aber immerhin mehr Zeit zum Sporteln als zum Bloggen gefunden. Mit drei Laufeinheiten am 24., 25. und 26. Dezember und einmal Heimkino-Radeln komme ich immerhin auf vier richtige Trainingseinheiten, und damit wohl auf mehr als der Groteil der Amateure, die nchstes Jahr an irgendeinem Rennen teilnehmen wollen. Zwei meiner Nachbarn, die im November einmal gemeint hatten, ein Triathlon wrde sie auch interessieren und ich solle ihnen das Schwimmen beibringen konnten sich bisher noch gar nicht zum Trainieren aufraffen.

Gestern gab es als kleine Belohnung einen Schitag. Professionelle Trainer wrden war sagen, dass es kein richtiger Sport ist, mit dem Lift einen Berg hinauf und dann auf zwei Brettern wieder hinunter zu rutschen, meinen zwei Kindern und meiner Frau kann ich allerdings schlecht sagen, dass sie selbst einmal ohne mich auf den Pisten herumrutschen sollen whrend ich mit den Tourenschi den Berg rauf gehe.

Als Abschluss des ersten Trainingsmonats gibt es heute einen Silvesterlauf, wobei ich aber berlege, ob ich statt des offiziellen Silvesterlaufs im Ort, der nur fnf Kilometer lang ist, nicht besser einen schnen, langen Waldlauf machen soll. Ein schnelles Rennen mit Zeitnehmung ist zwar lustig, in den Trainingsplan wrde ein langer Waldlauf aber wohl besser passen.

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Samstag, 2. Januar 2010

Neujahr

Prosit Neujahr!

Ich kann mich nicht erinnern, am 1. Jnner irgendwann einmal so geschwitzt zu haben wie heute. In der Sauna mglicherweise, aber sicher nicht beim Laufen im Freien. Bei den derzeitigen milden Temperaturen ist das aber kein Wunder. Zehn Grad und Sonnenschein fhlen sich fast schon wie Frhling an. Die Ironman-Haube braucht man bei so einem Wetter jedenfalls nicht und auch das nchste Schwimmtraining schiebe ich da gerne noch ein paar Tage hinaus.

Schade ist nur, dass ich derzeit kein vernnftiges Rad habe, denn das Wetter wre eigentlich perfekt fr eine Bike-Tour. Mein alter Drahtesel ist jedoch nicht mehr wirklich gelnde- oder gipfeltauglich. Jedenfalls wage ich mich mit dem Methusalem nicht mehr ins Gelnde. Und schon gar nicht, wenn die Trails vom geschmolzenen Schnee morastig und rutschig sind. Die Biker, die mir bei meiner Laufrunde frhlich grend entgegen geradelt sind konnte ich daher nur ein wenig neidisch gren, whrend ich wie gestern auch meine schne 17 Kilometer Runde auf den Forststraen des Wienerwalds abgespult habe.

Ach – und einen kleinen Neujahrsvorsatz habe ich auch noch: Das empfohlene Boden- und Krafttraining will ich ab morgen auch ins regelmige Training einbauen. Das sollte auch noch mglich sein

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Sonntag, 3. Januar 2010

Neujahrsschwimmen

Der Winter ist wieder zurck. Es gibt wieder Schnee und Eis, und weil meine Laufsachen auch einmal gewaschen werden mssen bin ich gestern Nachmittag wieder einmal zum Schwimmen ins Amalienbad gefahren, um mein zwei Kilometer-Trainingsprogramm abzuspulen:

200 Meter Brust zum Einschwimmen
400 Meter Kraul
400 Meter Kraul-Beine mit Schwimmbrett
400 Meter Kraul-Arme mit Pull-Buoy (eine Lnge linker Arm, eine Lnge rechter Arm, eine Lnge abschlagen, eine Lnge normales Armtempo)
nochmals 400 Meter Kraul
und 200 Meter Brust zum Ausschwimmen

Das geht inzwischen ganz gut. Kraul-Beine sind zwar immer noch ein Hammer und bei der Hlfte musste ich mich schon berwinden, um nicht einfach zum nchsten Programmpunkt zu wechseln, aber am Ende der Strecke war ich fast selbst berrascht, dass ich sogar noch frisch genug gewesen wre um weiterschwimmen zu knnen.

Zum Schluss hin bin ich dann aber doch langsam mde geworden. In den Armen ist mir der Saft ein wenig ausgegangen und die Beintempi waren naja – auch nur noch ansatzweise korrekt. Es mag ja sein, dass man mit einem Neoprenanzug viel mehr Auftrieb hat und daher auch leichter schwimmen kann – da kann ich noch nichts dazu sagen. Fr mich heit das aber, dass ich in den nchsten Monaten fleiig weitertrainieren muss, damit ich beim Triathlon nicht schon nach dem Schwimmen den ersten Einbruch erlebe.

Ich werde wohl auch nicht darum hinweg kommen, Kraftbungen in mein Training einzubauen. Die Schweizer Schwimmvereinigung hat einen Kraftrainingsplan fr Schwimmer ins Netz gestellt. Demnach ist das Krafttraining fr Schwimmer unerlsslich, um die Leistungsfhigkeit zu steigern und Haltungsschwchen auszugleichen. Fr Langstreckenschwimmer wird ein Krafttraining pro Woche empfohlen. Das sollte ja noch irgendwie unterzubringen sein.

Auf der Homepage der Fitnessrevue habe ich Kraftbungen fr alle Muskelpartien gefunden, wie sie von den Schweizer Schwimmern empfohlen werden. Die meisten davon lassen sich auch ohne Fitnesscenter, nur mit einer Turnmatte und einem Paar Hanteln (die seit ungefhr zehn Jahren nahezu unbenutzt bei uns zuhause in einer Ecke verstauben) erledigen. Zum Aufwrmen wird das Radeln am Ergometer, zum Abwrmen ordentliches Dehnen empfohlen. Das werde ich heute Abend einmal ausprobieren.

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Freitag, 8. Januar 2010

Dauerschwimmen

Die ersten Tage dieser Woche waren trainingsmig etwas verbockt. Dem wie geplant trainingsfreien Montag ist gleich noch ein zweiter und nach einer langen Party am Dienstag Abend erholungsbedingt auch noch ein dritter Tag ganz ohne Sport gefolgt.

Tja – ich habe die Probe aufs Exempel gestellt und es hat sich wieder einmal besttigt, was ich in jahrelangen Selbstversuchen ohnehin schon herausgefunden hatte: Wein und Sport vertragen sich nicht. Aber wie!

Nachdem sich der Katzenjammer Mittwoch Abend endlich wieder gelegt hatte habe ich mir einen Plan fr den Rest der Woche zurecht gelegt: Donnerstag Abend Fuball, Freitag morgens schwimmen und abends radeln. Samstag und Sonntag jeweils eine Runde mit den Langlaufschi (es soll in den nchsten Tagen sehr viel schneien) und zustzlich noch eine Schwimmeinheit am Wochenende. Damit wre das Trainingspensum mit sechs Einheiten auch wieder erfllt. Hoffentlich klappt das auch so wie ich mir das vorstelle.

Nach dem gestrigen anstrengenden Kickerl (wieder einmal drei gegen drei am groen Handballfeld) war ich heute etwas spter im Bad. Um trotzdem noch vor der Arbeit meine zwei Kilometer abspulen zu knnen habe ich das Schwimmbrett und den Pull-Buoy in der Tasche gelassen, das Techniktraining gestrichen und bin stattdessen erstmals seit Trainingsbeginn die zwei Kilometer ohne Pause durchgeschwommen. Nach 200 Metern Brust zum Einschwimmen 1000 Meter Kraul, dann wieder 200 Meter Brust zum Entspannen und anschlieend nochmals 600 Meter Kraul. Ich war etwas berrascht, dass es weder kraft- noch konditionsmig eine besondere Herausforderung war. Bei den letzten vier Lngen musste ich mich allerdings schon zustzlich motivieren, um nicht vorzeitig aus dem Wasser zu gehen. Zwei Kilometer ohne Pause zu schwimmen ist hauptschlich eine Frage der Selbstdisziplin.

Nach rund 45 Minuten – ich habe die Zeit nicht gestoppt, sondern nur an der groen Uhr im Bad abgelesen – war ich jedenfalls damit durch und zufrieden, dass alles glatt gelaufen ist. Sicher geht das alles noch ein bisschen besser und auch schneller, doch vor mir stehen ja schlielich auch noch weitere zwanzig Wochen Training. Der Weg ist das Ziel…

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Montag, 11. Januar 2010

Noch 20 Wochen

OK, OK. Ganz so tchtig wie ich mir das am Freitag gedacht hatte war ich dann am Wochenende doch nicht, aber immerhin bin ich 30 Kilometer geradelt, habe mein Krafttraining nach den Vorgaben der Schweizer Meisterschwimmer und von Krista Gruss-Brunner absolviert und hatte dann am Sonntag sogar noch Gelegenheit, um mit den Langlaufschi selbst eine Spur durch den Schnee zu ziehen. Das war herrlich, allerdings bei den Abfahrten nicht ganz leicht zu fahren, weil die Schneedecke nach dem Regen in der Nacht davor mit einer Harschschicht berzogen war und selbst spuren geht auerdem ganz schn rein.

Von jetzt an sind es noch genau 20 Wochen bis zum Triathlon und damit geht es jetzt eigentlich erst so richtig los. Die bisherigen Trainings kann ich als Aufwrm- und Vorbereitungsbungen sehen. Ab sofort versuche ich mich weitgehend an dem Triathlon-Trainingsplan von just4sport.de (unter Link: Trainingsplne 2) zu orientieren. Ganz dem Plan zu folgen ist schon alleine deswegen unmglich, weil an den Montagen keine Bder geffnet sind.

In den vergangenen fnf Wochen bin ich immerhin rund 30 km geschwommen, 180 km gelaufen und 290 geradelt. Das ist gar nicht schlecht. Im Schnitt habe ich mich damit tglich 14 Kilometer weit bewegt. Jetzt soll das Pensum aber hher werden, es stehen weniger freie Tage auf dem Plan und auch die Trainingseinheiten sind lnger vorgegeben. Mal sehen, wie es wird. Zum Einstimmen muss ich heute Abend einmal 120 Minuten locker zu radeln. Das schreit zumindest nach einer guten DVD.

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Dienstag, 12. Januar 2010

Sitztraining

Erst Desperate Housewives, dann Lipstick Joungle und danach auch noch Dirty Sexy Money. Das war die Untermalung beim gestrigen Training am alten Kettler-Hund. 120 Minuten waren geplant und ja, ich gebe es zu, ich habe nicht ganz durchgehalten und bin zehn Minuten frher vom Trainingsgert gestiegen.

Der Grund fr den Abbruch nach 110 Minuten und 50 Kilometern war aber weniger eine Konditionsschwche, denn ich bin bis zum Schluss ganz locker bei Stufe 8 von 10 geradelt (die geleisteten Watt kann ich leider nicht ablesen). Gemangelt hat es am Sitzfleisch. Ich muss mich anscheinend erst wieder daran gewhnen, ber lngere Zeit auf dem Fahrradsattel zu sitzen. Am Schluss war es jedenfalls nicht mehr lustig und ich hatte auch schon mehr als genug von den TV-Serien.

Am Wochenende soll ich 150 Minuten lang radeln. Ich wei schon jetzt, dass das zh wird. Um die langen Fahrrad-Einheiten (im Trainingsplan stehen auch 210, ja sogar 300 Minuten radeln) am Heimtrainer durchsitzen zu knnen ist noch viel berwindung ntig.

Gestern habe ich brigens herausgefunden, dass mein um 15 Jahre jngerer Cousin Alexander Haselsteiner auch am Ironman Triathlon in St. Plten teilnehmen wird. Vergangenes Jahr hat er eine sehr beachtliche Zeit von 5 Stunden 18 Minuten hingelegt. Seine Zwischenzeiten mit 36 Minuten fr das Schwimmen, 2 Stunden 44 fr das Radeln und 1 Stunde 50 fr das Laufen sehen als Einzelzeiten eigentlich durchaus machbar aus. Trotzdem bezweifle ich, dass ich am 30. Mai auch nur annhernd in seine Reichweite kommen kann. Ein zustzlicher Ansporn fleiig weiter zu trainieren ist es auf jeden Fall.

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Mittwoch, 13. Januar 2010

berraschung

Beruf, Familie und Sport unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach. Gestern war so ein Tag, an dem es eben nicht sein wollte. Morgens war ich zu spt dran, um noch vor der Arbeit ins Bad zu gehen, und als ich abends aus dem Bro kam war es auch schon wieder geschlossen. Also nichts mit Schwimmen. Ersatzweise wollte ich entweder eine Runde laufen oder eben wieder am Heimtrainer radeln, aber auch daraus wurde nichts, denn es gab wieder Arbeit, die erledigt werden musste.

Fast wie eine Belohnung dafr, dass ich so wacker bis nach zwei Uhr nachts durchgehalten und meine Abgabetermine eingealten habe klopfte heute frh der Bahn-Kurierdienst an meine Tr und meinte, er htte ein Fahrrad fr mich. Mein lange ersehntes und erwartetes Mountainbike! Das KTM Lycan 1.0, fr das ich schon eine halbe Ewigkeit gespart hatte. Am liebsten htte ich sofort eine Runde damit gedreht, doch weder die Witterungsbedingungen noch der Beruf lieen das auch zu. Die Alternative bei Minusgraden, Schnee und Eis die fast 40 Kilometer ins Bro zu radeln war mir dann doch ein wenig zu heftig. Fr die Biketouren des kommenden Frhjahres bin ich jedenfalls jetzt schon supertoll gerstet.

Als Trainingseinheit gab es heute wieder einmal Schwimmen im Amalienbad. Diesmal war ich nach Broschluss gegen 18:00 im Bad , was nicht ganz optimal war, denn es war noch wesentlich mehr Betrieb als in den Morgenstunden. Es war fast ein wenig wie Hindernisschwimmen und nicht ganz so super. Am Ende war ich einerseits ein wenig stolz auf mich, dass ich mein Trainingsprogramm trotz der widrigen Bedingungen durchgeschwommen bin, andererseits war ich aber auch froh, wieder aus dem Wasser zu knnen. In Zukunft muss ich morgens wieder zeitiger auer Haus, um mehr Ruhe auf meinen zwei Schwimmkilometern zu haben.

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Dienstag, 19. Januar 2010

Wochenplan

Einmal radeln, einmal schwimmen, einmal Fuball und zweimal Langlaufen – das war das Programm der vergangenen Woche. Auf dem Papier sind fnf Trainingseinheiten ganz gut und auch die Dauer und die Intensitt stimmen zumindest nach dem Trainingsprogramm. Mir scheint es aber fast als wre das alles ein wenig zu locker. Mglicherweise liegt das aber nur daran, dass ich schon seit lngerem trainiere und ich mich an den regelmigen Sport gewhnt habe. Ein Tag ohne Sport kommt mir beinahe schon seltsam vor. Die Bewegung fehlt mir dann richtig.

Bei den Trainings der letzten Woche war eigentlich nur das lange Sitzen am Heimtrainer anstrengend, der Rest war ein Vergngen. Vor allem das Langlaufen am Wochenende. Dabei bin ich zwar auch ganz schn ins Schwitzen gekommen, htte aber noch stundenlang weitermachen knnen, so herrlich war es, vor allem am Samstag, bei strahlendem Sonnenschein auf einer toll vorbereiteten Loipe die Runden zu drehen.

Diese Woche stehen drei 90 bis 120 Minuten lange Laufeinheiten auf dem Programm, dazu einmal 130 und einmal 165 Minuten lang radeln und mindestens ein Schwimmtraining. Heute Abend wahlweise Laufen oder radeln. Mal sehen, was mich mehr reizt. Ein langer Nachtlauf wre wieder einmal fein.

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Sonntag, 24. Januar 2010

Umgeplant

Das mit dem Trainingsplan aus dem Internet ist so eine Sache. Sicher, wenn ich Zeit htte, mein ganzes Leben ber die nchsten Monate nur auf den Triathlon auszurichten, dann wre es kein Problem, den Plan einzuhalten. Ich wrde dann vermutlich sogar noch ein Schufelchen drauflegen und mir fr das Rennen Ende Mai ein richtig ehrgeiziges Ziel setzen. Aber ich bin nun mal kein Profi-Leistungssportler.

Donnerstag Abend, beim wchentlichen Fuballspiel. Joachim, neben mir mit Sicherheit der am besten Trainierte der Runde, seither seine Plne fr den Wien-Marathon vergessen. Schon in der Nachspielzeit brach er, ganz ohne Foulspiel, pltzlich zusammen und lag schreiend am Boden. Im Krankenhaus St. Plten wurde ein Achillessehnenriss diagnostiziert. Es folgen eine Operation, mindestens sechs Wochen Gips und eine wochenlange Rehabilitation.

So gesehen bin ich froh, berhaupt trainieren zu knnen. Es rgert mich zwar ein wenig, wenn ich meine Plne nicht immer so konsequent wie erhofft verfolgen kann, aber ich kann gut damit leben. Rckblickend habe ich diese Woche fast vier Stunden am Hometrainer geradelt, bin am Fuballabend gerannt wie schon lange nicht, habe das Lauftraining am Samstag durch eine schne Skitour ersetzt und werde heute Abend eben nochmals gut 100 Minuten radeln. Frs Schwimmen hat es diesmal leider nicht gereicht, aber das machte mir inzwischen ohnehin kaum mehr Sorgen. Ich wei auerdem, dass ich das was laut Web-Trainingsplan als Schwimmtraining vorgesehen gewesen wre ganz locker und deutlich schneller schwimmen knnen htte. Nchste Woche muss ich aber trotzdem wieder einmal ins Wasser.

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Dienstag, 26. Januar 2010

Wasser

Nach genau zwei Wochen wieder einmal ein Schwimmtraining. Ich muss jetzt wirklich einmal herausfinden, wann das Amalienbad morgens tatschlich aufsperrt. Angeblich um 9:00, aber heute war ich fnf Minuten nach neun dort und das Schwimmbecken war schon wieder so voll, dass ich Schlangenlinien schwimmen musste. Ein besseres Trainingsbecken als das des Amalienbads gibt es aber leider in ganz Wien derzeit nicht. Selbst wenn am Vormittag immer ein Teil davon abgesperrt ist. Ich muss also wohl oder bel damit leben. Schwimmtechnisch bin ich jedenfalls inzwischen wieder ganz fix, jetzt knnte ich am Tempo arbeiten. Fr Temposprints bruchte ich allerdings wirklich einmal ein bisschen Platz.

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Donnerstag, 28. Januar 2010

Mentaltraining am Heimtrainer

Das Radeln am alten Kettler-Hund ist ja ohnehin nicht wirklich erbauend. Ohne TV-Begleitung ist es allerdings noch zher. Weil unser alter Fernseher am Wochenende das Zeitliche gesegnet hat und ein neuer so schnell nicht ins Haus kommen wird musste ich da aber durch.

Die erste halbe Stunde konnte ich mich noch mit lesen ablenken. Als der Schwei dann aber so richtig lief musste ich das Buch weglegen. Die restlichen 50 Minuten am Heimtrainer waren dann ein lange andauernder Kampf gegen das Teufelchen, das mir stndig ins Ohr raunte, es wre schon genug.

Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, mein Pensum zu erfllen. Der Gedanke an die ersten Rad-Ausfahrten im Frhjahr haben mich motiviert, durchzuhalten und nach dem Radeln hatte ich dann sogar noch genug Energie fr meine Krftigungsbungen. Das hatte ich nach den ersten 30 Minuten kaum noch fr mglich gehalten.

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Montag, 8. Februar 2010

Schiwoche

Bloggen und Urlaub machen gleichzeitig, das geht irgendwie nicht richtig zusammen. Trainieren und Urlaub machen aber schon. In Woche 10 meines Projekts „Ironman“ stand ein Schiurlaub auf dem Programm. Bei fnf Tagen Kaiserwetter und tollem Schnee lie es sich am Nassfeld in Krnten sehr gut aushalten. Was heit….

Die Trainingseinheiten wurden fix vom Hallenbad, wo ich am Freitag vor dem Urlaub noch eine Einheit absolviert habe, und vom Heimtrainer auf die Schipisten, die Tourenroute auf den Zweikogel und die Langlaufloipe entlang der Gail verlegt. Da ist kein Fernseher ntig, damit die Motivation passt. Selbst wenn tglich sieben, acht Stunden Sport auf dem Programm stehen. Baba, ORF und Co! Ich freue mich jedenfalls schon auf die lngeren Frhlingstage, an denen ich wieder mehr Outdoor-Trainings machen kann.

Zum entspannenden Abschluss der bisher angenehmsten Trainingswoche habe ich gestern Nachmittag noch einen 130 Minuten langen Long-Jog durch den verschneiten Wienerwald absolviert. Das war auch super. Langlaufschi wren zwar die bessere Variante gewesen, aber leider sind die Langlaufschuhe in Krnten geblieben. Ich muss daher warten, bis der Postbote meine Vergesslichkeit ausbgelt und hoffe, dass der frische Schnee im Wienerwald bis zum nchsten Wochenende liegen bleibt.

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Dienstag, 9. Februar 2010

Wellenreiter

Gestern habe ich eine berraschende E-Mail bekommen. Das Team von des Online-Sportportals LAOLA1 hat mein Blog entdeckt und mich eingeladen, fr den Triathlon dem Team beizutreten. Warum nicht, denke ich mir. Es kann ja ganz lustig sein, im Team zu kmpfen, obwohl das auf der Strecke wohl kaum eine Rolle spielt, denn ber die Distanz kann muss man sich schon selbst kmpfen.

Team- und Firmenchef Karl Wieseneder hat jedenfalls beim Ironman 2009 die recht beachtliche Zeit von 5:23:25,7 vorgelegt, Stephan Schwabl, ebenfalls aus dem LAOLA-Stall, ist in 6:12:25,6 ins Ziel gekommen. Wenn ich am 30. Mai eine Zeit irgendwo in der Mitte zwischen den beiden schaffe wre ich schon ziemlich stolz auf mich, aber so weit will ich eigentlich noch gar nicht denken.

Jetzt habe ich immer noch 15 Trainingswochen vor mir. Noch zwei, drei Wochen Grundlagen-Aufbautraining, dann werden die Einheiten etwas intensiver und anstrengender. Irgendwie wird das auch langsam Zeit. Schade nur, dass es drauen immer noch zu kalt ist, um in die 35 km in die Arbeit (und abends auch wieder nach Hause) zu radeln.

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Mittwoch, 10. Februar 2010

Teamrider

So schnell geht es. Gestern war ich noch Einzelkmpfer, seit heute bin ich Mitglied im LAOLA1-Team (hier der Link zum Team 2009). Gut. Ein Ansporn mehr, mich ins Zeug zu hngen. Beim Training ebenso wie dann beim Rennen. Ich will mich am Ende doch nicht auch noch blamieren.

laola-logo

Langsam komplettiert sich auch meine Ausrstung. ber willhaben.at habe ich ein gnstiges Rennrad, ein Simplon Lumen in schicker mattschwarzer Lackierung, gefunden, mit dem ich sobald als mglich meine Straentrainings abspulen und dann auch beim Ironman antreten mchte. Ich kann es schon kaum mehr erwarten, den Flitzer auf der Strae auszuprobieren, werde witterungsbedingt aber wohl noch ein gutes Monat zuwarten mssen. Bis morgen soll es wieder 30 cm Neuschnee geben. Das lsst noch nicht auf ein baldiges Winterende schlieen.

lumen
Das neue gebrauchte Rennrad

Das Heimtrainer-Training steht mir jedenfalls ehrlich gesagt schon ziemlich. Vielleicht wird es mit der Kombination Lumen & Walze besser. Heute Abend muss ich aber noch einmal am Kettler durchhalten, denn das Lumen wird frhestens am Sonntag geliefert. Zwei Stunden am Kettler, ohne Fernsehen… das wird jedenfalls wieder eine harte Sache.

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Donnerstag, 11. Februar 2010

Nachttrainings

Mein Cousin Alexander, schon ein erfahrener und ebenfalls bloggender Triathlet mit dem hoch gesteckten Ziel am 30. Mai die 5-Stunden-Marke zu knacken ist ein ziemlicher Early Bird beim Training.

Ich hingegen bin da eher ein Nachtvogel. Das liegt aber weniger daran, dass ich um sechs Uhr morgens nicht aus den Federn kme, sondern mehr daran, dass meine Kinder sonst tglich zu spt zur Schule kmen. Ich bin schon froh, wenn ich hin und wieder um neun Uhr morgens zum Schwimmtraining komme. Weil es in der Redaktion fters auch ein wenig spter wird bleibt mir nichts anderes brig, als mir so wie heute auch spt nachts noch die Radlhose anzuziehen und den alten Kettler zu treten. Trotz des nicht vorhandenen Fernsehers war das heute gar nicht so schlimm. Ich habe immerhin 100 Minuten durchgehalten und hatte dabei anders als zuletzt weder mentale Probleme noch Schwierigkeiten, die Einheit durchzusitzen.

Nach einigen entspannenden Kraftbungen und einer ausgiebigen Dusche ist aber jetzt auch Schluss. Mal sehen, ob ich es morgen frh ins Hallenbad schaffe. Ansonsten steht abends wieder der Donnerstags-Hallenkick und damit eine etwas intensiveres Trainingseinheit am Programm.

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Freitag, 12. Februar 2010

Radball

Ein seltsamer Grippevirus scheint unsere Fuballrunde heimzusuchen. Gestern Abend waren nur drei Herren fit genug fr ein Match. Tja, das reichte leider nicht einmal frs Wuzzeln. Aus dem lustigen Kickerl wurde also nichts. Stattdessen bin ich wieder einmal in die Radhose geschlpft und habe mein Training am Kettler absolviert. Zwei Tage hintereinander am Heimtrainer sind eher wenig… nja… sagen wir aufbauend. Auch wenn es fr das Aufbautraining selbst gar nicht schlecht ist. Leider bin ich aber derzeit beruflich so eingespannt, dass ich keine Zeit habe, ins Schwimmbad zu gehen.

Die einzige Alternative wre ein Nachtlauf gewesen. Da es aber bei uns im Ort keine wirklich funktionierende Schneerumung gibt und es eher unlustig ist, in der Dunkelheit auf dem Eis auszurutschen konnte ich mich dafr noch weniger begeistern.

80 Minuten radeln und anschlieend noch die obligatorischen Verrenkungen auf der Turnmatte sind es dann geworden. Zum Glck sind die in Krnten vergessenen Langlaufschuhe inzwischen angekommen. Ich hoffe, dass ich damit am Wochenende „Gleiten statt Radeln“ kann.

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Arbeitsstress…

Der Arbeitsstress und dazu noch einige private Feiern haben mich in den vergangenen Tagen leider vom Training abgehalten. Erst gestern Abend hatte ich endlich wieder einmal Zeit, mich auf den Heimtrainer zu setzen.

Ich war von der Anstrengung der letzten Tage so ausgepowert, dass ich anfangs schon frchtete, jeden Moment vom Kettler zu kippen. Nach 15 Minuten haben sich aber mein Puls und mein Kreislauf zum Glck wieder stabilisiert und ich konnte bis zum Ende meiner 120 Minuten langen Traingseinheit relativ locker mit 30 km/h dahinradeln.

Dabei hatte ich sogar ein wenig Ablenkung, denn der ORF bertrgt anlsslich der Olympiade derzeit einen Livestream von ORF 1 im Internet. Eine feine Sache. Das knnte eine Dauereinrichtung bleiben. Jedenfalls konnte ich mir beim Radeln so die Damen-Abfahrt in Vancouver und die kuriosen Tore bei den Fuballspielen von Bayern gegen Fiorentina und von Arsenal gegen Porto ansehen. Ehrlich gesagt ist das aber trotzdem nur der halbe Spa und so gern ich den Winter mag freue mich schon auf den Frhling und die ersten Ausfahrten mit meinem Simplon Lumen. Gestern haben sich endlich wieder einmal genug Herren fr ein Hallenkickerl gefunden. Dabei habe ich wieder gesprt, wie ausgelaugt ich von der vergangenen anstrengenden Arbeitswoche war. Ich musste beim Tempo deutlich zurckschalten, denn sonst htte ich die 90 Minuten sicher nicht durchhalten knnen.

Statt selbst zu Flgelflitzer zu spielen und zu stndig auf und ab zu sprinten musste ich mich aufs Mitlaufen und Passen verlegen. Damit war ich zwar fr mein Team nicht die erhoffte groe Untersttzung, aber schlielich ging es ja um nichts auer um den Spa an der Sache. Mir persnlich hat es jedenfalls gut getan, mich nicht gleich wieder voll zu verausgaben. Ich hoffe aber, dass ich zum Ironman nicht in einem hnlichen Leistungstief bin und ausgeruht an den Start gehen kann. Der gestrige Abend hat mir jedenfalls gezeigt, dass das Projekt Ironman noch lange nicht gegessen ist und noch viel Training ntig ist.

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Freitag, 19. Februar 2010

Soft-Kick

Gestern haben sich endlich wieder einmal genug Herren fr ein Hallenkickerl gefunden. Dabei habe ich wieder gesprt, wie ausgelaugt ich von der vergangenen anstrengenden Arbeitswoche war. Ich musste beim Tempo deutlich zurckschalten, denn sonst htte ich die 90 Minuten sicher nicht durchhalten knnen.

Statt selbst zu Flgelflitzer zu spielen und zu stndig auf und ab zu sprinten musste ich mich aufs Mitlaufen und Passen verlegen. Damit war ich zwar fr mein Team nicht die erhoffte groe Untersttzung, aber schlielich ging es ja um nichts auer um den Spa an der Sache. Mir persnlich hat es jedenfalls gut getan, mich nicht gleich wieder voll zu verausgaben. Ich hoffe aber, dass ich zum Ironman nicht in einem hnlichen Leistungstief bin und ausgeruht an den Start gehen kann. Der gestrige Abend hat mir jedenfalls gezeigt, dass das Projekt Ironman noch lange nicht gegessen ist und noch viel Training ntig ist.

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Montag, 22. Februar 2010

Langlauf

Rechtzeitig vor dem Tauwetter konnte ich am Wochenende noch einmal ein Training mit den Langlaufschi absolvieren. Im Mhlviertel gab es dafr perfekte Bedingungen. Toll prparierte Loipen, ausreichend Schnee und am Sonntag obendrein auch noch Kaiserwetter. Das musste ich einfach ausnutzen, denn Schnee wird es wohl bald nur noch in den Bergen geben.

In Summe war ich gut fnf Stunden unterwegs, und das Tempo war dabei auch recht ordentlich. Das Leistungstief, das mich letzte Woche geplagt hat, scheint jedenfalls berwunden zu sein. Das ist auch gut, denn in meiner Triathlon-Vorbereitung beginnt mit dieser Woche die intensivere Phase. Nach zwlf Wochen konsequentem Ausdauer- und Aufbautraining muss ich die Intensitt erhhen, zwischendurch Sprints einlegen und mich an das Wettkampftempo herantasten.

Wenn die Wettervorhersage stimmt sollte auch das Rad-Opening unmittelbar bevorstehen. Die Wintersportausrstung werde ich, von der einen oder anderen Skitour einmal abgesehen, so schnell nicht mehr brauchen. Heute Abend sind aber zunchst einmal die Laufschuhe an der Reihe. Auf dem Programm steht eine flottere, mit ein paar kurzen Sprints gespickte Zwei-Stunden-Einheit. Ich muss schlielich auch mein Lauftraining ein bisschen intensivieren, denn als Vorbereitung fr den Ironman Triathlon will ich ja am 18. April beim Vienna City Marathon an den Start gehen. Natrlich mchte ich auch dort eine halbwegs gute Figur machen.

2008 konnte ich ja bei meinem zweiten Marathon berhaupt mit 3:55 die Vier-Stunden-Marke knacken. Dieses Mal mchte ich auf jeden Fall schneller sein und eine Zeit zwischen 3:30 und 3:45 erreichen. Bis zum Rennen sind nur noch acht Wochen. Trainingspausen darf ich da also keine mehr machen.

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Dienstag, 23. Februar 2010

Radeln und schwimmen

Zum Laufen war es gestern Abend dann doch schon wieder etwas spt und auerdem wollte ich ein bisschen Olympia schauen. Also habe ich kurzerhand umdisponiert, mich wieder einmal auf den Kettler gesetzt und bin 100 Minuten lang bei lockerer bis mittlerer Intensitt geradelt. Nachdem ich jetzt auch ein Rennrad und auerdem auch eine Walze zuhause habe mchte ich heute Abend einmal ausprobieren, wie das Training damit ist. Ich denke mir, dass es jedenfalls nicht schaden kann, wenn ich mich schon einmal an die Sitzposition am Straenschneider gewhne.

Heute habe ich es auerdem endlich wieder einmal vor der Arbeit ins Amalienbad geschafft und bin dort 2 km geschwommen. Das letzte Schwimmtraining war ja schon fast vier Wochen her. Am 29. Jnner, um genau zu sein. Der Schiurlaub und der danach folgende Arbeitsstress haben mich ein wenig aus dem Plan gebracht. Das sollte in den verbleibenden 14 Trainingswochen (mit dieser) nicht noch einmal passieren.

Anfangs war es jedenfalls ein bisschen mhsam, aber nach ein paar hundert Metern bin ich dann wieder locker geworden und es ging dann ganz gut. Auch die zahlreichen Badegste haben nicht wirklich gestrt.

Ich bin die ersten 1000 Meter durchgeschwommen, noch nicht ganz im Wettkampftempo, und habe dafr 22 Minuten gebraucht. Daran habe ich mein 2x 400 Meter Bein/Arm Techniktraining und nochmals 200 Meter Kraul angehngt.

Nach 53 Minuten hatte ich das Programm durch. Das ist schon ganz OK. Wenn ich weiter fleiig trainiere sollte sich beim Triathlon eine Zeit um oder ein wenig unter 40 Minuten ausgehen. Zumal beim Triathlon ja mit Neoprenanzgen geschwommen wird, die zustzlich Auftrieb geben und das Schwimmen ein wenig leichter machen sollen. Ich kann leider noch nicht sagen, ob das wirklich stimmt, denn ein Neo fehlt mir noch in meiner Ausrstung. Ich muss mal versuchen, ob ich am Gebrauchtmarkt einen finde. Ab Mitte/Ende April sollte ich dann ja auch im Freien trainieren, und da drfte das Wasser noch ziemlich frisch sein.

Heute Abend steht noch eine lockere Radeinheit mit anschlieenden Kraft- und Dehnungsbungen auf dem Programm. Dann sehen wir einmal weiter. Das Laufen sollte ich ja auch wieder ein wenig forcieren….

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Donnerstag, 25. Februar 2010

Nachtlauf

Gestern bin ich nach langer Zeit wieder einmal zu einer Laufrunde gestartet. Ich muss in meinem Blog ganz schn weit zurckblttern, um die letzte Laufeinheit zu finden. Wenn ich nichts berblttert habe war das abgesehen von den Fuballrunden am 1. Jnner. Abgesehen davon hatte ich seither beim Laufen immer Schi an den Beinen. Jetzt sind aber der Schnee und das Eis wieder weg und daher ist wieder Nike-Zeit.

Nach der langen Pause hatte ich schon befrchtet, dass mir nach ein paar Kilometern die Puste ausgeht und die Beine schwer werden. Ich war dann aber positiv berrascht, dass das nicht der Fall war und dass die Ersatztrainings mit den Langlauf- und Tourenschi doch ganz schn was gebracht haben.

Mein Handy hat die Runde von gestern Nacht (18,2 Kilometer in knapp 100 Minuten) gemessen und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:27 berechnet. Dabei htte ich beim Tempo durchaus noch Reserven gehabt, denn der Lauf war immer noch recht locker. Auch konditionell hatte ich kein Problem. Ich htte gut noch ein, zwei Stunden weiterlaufen knnen. Wenn gestern schon Marathon-Wettkampftag gewesen wre htte ich das Ziel sicher auch schon erreicht.

Immer vorausgesetzt dass ich in den nchsten Wochen fleiig weitertrainiere lsst das fr die Wettkmpfe am 11. April (Vienna City Marathon) und am 30. Mai (Triathlon) eine fr mich als Hobbysportler recht ansprechende Zeit erwarten.

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Freitag, 26. Februar 2010

Rad-Opening

Es ist so weit. Heute habe ich mit dem Renner die Radsaison erffnet und bin morgens statt mit der Bahn mit dem Roadbike nach Wien gefahren. In den Zehen ist es mit Fortdauer der Fahrt ein bisschen kalt geworden, aber sonst war es nach den vielen und langen Heimtrainer-Einheiten ein Vergngen, endlich wieder einmal Fahrtwind um die Nase zu haben.

Nach den langen Jahren, da ich kein Rennrad hatte – die letzten zwei, ein Peugeot und ein Puch, die heute schon richtige Klassiker wren wurden mir leider gestohlen und danach hatte ich keinen Bock mehr, den Wienern neue Fahrrder zu finanzieren – war es jedenfalls ein schnes Erlebnis. Bei einer relativ gemtlich geradelten Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,3 km/h (nur am Rekawinkler Berg bin ich einmal kurz ins Schnaufen gekommen) war ich in 55 Minuten in Wien-Htteldorf und damit nur um eine knappe halbe Stunde spter in der Arbeit als wenn ich mit der Bahn gefahren wre. Ich muss zwar gestehen, dass es die meiste Zeit leicht bergab ging, aber ich hatte auch einen Rucksack voll Arbeitssachen und Wechselklamotten umgeschnallt.

Wann immer das es das Wetter erlaubt mchte ich die Strecke jedenfalls in Zukunft konsequent mit dem Rad zurcklegen. Ist ein super Training. Ich bin jetzt zuversichtlich, dass der 30 km/h Schnitt und damit eine Fahrzeit von drei Stunden beim Triathlon mglich sind, wenn das Wetter halbwegs mitspielt.

Ein paar Anschaffungen sind dazu noch ntig: Rennradschuhe (am besten gleich), ein Triathlon-Lenker (hat noch ein bisschen Zeit) und ein Radcomputer. Die Handy-Zeitnehmung und GPS-Routenerfassung sind ja ganz nett, aber besser ist es schon, wenn man mit einem Blick am Lenker feststellen kann, wie schnell man unterwegs ist und wie weit man schon gefahren ist.

Nach Hause wollte ich eigentlich die Wienerwald-Radroute ber Kaltenleutgeben und Klausen-Leopoldsdorf nehmen. Leider hat es aber vorhin zu regnen begonnen. Wenn das nicht besser wird lasse ich die Heimfahrt lieber aus und nehme das Bike in der Bahn mit. Am Wochenende soll das Wetter dann ja wieder besser werden. Dann werde ich einmal mein Mountainbike durch den Gatsch bewegen.

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Sonntag, 28. Februar 2010

Mountainbike-Saisonstart

Lssig: Der Start in die Mountainbike-Saison. Nach der ersten Ausfahrt mit dem Roadbike habe ich am Samstag bei wieder schnem Wetter und sehr milden Temperaturen mein Mountainbike gesattelt und bin zur ersten Schpfl-Tour des Jahres aufgebrochen. Das Schpfl, mit knapp 900 Metern Hhe die hchste Erhebung des Wienerwalds, ist ja schon so etwas wie mein Hausberg und ich habe mir schon eine recht anspruchsvolle fast 70 Kilometer lange Runde ber Hochstrass aufs Schpfl, weiter zum Gfhlberg (auch bei guten Bedingungen ein echtes Kriterium, wenn man nicht schieben will) und ber Laaben retour zurechtgelegt.

Diesmal musste ich den Querefeldein-Ritt auf normalerweise groteils sogar legalen Pfaden allerdings abbrechen und das Schpfl stattdessen auf der Strae umrunden. Die Schneeschmelze hat den Untergrund ordentlich aufgeweicht und von Anfang an musste ich mich durch mchtig viel Gatsch kmpfen. Das war schon auf der Geraden schwierig, bergauf dann aber ein echter Kampf.

Spter waren die Wege dann berhaupt noch voll Schnee und Eis. Ich war ja vorgewarnt, hatte das aber ignoriert… Die ersten Hrden konnte ich jedenfalls noch mit viel Balancegefhl meistern, bei der Auffahrt aufs Schpfl hab ich dann aber kapituliert. Die ist schon im Sommer nicht ganz ohne und dieses Mal htte ich bestenfalls mit Spikes eine Chance gehabt, zur Htte raufzukommen. Ich bin die Runde daher auf der Strae fertig gefahren. Das Roadbike wre unterm Strich die bessere Wahl gewesen.

Nach 2:38 Stunden und fast 50 Kilometern war die erste Bike-Tour des Jahres auch wieder vorber und ich reif fr den Hochdruckreiniger. Mit der nchsten Runde warte ich wohl besser ein wenig zu. Ein paar Tage, Wochen Tauwetter braucht es im Gelnde und im Wald schon noch, ehe die Wehe richtig fahrbar sind. Heute werde ich mir daher die Laufschuhe anziehen, meine 17-Kilometer-Runde drehen und vielleicht anschlieend noch schwimmen gehen. Wrde gut als Abschluss der Trainingswoche passen.

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Montag, 1. Mrz 2010

Schwimmtraining

Zum Laufen hat die Zeit gestern nicht gereicht, aber zum Schwimmen bin ich immerhin gekommen. Ich habe das Sportbecken des neuen Hallenbades in Wien-Htteldorf eingeweiht.

Das Bad ist ganz OK. Ein groer Vorteil fr Schwimmer ist, dass das Sportbecken auch rumlich vom brigen Erlebnisbad ist und daher kaum andere Badegste im Becken kreuz und quer schwimmen. Das Becken selbst ist zwar nur eine Kurzbahn (25 Meter), dafr war aber die mittlere Bahn fr Schwimmer abgesperrt und ich hatte die fast die ganze Zeit ber fr mich alleine. Ein groer Vorteil gegenber dem Amalienbad.

Ich bin 2×1000 Meter geschwommen, den ersten Kilometer im Kraul im mittleren Tempo, den zweiten mit jeweils 400 Metern Arm- und Beintraining. Habe mich dabei richtig gut gefhlt im Wasser. Die Laufeinheit von gestern versuche ich dann eben heute Abend nachzuholen.

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Dienstag, 2. Mrz 2010

Nachtradeln

Gestern Abend war ich fr meine eigentlich geplante Laufrunde schon wieder etwas zu spt dran, weshalb ich kurzfristig umdisponiert und wieder einmal meinen alten Freund Kettler bemht habe. Eigentlich hatte ich ja auch vor, die Radtrainings schon ins Freie zu verlegen, die Tage sind aber noch ein bisschen zu kurz dafr. Wenn ich am Freitag frher aus dem Bro komme geht das schon, sonst komme ich aber immer noch in die Nacht hinein. Und es ist nicht so lustig, in der Dunkelheit auf kaum bis gar nicht beleuchteten Straen zu fahren. Noch dazu wo berall noch der Rollsplit liegt.

Auf den Beginn der Sommerzeit muss ich aber noch ein Weilchen warten. Die Zeit wird erst am 28. Mrz umgestellt. Dann sollte es endlich bis nach 19:00 hell sein und dem Radeln nichts mehr im Weg stehen. Hoffentlich.

Aus Zeitmangel war die gestrige Trainingseinheit am Kettler auch ein wenig krzer als sonst. Nur 45 Minuten lang, dafr aber etwas intensiver, mit mehr Tempo und bei hherer Wattzahl. Ein Krafttraining also, dass ich dann noch mit 30 Minuten Turnbungen auf der Matte und Hanteltraining mit leichten Gewichten abgeschlossen habe. Das war dann zur Abwechslung auch sehr OK und auerdem ntig. Der Saft soll mir ja bei den Bewerben dann ja auch nicht ausgehen.

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Mittwoch, 3. Mrz 2010

Laufrunde

Jetzt aber. Gestern Nacht war ich endlich wieder einmal zeitig genug dran, um noch eine Laufrunde drehen zu knnen. Es war zwar auch schon wieder finster und geregnet hat es obendrein, mit den tollen GoreTex-Sachen ist mir das aber eigentlich egal. Richtig angezogen geht alles.

Die 17,6 km Runde von zuhause nach Maria Anzbach und wieder zurck habe ich in 1:34 Stunden, also mit einer Kilometerzeit von 5:23 Minuten gedreht. Das Tempo kann ich derzeit schon ganz gut durchhalten ohne dass der Puls nach oben schiet. Das bedeutet, dass ich durch das konsequente Ausdauertraining der vergangenen drei Monaten meine Kilometerzeit schon um rund 30 Sekunden pro Kilometer verbessert habe. Jetzt nicht locker lassen, dann sind bis zum Vienna City Marathon in sieben Wochen vielleicht noch ein paar Sekunden drin.

Fr den Triathlon habe ich dann ja noch weitere sechs Trainingswochen. Was das fr die Zeiten in den einzelnen Disziplinen bedeutet wird sich weisen. Weil mir die Erfahrung dabei vllig fehlt htte ich gestern nach einem krzeren Triathlon gesucht, um vor dem Ironman einen Probe-Durchlauf machen zu knnen. Dabei bin ich ber den Triathlon in Neulengbach gestolpert und hatte mich schon gefreut, dass es einen Bewerb praktisch vor meiner Haustr gibt. Bis ich entdeckt habe, dass es sich dabei um einen Double-Ultra-Triathlon handelt, bei dem 7,6 km geschwommen, danach 360 km geradelt und am Ende auch noch 84,4 km gelaufen werden mssen. Einfach irr! Das sind Distanzen, die ich in einer guten Trainingswoche schaffe, aber niemals bei einem Bewerb ohne Pause. Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt jemand als Weichei bezeichnet: Das finde ich dann doch mehr als bertrieben. Eher gehe ich noch auf den Mount Everest oder quer durch die Antarktis als daran teilzunehmen.

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Donnerstag, 4. Mrz 2010

Ruhetag & Hallenkick

Gestern war erst einmal Pause. Zeit zum Regenerieren und frh schlafen zu gehen. Das muss einmal in der Woche auch sein. Heute steht zur Abwechslung Hallenfuball auf dem Programm, was fast zwei Stunden Intensivtraining gleich kommt. Das wird sicher fein, aber auch sehr anstrengend. Unsere Fuballrunde ist zwar eigentlich recht gro. aber trotzdem gibt es fr heute Abend nur sechs Anmeldungen. Am Feld wre es auerdem viel lssiger, dort lsst uns aber der Platzwart leider noch nicht hin. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben, denn fr die nchsten Tage sind wieder Klte und Schneeschauer angesagt. In die Arbeit zu radeln kann ich mir damit vorerst auch wieder abschminken. Bis es wieder fhlbar wrmer wird muss fr die Radtrainings eben wieder der alte Kettler-Hund herhalten.

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Montag, 8. Mrz 2010

Halbzeit

102 Tage ist dieses Blog jetzt schon alt (den Hunderter habe ich glatt bersehen) und die Vorbereitung auf den Ironman ist damit auch schon zur Hlfte um. Jetzt sind es noch zwlf Wochen bis zum Bewerb und nur noch sechs Wochen bis zum Wien-Marathon als erster richtigen Herausforderung und Test des Jahres.

Noch nie habe ich mich so lange auf einen Wettkampf vorbereitet. Bei den Marathons, die ich bisher gelaufen bin hatte ich zehn, zwlf Wochen davor mit dem Training begonnen und selbst dabei noch einige Hnger. Ein bisschen bin ich daher schon auch stolz, dass ich das Training in den vergangenen drei Monaten so konsequent eingehalten habe, auch wenn es neben der Arbeit und der Familie nicht immer einfach war, fnf bis sechsmal pro Woche jeweils eine bis fast drei Stunden lang Sport zu machen.

Jetzt sehe ich aber auch, wie wichtig die lange Vorbereitungszeit wirklich ist, denn die Trainingserfolge haben sich erst nach und nach eingestellt. Auch wenn ich vor dem Trainingsbeginn nicht bergewichtig war hatte es doch einige Wochen gedauert, um den vom Brositzen schlaff gewordenen Krper wieder in Schuss zu bringen. Das ist er jetzt schon so ziemlich. Ich wiege jetzt fast vier Kilo weniger als Ende November, fhle mich auch schon viel fitter und kann in meinen Trainings bei gleicher Anstrengung und hherem Tempo viel grere Distanzen zurcklegen.

Der einzige Nachteil an dem langen Training ist, dass der Bewerb immer noch so weit weg ist und mitunter etwas der Ansporn fehlt, fr etwas zu trainieren, das erst Ende Mai stattfindet. Das Kribbeln im Bauch ist so gar nicht mehr da und Trainingspartner sind bei der immer noch anhaltenden Klte auch sehr schwer zu finden. Die Einsamkeit des Langstreckenlufers…

Das ist jedenfalls mit ein Grund, weshalb ich den Wien-Marathon laufen will und was mir an unseren Fuballrunden Spa macht. Ein Training in der Woche, bei dem ich nicht nur gegen das Wetter, die Zeit und den Weg kmpfe. Ein Rennen, bei dem so richtig Wettkampfatmosphre herrscht.

Zu den Trainings der vergangenen Tage: Das war wieder einmal ein Heimradeln am Kettler. Am Freitag gut eine Stunde, und Samstag 135 Minuten lang. Gestern, Sonntag war dann wieder einmal Pause. Zum Laufen hat mir nach dem neuerlichen Wintereinbruch die Lust gefehlt.

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Dienstag, 9. Mrz 2010

Zeitschwimmen

Seit ich das Htteldorfer Bad als zweites Trainingsbecken fr mich entdeckt habe ist die Koordination der Schwimmtrainings ein wenig einfacher. Das Bad hat nmlich auch am Montag geffnet und liegt praktisch am Weg nach Hause. Gestern Abend konnte ich mein Schwimmtraining im Vorbeifahren erledigen. Schnell ins Wasser, gut zwei Kilometer schwimmen, wieder raus, abtrocknen, Haare fhnen und mit dem nchsten Zug gleich weiter nach Hause.

Nach den vielen Trainings im 33,3 Meter Becken des Amalienbads scheint das 25 Meter Becken in Htteldorf richtig kurz zu sein. Zur Abwechslung ist das ganz lustig und geht auch um einiges flotter. Ein paar Tempo und schon ist wieder eine Lnge geschafft, Wende, abstoen und weiter geht es. Auch das leidige Beintraining fllt auf der Kurzbahn viel leichter. Immerhin hat man zumindest die Halbe Lnge ber noch ein bisschen Schwung vom Abstoen. Das ist gar nicht schlecht, denn schlielich geht es ja darum, die Technik immer weiter zu verbessern und nicht um Krafttraining fr die Beine.

Schwimmtechnisch bin ich denke ich inzwischen so weit, dass ich mir keine Sorgen mehr machen muss ob ich die 1,9 Kilometer beim Triathlon in einer halbwegs akzeptablen Zeit abspulen kann. Jetzt wird es allerdings Zeit, dass es drauen endlich einmal wrmer wird. Im Mai, also schon in acht Wochen, sollte ich mit dem Freischwimmen beginnen. Bei den aktuellen winterlichen Temperaturen kann ich mir irgendwie ganz schlecht vorstellen, dass die Seen, in denen ich trainieren knnte bis dahin Schwimmtemperatur haben. Mich friert jetzt schon.

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Mittwoch, 10. Mrz 2010

Testschwimmen

Zum Radeln im Freien ist es mir weiterhin zu kalt. Bei minus fnf Grad habe ich echt keine Lust, auf dem Renner in die Arbeit zu fahren. Also habe ich gestern Abend wieder einmal den Heimtrainer bemht, bin eine Stunde lang am Fleck geradelt und habe anschlieend noch ein bisschen am Boden herumgeturnt. Trainingstechnisch ist das eh ganz OK, allerdings war das ganze eher lustlos abgespult. Das Radeln im Zimmer nervt eben schn langsam. Ich will endlich wieder raus!

Einen kleinen Kick gibt es am Samstag. ich habe mich fr das Testschwimmen im Sportzentrum Sdstadt angemeldet, wo ich einmal ausprobieren kann, wie es ist, mit einem Neoprenanzug zu schwimmen. Ich bin schon sehr gespannt wie das wird. Angeblich fllt das Schwimmen im Neo gleich viel leichter. Zumindest habe ich das dann einmal ausprobiert und gleichzeitig auch ein Schwimmtraining auf einer 50 Meter Bahn abgespult. Die finde ich ja sonst leider nirgendwo.

Die guten Schwimm-Neos haben allerdings auch ihren Preis. 400 Euro und mehr muss man dafr auf den Tisch legen, und das ist ganz schn viel Holz, wie auch Christophe Sauseng, Organisator des Testschwimmens zugibt. Zumindest das Testen kostet noch nichts. Alsdann…

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Freitag, 12. Mrz 2010

Immer noch kalt

In der Nacht auf heute hat es wieder einmal ein paar Zentimeter geschneit und in den nchsten Tagen soll es weiter kalt bleiben, mit Schnee bis auf 300 Meter runter. Also auch auf meinen Laufstrecken und Radrouten. Ich mag ja den Winter sehr gern, aber nachdem ich derzeit nicht in die Berge zum Schifahren komme und im Wienerwald fr Wintersport immer zu wenig vom Wei liegen bleibt nervt er langsam.

Am Wochenende soll es zumindest tagsber ein paar Grad ber Null haben. Ich werde das zum Laufen ausntzen. Bis zum Wien-Marathon zu dem ich seit ein paar Tagen angemeldet bin sind es ja nur noch fnf Wochen und zwei Tage. Ich fhle mich nach dem Wintertraining zwar recht fit, aber so rasend viel bin ich in den letzten Wochen eben nicht gelaufen.

Nach zwei Tagen Trainingspause – ich hatte einfach zu viel zu arbeiten und war dann zu erschpft um wieder spt nachts am Heimtrainer zu radeln – bin ich heute gleich in der Frh ins Htteldorfer Bad zum zweiten Schwimmtraining der Woche. Das war eine gute Entscheidung, denn es waren kaum Leute dort und ich konnte mir die ganze Zeit ber die abgesperrte Bahn mit einem zweiten Schwimmer teilen. Die Kurzbahn (25 Meter) ist zwar nicht optimal fr das Langstreckentraining, aber so viel Platz hatte ich im Amalienbad noch nie. Und das spricht eindeutig frs Htteldorfer Bad.

Das Schwimmtraining heute war: 200 Meter Brust zum Einschwimmen, 1200 Meter Kraul, 400 Meter Kraul Arme (links, rechts, abschlagen, normales Armtempo), 400 Meter Beine (eine Lnge Kraul, eine Lnge Brust), 400 Meter Kraul (Tempo nach jeweils 50 Meter von langsam bis ganz schnell steigern) und 200 Meter Brust zum Ausschwimmen.

Mal sehen, vielleicht geht sich heute Nachmittag noch eine Laufrunde aus.
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Sonntag, 14. Mrz 2010

Wochenende mit Testschwimmen

Das ganze Wochenende ber war das Wetter eher besch… Der Sturm hat an unserem Haus gerttelt, als ob er jeden Moment das Dach wegfegen wrde und dazu gab es immer noch winterliche Temperaturen und Schneeschauer.

Die fr Freitag Abend geplante Laufrunde habe ich wegen des Schlechtwetters ersatzlos gestrichen. Bei aller Begeisterung fr das Outdoor-Sporteln. Wenn der Wind so heftig weht, dass der Schnee waagrecht fllt wrde ich nicht einmal meinen Hund – wenn ich einen htte – vor die Tr jagen.

Samstag Vormittag hat der Wind ein wenig nachgelassen und ich habe die Gelegenheit fr eine Laufrunde genutzt. Es war schn, wieder einmal bei Tageslicht durch den Wald zu laufen. Allerdings war die Forststrae groteils immer noch voll Schnee und das Laufen war eine ziemliche Rutschpartie. Es wre wohl besser gewesen, wenn ich statt der Laufschuhe die Langlaufschi angeschnallt htte. Trotzdem habe ich auf die 16 km einen Schnitt von 5:35 pro Kilometer hinbekommen. Bei insgesamt 600 Hhenmetern.

Am Nachmittag bin ich dann ins Bundessportzentrum Sdstadt gefahren, um dort die neue Kollektion der Speedo-Neoprenanzge zu testen. Christophe Sauseng, der mit seinen Neos derzeit durch die Bder des Landes reist und allen Ortes Testschwimmen veranstaltet ist ein ganz Netter. Vor allem legt er es nicht unbedingt drauf an, jedem gleich das Topmodell seiner drei Anzge aufzuschwatzen. Oder berhaupt gleich einen Anzug verkaufen zu wollen. Obwohl er natrlich auch ein Verkufer ist, die Vorteile seiner Anzge genau kennt und wei, wie er sie anpreisen kann.

Ich hatte vor dem Testschwimmen auf irgendeiner Website gelesen, dass man mit jedem Neo, den man probiert mindestens 500 Meter schwimmen soll, damit man auch ein richtiges Urteil abgeben kann, und das habe ich dann auch gemacht.

Als erstes bin ich ins Topmodell, den „Racer“ um 499 Euro geschlpft und dabei gleich einmal die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, so eine Gummihaut anzuziehen. Bis man richtig drin steckt und alles so sitzt wie es soll dauert es schon ein paar Minuten. Tricks gibt es da wenige, auer die Arme und die Beine abschneiden (die des Anzugs natrlich!!), was einer der anderen Testschwimmer gleich gemacht htte, wenn es sein Anzug gewesen wre.

Schlielich hatte ich es doch geschafft mir das Ganzkrper-Kondom berzuziehen, bin ins Wasser gesprungen und war berrascht, wie viel Auftrieb so ein Anzug gibt. Man muss sich damit wirklich nur noch flach aufs Wasser legen und kann dann eigentlich gar nicht mehr untergehen. Ich war zwar noch nie im Toten Meer, aber genauso wie die Bilder davon aussehen ist es mit so einem Neo. Macht Nichtschwimmer zu Schwimmern. Das alleine war schon eine sehr erstaunliche Erfahrung.

Beim Schwimmen war ich dann vom „Racer“ Anzug allerdings nicht hundertprozentig berzeugt. Es ist ein Super-Teil, keine Frage, allerdings hat der Anzug so viel Auftrieb gegeben, dass die Lage im Wasser vllig ungewohnt war. Es mag ja sein, dass es nur daran gelegen hat, dass ich noch nie in einem Neoprenanzug geschwommen bin, aber wenn man so ganz anders im Wasser liegt als sonst werden auch die Muskeln ganz anders beansprucht. Nach zwei, dreihundert Metern habe ich bemerkt, dass es in meinen Rckenmuskeln zieht – damit hatte ich beim Schwimmen bisher eigentlich noch nie ein Problem. Das Schwimmen war deshalb jedenfalls nicht ganz so easy und angenehm wie ich gedacht hatte.

Bei den anderen zwei Anzgen, dem „Elite“ (379 Euro) und dem Einsteigermodell um 279 Euro, dessen Name mir jetzt nicht einfllt, war der Auftrieb deutlich geringer und die Wasserlage war viel eher am normalen „Nacktschwimmen“. Ich persnlich bin mit den beiden Anzgen jedenfalls fast besser zurecht gekommen. Am Ende habe ich den „Racer“ nochmals probiert und bin wieder zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Wenn er auch etwas besser gepasst hat.
Selbst wenn Zeit-Tests belegen, dass man mit dem „Racer“ Anzug ein paar Sekunden schneller schwimmen kann. Voraussetzung dafr ist wohl dass man gewohnt ist, damit zu schwimmen. Profis holen damit angeblich sieben Sekunden auf 200 Meter heraus. Fr Wettkmpfer eine echte Welt, zweifellos. Aber fr mich? Das wrde auf die 1,9 Kilometer die ich beim Triathlon schwimmen muss einen Zeitgewinn von 70 Sekunden bedeuten. So viel Zeit kann man locker in der Wechselzone verlieren. Auerdem scheint es mir bei einer angepeilten Zielzeit irgendwo zwischen fnf Stunden und 30 Minuten und sechs Stunden etwas irrelevant, ob ich beim Schwimmen ein Minute schneller bin oder nicht. Ich nehme den Wettbewerb und das Training schon ernst, wei aber auch, dass ich sowieso keine Rekorde aufstellen werde. Die Kirche im Dorf lassen. Und schlielich ist alles auch eine Geldfrage. 500 Euro sind viel Geld. Auch wenn man mit so einem Schwimmanzug flott unterwegs sein und auch toll angeben knnte werde ich in den nchsten Wochen die Gebrauchtbrsen beobachten. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit, einen Anzug gnstig einzukaufen.

Eher basic war dann das Training vom Sonntag. Am Nachmittag ein leichter Spaziergang mit einer abschlieenden Rodelpartie aufs Hocheck (das war es dann wohl fr diesen Winter – bei der Abfahrt ist uns schon der erste Mountainbiker entgegen gekommen) und am Abend noch eine Stunden am Kettler mit dem blichen Bodenturnen zum Abschluss. Macht insgesamt sechs Trainings diese Woche. Das ist ja ganz schn was.

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Donnerstag, 18. Mrz 2010

Drei Tage Pause

In den letzten drei Tagen war ich irgendwie nicht richtig fit, hatte obendrein auch noch viel zu arbeiten und gestern Abend war ich dann so mde, dass an ein Training nicht zu denken war. Ich htte vielleicht eine halbe Stunde am Kettler geschafft, die habe ich mir dann aber auch geschenkt und bin stattdessen gleich ins Bett gefallen.

Nach den drei Tagen Pause fhle ich mich jetzt wieder besser aus und es ist – TADA! offenbar endlich auch der Frhling da. Drauen hat es jetzt angenehme 16 Grad, die frmlich danach rufen, aufs Rad zu steigen oder die Laufschuhe anzuziehen. Die Prognose verspricht fr die nchsten Tage anhaltende Schnwetter und milde Temperaturen. Also habe ich mir heute schon einmal Wechselklamotten ins Bro gebracht, damit ich morgen mit dem Renner in die Arbeit fahren kann ohne dabei einen Rucksack voll Gewand transportieren zu mssen. Ich freu mich schon darauf, vor allem auf die Heimfahrt. Ich hoffe doch, dass sich die Meteorologen nicht irren.

Heute Abend gibt es Lauftraining in der Sporthalle. Die Fuballrunde steht an, also rund 100 Minuten Tempolauf. Da ist es eh gut, dass ich ausgeruht bin. Aufs Feld drfen wir leider noch nicht, aber auch das dauert hoffentlich nicht mehr lang.

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Montag, 22. Mrz 2010

Kleine Pannen

Das Hallenfuballspielen Donnerstag Abend war ganz OK. Ich war wieder fit genug um die ganze Spielzeit ber Tempo zu machen. Ich wei ja – trainingstechnisch ist das fr Ausdauersportler nicht optimal, aber ohne Einsatz macht das Kicken einfach keinen Spa. Da kann ich ja gleich am Wuzzeltisch stehen. Was ja auch lustig, aber eben wieder eine ganz andere Sache ist.

Am Freitag wollte ich dann endlich wieder einmal mit dem Rennrad in die Arbeit fahren. Wollte wohlgemerkt und war dafr auch schon perfekt justiert, mit Radldress und allem was dazugehrt, als mir das wohl Dmmste seit Jahren passiert ist. Ich habe es einfach nicht geschafft, Luft in das Vorderrad meines Renners zu pumpen. Eine Dreiviertelstunde lang habe ich mich redlich bemht. Dabei geschwitzt und so manches Wort geschimpft, das ich hier nicht wiedergeben will. Schlielich habe ich klein bei und aufgegeben, mein Radtrikot wieder ausgezogen und bin mit er Bahn nach Wien gefahren.

Es hat nicht sein wollen. Abends ist es dann in der Redaktion auch noch sehr spt geworden, also konnte ich das Freitagtraining am Ende ganz vergessen. Als ich Samstag Vormittag wieder beim Aufpumpen gescheitert bin habe ich dann professionelle Hilfe gesucht. Zum Glck hat der Radshop in Pressbaum wieder geffnet. Ohne den wre ich an dem herrlichen Frhlingswochenende wohl ganz verzweifelt. Oder htte auf das Mountainbike umsatteln mssen. Was mir ja im Prinzip noch mehr Spa macht, aber der Schnee ist ja trotz der milden Temperaturen der letzten Woche von den Bergen ringsum immer noch nicht ganz weg und die meisten meiner Waldwege sind auerdem wegen der tiefen Bden noch fast unfahrbar. Also Strae. Das muss ich ohnehin trainieren.

Es war zumindest ein kleiner Trost, dass sich herausgestellt hat, dass ich nicht wirklich zu bld zum Pumpen bin und auch der Chef des Radshops war zunchst etwas ratlos. Bis er der Sache auf die Schliche kam. Das Problem war schlicht und einfach das Ventil meines Vorderrades. Es war zu kurz fr meine Pumpe. Ich htte daher so viel und so lange pumpen knnen bis ich tot umgefallen wre – die notwendigen acht Bar Reifendruck htte ich nie im Leben erreicht.

Als das Problem endlich gelst war konnte ich dann endlich zu einer ersten richtigen Ausfahrt (ber Hochstrass nach Klausen-Leopoldsdorf, St. Corona am Schpfl, zur Klammhhe, nach Neulengbach und ber den Kohlreit zurck) aufbrechen. Mein Handy-GPS hat 57 Kilometer und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 km/h gemessen. Das ist zwar weit von den 30 km/h entfernt, die ich fr den Triathlon anpeile, aber ich musste auf der Strecke auch ber 1000 Hhenmeter bewltigen. Auf der St. Pltner Triathlon-Strecke warten insgesamt nur ungefhr 620 Hhenmeter. Trotzdem werde ich um annhernd an den 30er Schnitt heran zu kommen in den verbleibenden 67 Tagen noch eifrig radeln mssen. Ich habe auerdem bemerkt, dass mir die Fe (nicht die Beine, eigentlich die Fusohlen) beim Radeln etwas weh getan haben. Mein radelnder Kollege Othmar hat mir dringend geraten, Rennradschuhe zu kaufen. Er meint, das bringe auch gut zehn Prozent beim Fahren. Kraft oder Geschwindigkeit – wie auch immer. Ich werde mich da jetzt mal umsehen. Zehn Prozent schneller sein wren auf drei Stunden Fahrzeit 18 Minuten. Das ist schon ein Unterschied.

Mit dem Laufen am Sonntag war ich schon mehr zufrieden. Ich bin meine schne 19 Kilometer-Runde ber die Forststraen der Umgebung gelaufen. Dabei war ich relativ locker und habe trotz der auch gut 500 Hhenmeter, die ich abspulen musste einen Schnitt von 5:50 erreicht. In den nchsten vier Wochen (dann ist ja der Wien-Marathon) muss ich schauen, dass ich ein bisschen ein flacheres Gelnde zum Laufen habe. Der Lengbachweg von Neulengbach Richtung Tulln wrde sich anbieten. Der ist zwar optisch nicht so reizvoll, aber zumindest flach wie Holland. Oder ich
nehme die Laufschuhe nach Wien mit und laufe hin und wieder im Prater eine Runde.

Zum Schwimmen bin ich letzte Woche gar nicht gekommen. Ich habe das Wasser auch gemieden, da ich offensichtlich vom Chlorwasser eine leichte Hautallergie im Gesicht davongetragen habe. Die ist wirklich nicht so besonders attraktiv. Bis sie abgeheilt ist konzentriere ich mich daher lieber auf das Laufen und das Radeln.

Heute, Montag habe ich wieder einmal pausiert. Ganz ehrlich waren meine Beine nach den langen Trainings vom Wochenende auch ein bisschen schwer. Einmal abwarten wie die Temperaturen morgen in der Frh sind. Vielleicht schaffe ich es ja, die 30 km in die Arbeit zu radeln. Ins Amalienbad, wo ich am Dienstag so oft war will ich wegen meiner Allergie jedenfalls vorerst nicht.

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Dienstag, 23. Mrz 2010

Abendlauf

Es ist echt super, dass die Tage wieder merklich lnger sind. Heute war es sogar noch hell, als ich abends zu meiner Laufrunde aufgebrochen bin. Naja. Ein bisschen zumindest. Ich freue mich schon auf die Sommerzeit-Umstellung am Samstag. Dann kann ich endlich auch Wochentags wieder bei Tageslicht laufen oder radeln. Und das Wetter ist auch richtig einladend dafr. Am Wochenende soll das Thermometer sogar auf 20 Grad klettern. Das wird fein. Hoffentlich bleibt das eine Weile so.

Ich bin offenbar nicht der Einzige, der vom Frhlingsbeginn angetan ist. Bei meiner Runde heute Abend sind mir mindestens zehn Lufer begegnet. Das hat mich dann doch ein wenig berrascht, denn den Winter ber war ich meistens ganz alleine unterwegs. Es ist schn zu sehen, dass es jetzt auch wieder ein paar Andere gibt, die abends noch etwas fr ihre Fitness tun. Den Winter ber habe ich mich mitunter schon gefragt, ob ich denn einen Vogel habe. Wenn ja, dann bin ich jetzt zumindest nicht mehr der einzige Spinner.

14 Kilometer waren es heute, von zuhause nach Maria Anzbach und zurck. Eine etwas flachere Strecke als am Sonntag, und das hat man auch gleich an der Zeit gesehen. Der Kilometerschnitt lag am Ende bei 5:20 Minuten. Wenn ich den Marathon in dem Tempo durchlaufen wrde kme ich auf eine Zeit von 3 Stunden 45 Minuten. Mal sehen. Vielleicht ist ja noch ein bisschen was drin. 3:40 vielleicht. Dazu msste ich einen Kilometerschnitt von 5:13 halten. Was mir jetzt mglich scheint, aber um das sagen zu knnen msste ich mir endlich einmal eine neue Batterie fr meine Pulsuhr kaufen. Vielleicht habe ich morgen dafr Zeit. Mir kommen meine Lauftrainings eigentlich immer ziemlich locker vor, aber das kann ganz schn tuschen.

Die insgeheim irgendwie doch erhoffte 3:30 er Marke werde ich aber ziemlich sicher nicht knacken knnen. Ich wei nicht, ob ich das jemals schaffe. Dazu msste ich wohl das ganze Jahr ber superfleiig trainieren.

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Donnerstag, 25. Mrz 2010

Roadbike

Gestern konnte ich endlich einmal meinen Vorsatz, in die Arbeit und wieder zurck zu radeln in die Tat umsetzen. Mein eCoach am Handy hat fr die Fahrt rein 24 km und einen Schnitt von 27,3 km/h gestoppt. Nach Hause habe ich dann die lngere aber schnere Strecke durch den Wienerwald genommen. Laut eCoach waren das dann 36 km bei 26,7 km/h Schnitt. In Summe also 60 km bei 27 km/h Schnitt, was gar nicht schlecht ist. Zumal ich sowohl beim Reinradeln in der Frh als auch beim Rausradeln am Abend einige Male bei Ampeln stehenbleiben musste.

Leider habe ich mich bei der Heimfahrt ein bisschen verfahren. Ich habe irgendwo eine Abzweigung verpasst und bin dann nach Pressbaum und nicht nach Eichgraben gekommen. Zum Schluss ist es dann wie befrchtet auch finster geworden und ich hatte kein Licht mit. Fr die letzten Kilometer habe ich daher dann die Bahn genommen.

Mit den Rennradschuhen, die ich ber eBay gekauft habe – ein Paar fast neuer SIDI-Schuhe um 35 Euro statt Neupreis: 130 Euro sollte es dann noch ein bisschen besser gehen. Erfahrungsberichte folgen demnchst.

Ich bin jedenfalls auch schon halbwegs zuversichtlich, dass ich beim Triathlon den angepeilten Schnitt von 30 km/h erreichen kann, was eine Radzeit von drei Stunden bedeuten wrde. Viel lnger sollte und mchte ich fr die Strecke nicht brauchen. Das hngt aber am Ende auch vom Wetter ab. Wenn es strmt und was wei ich wie grausig ist kann es auch deutlich lnger dauern. Immerhin muss ich danach noch 21 km laufen und darf mich daher beim Radeln nicht ganz auspowern. Da die richtige Balance zu finden wird eine groe Herausforderung.

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Montag, 29. Mrz 2010

Zeitumstellung

Endlich wurden die Uhren wurden um eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit ist da! Ich hatte es zuletzt ja schon ziemlich d gefunden, fast immer im Finsteren trainieren zu mssen. Es ist schon etwas ganz Anderes, wenn man beim Laufen oder Radeln zumindest der Sonne beim Untergehen zusehen kann, noch ein paar wrmende Strahlen erwischt und vor allem nicht auf Schritt und Tritt obacht geben muss, wohin man sich bewegt. Das war es dann wohl endgltig mit dem Winter 09/10. Jetzt muss ich blo noch mein Blog-Foto austauschen.

Heute konnte ich abends noch einen herrlichen Waldlauf machen, mir dabei das Vogelgezwitscher anhren und die Abendsonne genieen. Schnee war nur noch auf den entfernten Berggipfeln zu sehen. Bei Tageslicht und toller Aussicht macht so ein Long-Jog ber zwei Stunden (21 km bei 5:50 Schnitt) gleich viel mehr Spa. Das ist wichtig, denn in den nchsten drei Wochen bis zum Wien-Marathon mchte ich mich vor allem auf das Lauftraining konzentrieren. Wenn das Wetter passt werde ich zustzlich hin und wieder in die Arbeit radeln, das Schwimmen lasse ich aber vorerst bleiben. Zumal der Ausschlag, den ich vom Chlorwasser bekommen habe immer noch nicht ganz abgeheilt ist.

Den 5:50 Schnitt bin ich heute so locker ber die Halbmarathondistanz gelaufen, dass ich am Ende der Strecke fast berrascht war. Die ganze Marathondistanz sollte eigentlich kein groes Ding sein. Fragt sich blo, welche Zeit am Ende herausschaut. Ich laufe zwar nur gegen mich selbst, ein bisschen ehrgeizig bin ich aber natrlich schon. Sonst wrde ich das alles ja gar nicht machen und eine Zeit unter 3:45 ist schon ein Ziel. Dafr msste ich die 42km in dem Tempo durchhalten, in dem ich am Samstag meine 16km Runde nach Maria Anzbach gelaufen bin. Das knnte hinkommen.

Die weiteren Trainings der letzten Tage: Am Freitag bin ich wieder mit dem Renner in die Arbeit gefahren. Morgens 26 km mit 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (es geht ja doch!) und abends die 37 km lange Wienerwald-Route mit Gegenwind bei 24 km/h Schnitt. Zum Schluss hin war es schon wieder recht finster, aber das Problem sollte jetzt – Sommerzeit sei dank – auch gelst sein. Immerhin habe ich mich nicht wieder verfahren und wei jetzt genau, wo ich abbiegen muss.

Gestern, Sonntag gab es ein Spezial-Krafttraining als Holzfller. Letzte Chance, den berzhligen Bumen ans Holz zu gehen, ehe sie wieder voll Laub sind. Das war super, aber danach (und heute auch noch) tat mir alles weh. Zum Glck bin ich kein Forstarbeiter von Beruf.

Dienstag, 6. April 2010

Laufwoche

Die Osterferien sind auch schon wieder um und waren – wie das bei Ferien nun mal so ist – wieder einmal zu kurz. Das Wetter war aber optimal zum Trainieren, und weil in zwei Wochen der Wien-Marathon als groer Test fr den Triathlon ansteht habe ich mich in der Ferienwoche auf das Laufen konzentriert. Insgesamt fnf Lauftrainings steht nur ein ganz lockeres Radeln (keine 30 km und die am Neusiedlersee, also ohne einen einzigen Hgel) gegenber.

Beim Laufen hab ich dafr nach einem lockeren Lauf ber 17 km bei einem Durchschnittstempo von 5:50 Minuten pro Kilometer am Mittwoch das Tempo angezogen. Am schnellsten war ich am Freitag unterwegs. 17,9 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12,1 km/h ergeben einen Kilometerschnitt von 4:57 Minuten. Wenn ich das Tempo beim Marathon durchhalten knnte wre sogar eine Zeit von 3:30 Stunden mglich. Allerdings glaube ich da selber nicht wirklich dran. Am Samstag bin ich die gleiche Strecke mit 5:17 Minuten Schnitt und am Sonntag in 5:12 Minuten gelaufen, was eine Zielzeit von ungefhr 3:40 bis 3:45 erwarten lsst. Das ist etwas realistischer. Mit 3:40 wre ich ehrlich gesagt schon sehr zufrieden. Das wre immerhin 15 Minuten schneller als bei meinem letzten Antreten vor zwei Jahren. Aber das ist noch alles Spekulation. Zuerst berhaupt einmal ins Ziel kommen. 42 km sind und bleiben eine Challenge, auch wenn ich mich nach dem Wintertraining so fit wie seit einer Ewigkeit nicht mehr fhle.

Ansonsten gibt es wenig Neues. Auer dass meine Triathlon-Ausrstung wieder um zwei Stck kompletter wurde. ber eBay habe ich um 35 Euro ein Paar fast neuer SIDI-Rennradschuhe ersteigert und der Osterhase hat einen Radcomputer ins Nest gelegt, den ich in den nchsten Tagen einmal auf meinem Lumen montieren werde.

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Donnerstag, 8. April 2010

Enstpannungswochen

Nur noch eineinhalb Wochen bis zum Wien-Marathon und dann nur noch sechs Wochen bis zum Ironman Triathlon. Aus heutiger Sicht war es eine gute Entscheidung, den Marathon als groen Test ein paar Wochen vor dem Triathlon einzuplanen. Es mag sein, dass ich nach dem 18. April anders darber denke und meinen Ehrgeiz verwnsche, aber immerhin jetzt stellt sich immerhin ein bisschen Wettkampf-Fieber ein, und das ist nach den langen Wochen und Monaten Training schon ein ganz anderes Gefhl.

Bis zum 42 km Lauf soll ich jedenfalls mit meinen Krften gut haushalten. Heit die Trainingsdauer und die Intensitt reduzieren, damit ich ausgeruht an den Start gehen kann. Das ist fein. Zwei Wochen lockeres Training zwischendurch.

Gestern Abend habe ich also einen 10 km Genusslauf durch den Wald absolviert, bei 5:40 Minuten auf den Kilometer und war danach richtig frisch. Heute bin ich die 26 km in die Arbeit wieder mit dem Renner gefahren. Super. Bei dem Wetter…. 18 Grad, nur ein bisschen Wind und Sonne. Wenn alles klappt, dann wird heute Abend auch noch die Rasenfuballsaison erffnet. Yesss!

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Freitag, 9. April 2010

Pause

Von wegen Entspannung. Nach dem gestrigen Radtraining auf dem Weg in die Arbeit und zurck (ca. 65 km) dachte ich noch, dass alles ganz easy war und dass ein kleines Kickerl auch noch niemand umgebracht habe.

Heute in der Frh hatte ich meine Meinung allerdings gendert. in Summe war das Pensum des Donnerstagstrainings (Radeln und Fuball) doch ganz anstndig. Obwohl ich mich beim Kicken doch zurckgehalten habe. Zu hoch jedenfalls fr eine Relax-Woche, haben meine Beine heute frh gemeint, weshalb ich mir fr einen Ruhetag verordnet habe und trotz bestem Wetter mit der Bahn in die Arbeit gefahren bin.

Fr das Wochenende ist nur ein lockerer Dauerlauf, allerhchstens ein kurzer zweiter oder lockeres Schwimmen geplant. Im Bad war ich ja schon lange nicht mehr.

Zum Glck habe ich mich nicht fr den Linz-Marathon sondern fr den in Wien angemeldet. Der Linzer wre schon diesen Sonntag, und da soll das Wetter besonders schlecht sein. Sechs Grad, Wind und Regen klingen eher abschreckend. Fr den 18. April ist die Prognose viel besser. Schlechtwetterlufe hatte ich schon genug. Und ber 42 km muss ich das nicht unbedingt haben. Mir reicht es schon, wenn ich beim Wien-Marathon meine Wettschuld einlsen muss. 2008 hatte ich gewettet, dass sterreich bei der EURO gegen Deutschland zumindest ein Unentschieden rausholt. Mein Wetteinsatz war, dass ich den nchsten Marathon im Deutschland-Trikot laufe, wenn das nicht der Fall ist. Da muss ich jetzt durch. Don’t blame me. Das 0:1 Freistotor von Michael Ballack gehrt ganz klar Jrgen Macho. Htte er das Tormanneck besser im Auge gehabt knnte ich im si-Trikot an den Start gehen.

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Sonntag, 11. April 2010

Holzarbeiter

Entspannung ist etwas Anderes, ich wei. Aber die Gelegenheit war gnstig. Und was getan werden muss muss getan werden. Also wurde das geplante lockere Lauftraining dieses Wochenendes gestrichen. Stattdessen habe ich ein Krafttraining der besonderen Art hinter mir. Mit Traktor, Seilwinde und zwei Motorsgen ging es unseren gut 40 Jahre alten und bis zu 30 Meter hohen Baumriesen ans Holz. Am Samstag wurden zwlf dieser Monster umgelegt und zerstckelt, am Sonntag musste dann das Gest – ganze Berge davon – entsorgt werden. Uff!

Samstag Abend war ich nach fast zwlf Stunden im Holz so foxi, dass ich auch nicht mehr die Energie hatte, mir das „Classico“, das Match zwischen FC Barcelona und Real Madrid, anzusehen. Da war Sendepause.

Ich muss jetzt wirklich zusehen, dass ich in der nchsten Woche mit meinen Energien gut haushalte und Zeit fr ein paar lockere Laufeinheiten finde. Nchsten Sonntag ist ja der Vienna City Marathon und da…. tja, da wird sich zeigen, wie gut das Training der letzten Monate war.

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Montag, 12. April 2010

E-Coaches

Eigentlich hatte ich vor, heute Abend einen lockeren Dauerlauf ber 15 Kilometer zu machen. Da es aber nach dem langen, anstrengenden Tag im Bro aber Schusterbuben geregnet hat und ich obendrein von der Holzarbeit des Wochenendes noch recht mde war habe ich das bleiben lassen und werde die Vorbereitung fr den Wien-Marathon erst morgen wieder angehen.

Als kleine Untersttzung und Motivation kann ich dabei ein neues Spielzeug, die GPS-Uhr Garmin Forerunner 310 XT, ausprobieren. Ich habe die Uhr mit dem Radcomputer Garmin Edge 500 vor ein paar Tagen zum Testen bekommen. Das werde ich in den nchsten Wochen auch ausgiebig tun und hier davon berichten.

Zum Forerunner gibt es auch einen Herzfrequenzsensor, der mir hoffentlich hilft, meinen Puls am Sonntag niedrig zu halten und das Lauftempo richtig zu dosieren. Ich habe es ja seit Monaten nicht geschafft, eine frische Batterie in eine meiner beiden saftlosen Pulsuhren einbauen zu lassen. Fr einen solchen Batteriewechsel braucht man ja einen Spezialisten, und irgendwie hatte ich bisher nie Zeit oder der Uhrmacher geschlossen.

Sei’s drum – jetzt habe ich erst einmal den Garmin, den ich bei den nchsten Trainings kennenlernen muss. Den Forerunner sollte ich beim Marathon blind bedienen knnen, damit ich beim Laufen nicht unntig abgelenkt werde. Kompliziert sollte das aber ohnehin nicht sein. Beim Radcomputer Edge war jedenfalls sofort alles klar. Und vor allem war der auch superschnell und einfach montiert. Einfach mit Gummibndern am Lenker festmachen und fertig. Ein groer Pluspunkt gleich zum Start. Mit dem Radcomputer, den ich vor einer Woche bei Sports Experts gekauft habe – ein Standardgert von CicloSport – hatte ich ja wenig Glck. Den kann ich nur auf meinem Mountainbike montieren oder meinen Kindern schenken. Dessen Sensor passt nmlich nicht auf die dicken Speichen der Carbonfelge meines Rennrades. Wenigstens hat er auch nur 20 Euro gekostet. Da ist nicht sonderlich viel vertan.

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Freitag, 16. April 2010

Noch drei Tage zum VCM

Drei Tage noch bis zum Wien-Marathon, dem groen Testlauf fr den Ironman. Die ganze Woche war trainingsmig eher verbockt, und daran ist nicht nur der Dauerregen schuld.

Am Montag musste ich mich von der Holzarbeit des Wochenendes erholen, am Dienstag musste ich in der Redaktion eine Sonderschicht bis zum Mittwoch um fast fnf Uhr morgens einlegen und mich dann am Mittwoch einmal richtig ausschlafen. An ein Training war da nicht zu denken. Gestern Abend hat es dann immer noch Katzen und Hunde geregnet und da es auch schon wieder dunkel war bis ich zuhause war habe ich das Laufen dann wieder bleiben lassen und stattdessen eine Stunde lang am Heimtrainer geradelt. Immer noch besser als gar nichts.

Heute, Freitag, soll ich wieder pausieren, viel Nudeln und andere Kohlehydrate essen, um fr den Sonntag gut gewappnet zu sein. Auch eine Art von Training 🙂 Zumindest hat der Regen inzwischen wieder aufgehrt und die Prognose fr das Wochenende ist auch recht gut. Das letzte Training vor dem Marathon wird eine lockere halbe bis dreiviertel Stunde am Samstag sein. Ich hoffe, dass ich mich da mit dem Forerunner bekannt machen kann. Bisher hatte ich dafr ja noch berhaupt keine Zeit.

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Montag, 19. April 2010

Marathon K(r)ampf

Den Vienna City Marathon als Testlauf fr den Triathlon mitzumachen war am Ende vielleicht doch keine so gute Idee. Meine Beine sagen jedenfalls auch jetzt noch ganz laut AUTSCH!

Doch der Reihe nach: Im Deutschland-Trikot zu laufen war noch das geringste bel. Ich musste meine Wettschuld aus dem Jahr 2008 einlsen. Damals hatte ich gewettet, dass sterreich gegen Deutschland bei der EURO zumindest ein Unentschieden herausholt. Das Freistotor von Michael Ballack, dem ein unntiges Foul von Andreas Ivanschitz voranging und bei dem Jrgen Macho im Tor keine allzu gute Figur machte war der Grund dafr. So gesehen finde ich es nur fair, dass Constantini weder Ivanschitz noch Macho einen Platz in der Nationalelf gibt. Meine Vermutung: Constantini hat eine hnliche Wette wie ich abgeschlossen und ist immer noch sauer, weil ihm die beiden den Einsatz gekostet haben.

Abgesehen davon, dass am Start zwei Obersterreicher meinten, ich wre mt meinem DFB-Trikot auf der falschen Veranstaltung musste ich aber keine versteckten Fouls ertragen.

Der Marathon hat sich recht gut angelassen. Ich war vom Start weg recht gut drauf, habe darauf geachtet, es nicht zu schnell anzugehen und den Puls niedrig zu halten. Nach den ersten 5 bis zehn Kilometern hatte ich mich gut warmgelaufen und war fein auf Kurs in Richtung 3:40 Stunden Zielzeit, mit Kilometerzeiten von rund 5 Minuten und 10 Sekunden. Das ging so gut, dass ich nach der Halbmarathondistanz schon berlegt habe, wann ich denn am besten einen Zahn zulegen soll, um es mit einer Zeit von 3:3x Stunden ins Ziel zu schaffen. Konditionell fhlte ich mich dazu auf jeden Fall frisch genug. Ich hatte mir ausgemalt, ab Kilometer 30 schneller zu werden und dann ab Kilometer 37 noch einen Zahn zuzulegen.

Dann aber kamen die Probleme. Kurz vor Kilometer 25 begann es im linken Oberschenkel zu zwicken und ich musste Tempo herausnehmen. Die nchsten fnf Kilometer bin ich in sechs Minuten/km gelaufen und dabei habe ich gehofft, dass sich der Krampf wieder lsen wird. Leider war das Gegenteil der Fall. Bald darauf sprte ich die Krmpfe auch im Unterschenkel und dann auch im rechten Bein. Statt ab Kilometer 30 wieder schneller musste ich immer langsamer werden. Ich konnte einfach keine schnellen Schritte mehr machen. Jeder Versuch wurde von einem stechenden Schmerz begleitet. Die letzten zwlf Kilometer waren eine einzige Qual und meine Kilometerzeiten sind bis zum Ziel auf ber acht Minuten angestiegen. Das war eine Enttuschung, zumal ich so fit gewesen wre, dass die Distanz als solches gar kein Problem gewesen war. Mein Puls war zum Schluss bei 140 Schlgen, fast 30 unter dem was ich fr den Zieleinlauf angepeilt hatte. Aber da ging nichts mehr. Ich musste viele Lufer, die ich davor ganz locker berholt hatte wieder passieren lassen und sah nach und nach meine Zeit-Ziele schwinden. 3:3x abgehakt. 3:4x unerreichbar. Die Zielzeit von 2008 3:55 nicht mglich. Unter 4:00 chancenlos. Am Ende hatte ich nur noch das Ziel, durchzuhalten. Auf den letzten 3 bis vier Kilometern nicht aufzugeben und ins Ziel am Heldenplatz zu kommen, was mir dann mit 4:09:41 auch gelungen ist. Mein Leiden kann hier nachgeklickt werden.

Im Ziel hat dann die Freude ber den mit Zhne zusammenbeien und die letzten mentalen Krfte mobilisierten erreichten Zieleinlauf doch ber die Enttuschung berwogen. Ich war zwar eine halbe Stunde lnger als geplant unterwegs, aber dieser Zieleinlauf war der bisher am hrtesten erkmpfte. Und dank der vom Roten Kreuz zur Verfgung gestellten Masseure konnte ich nach einiger Zeit sogar wieder einigermaen weiterhumpeln.

Die Krmpfe und der Muskelkater machen mir auch heute noch zu schaffen, aber nicht so sehr, als dass ich nicht schon wieder weiterdenken wrde. Heute mache ich noch einen Tag lang Pause, aber morgen will ich schon wieder mit dem Training weitermachen. Die nchsten Tage zum regenerativen Schwimmen und Radeln nutzen, bis die Nachwehen des Marathon abgeklungen sind.

Mir bleiben noch sechs Wochen bis zum Triathlon. Und damit ich beim IronMan dann nicht mit hnlichen Problemen zu kmpfen habe kommt ab jetzt Magnesium als Ergnzungsmittel zustzlich auf den Speiseplan.

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Mittwoch, 21. April 2010

Neubeginn

Gleich nach dem verkrampften Marathon war ich ehrlich gesagt ein wenig frustriert. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass es nicht so gut gelaufen ist und habe sogar etwas Positives daran entdeckt. Eine Ursache fr die Krmpfe knnte nmlich gewesen sein, dass ich keine lange Laufhose an hatte und es fr unten kurz einfach zu frisch war. Auch wenn der Groteil der Lufer so unterwegs war. So kalt erwischen werde ich mich jedenfalls nicht mehr lassen und zum Triathlon am 30. Mai mit Sicherheit auch meine guten GoreTex-Sachen einpacken. Zum Laufen ebenso wie zum Radeln und ohne einen Neoprenanzug werde ich auch mit Sicherheit nicht ins Wasser gehen.

Zwei Tagen Pause sind auch die Post-Marathon-Schmerzen in meinen Beinen fast ganz abgeklungen. Meine Beine jetzt jedenfalls wieder locker genug, damit ich mein Training wieder aufnehmen kann und die Kraft ist mit den vielen Nudeln, die ich in den letzten Tagen gegessen habe auch wieder zurck gekommen.

Eigentlich hatte ich vor, es heute einmal mit einem ganz lockeren Schwimmtraining anzugehen, aber ins Bad schaffe ich es heute zeitlich nicht mehr. Stattdessen werde ich eben zur CL-Partie zwischen Bayern und Lyon am Abend den alten Herrn Kettler bemhen und ber die 90 Minuten Spielzeit (plus 15 Minuten Pause) ein leichtes, regeneratives Radtraining absolvieren. Ins Bad geht es dann eben morgen. Ich mchte zusehen, dass ich diese Woche wieder in meinen Trainingsrhythmus von fnf bis sechs Einheiten pro Woche komme.

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Donnerstag, 22. April 2010

Zurck im Wasser

Das Radeln gestern Abend ging schon wieder ganz prima. Und das Champions League Halbfinale zwischen Bayern und Lyon war als Unterhaltung auch kurzweilig genug fr den Heimtrainer. Sofern man als Zuschauer nicht auf Seiten der Franzosen war. Mir war das ehrlich gesagt egal, aber die Bayern waren ganz klar besser. Bei der Leistung der Lyons wundert mich, wie es die Mannschaft ins Halbfinale geschafft hat.

Ich habe jedenfalls das ganze Match durch (plus Nachspielzeit und Pause) im Grundlagen-Ausdauertempo am Kettler geradelt, was am Ende eine 110 Minuten lange Trainingseinheit ergab. Das war offenbar auch ein gutes Mittel, um die immer noch vom Marathon beleidigten Beine wieder zu lockern. Heute frh war von den VCM-Nachwehen jedenfalls nichts mehr zu spren und nach vierwchiger Pause – auch aufgrund meiner Chlorallergie – bin ich noch vor der Arbeit wieder einmal ins Amalienbad, um mein 2km-Schwimmtrainingsprogrammm abzuspulen:

200 Meter Brust zum Einschwimmen
400 Meter Kraul
400 Meter Kraul Beine mit Schwimmbrett
400 Meter Kraul Arme mit Pull Buoy (1 Bahn linker Arm, 1 Bahn rechter Arm, 1 Bahn Abschlagen, 1 Bahn normale Armtempo)
400 Meter Kraul
200 Meter Brust zum Ausschwimmen

Auch das ist erfreulich gut verlaufen und es tat richtig gut, wieder einmal im Wasser zu sein. Die nchsten Trainings knnen ruhig kommen.

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Freitag, 23. April 2010

Und noch ein Schwimmtraining

Heute bin ich gleich wieder vor der Arbeit ins Bad. Ich habe das gleiche 2km-Programm wie gestern abgespult, aber auf der 25 Meter Kurzbahn des Htteldorfer Bades statt auf der 33 Meter Bahn des Amalienbades. Das ist vor allem bei den 400 Meter Kraul Beine ein groer Vorteil, denn je lnger das Becken ist umso zher wird es am Ende jeder Bahn, nur mit Beine strampeln zur Wende zu kommen.

Mit meinen Schwimmleistungen bin ich an und fr sich schon recht zufrieden und ich freue mich auch schon darauf, bald einmal in natrliches Wasser, einen See oder meinetwegen auch in die Alte Donau rein zu knnen. Dazu brauche ich aber unbedingt noch einen Neoprenanzug, denn obwohl schon der April zu Ende geht gab es heuer noch wenige warme Tage. Die Gewsser drften daher noch ziemlich kalt sein. Auch das Badeschiff im Wiener Donaukanal, das ich von meinem Arbeitsplatz aus sehen kann, wirkt derzeit noch nicht wirklich einladend.

Gestern htte ich schon beinahe einen Neoprenanzug gekauft. Ich hatte einen gnstigen gebrauchten gefunden und probiert, aber leider nicht reingepasst. Schade, aber ich werde schon noch einen passenden Anzug finden. Damit wre dann meine Ironman-Ausrstung bis auf ein paar Kleinigkeiten komplett.

Am Wochenende soll das Wetter schn sein. Geplant ist die eine oder andere lngere Rad-Ausfahrt. Ob mit dem Renner oder mit dem Mountainbike entscheide ich dann kurzfristig nach Lust und Laune.

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Montag, 26. April 2010

Sport-Wochenende

Am Wochenende gab es perfektes Frhlingswetter, ideal zum Trainieren und frs Radeln.

Am Samstag musste ich mich trotzdem mit einer auerordentlichen Trainingseinheit begngen. Nach der Holzfller-Aktion von vor zwei Wochen warteten die Holzscheite darauf, ordentlich aufgerichtet zu werden. Ich hatte nicht gedacht, dass es so lange dauern wrde, aber letztlich ging der ganze Tag drauf. Ich schtze, dass das als Krafttraining durchgeht.

Am Sonntag konnte ich aber dann endlich mit dem Mountainbike eine ordentliche Ausfahrt machen. Ich bin meine „Hausrunde“ gefahren, von Eichgraben nach Hochstrass, weiter aufs Schpfl, dann auf den Gfhlberg und ber Laaben und das Schpfl wieder zurck. 50 km, knapp 1600 Hhenmeter und vier Stunden Fahrzeit mit teils sehr giftigen Anstiegen und Downhill-Trails bei denen man den richtigen fahrbaren Untersatz braucht.

Das KTM Lycan 1.0 hat den Hrtetest mit Bravour bestanden. Kein Vergleich zu dem alten Scott-Bike, mit dem ich mich in den vergangenen Jahren ber die Strecke geqult habe. Bei den Anstiegen souvern und hervorragend fahrbar. Steigungen, die mit dem alten Rad fast unfahrbar waren konnte ich ohne Pause durchradeln und auch die haarigsten Abfahrten durch Grobschotter, Wurzelwerk und Matsch konnte ich mit dem Lycan problemlos durchfahren, ohne in Sturzgefahr zu kommen. Sicher braucht man auch damit viel Kraft, Knnen und Kondition, aber mit einem solchen Rad macht Mountainbiken richtig Spa! Ich freue mich schon auf eine mehrtgige Bergtour.

Und – trara! Endlich habe ich auch einen gnstigen, passenden Neoprenanzug gefunden. Einen 3 x getragenen Orca Evo um 80 Euro (statt Neupreis 240 Euro). Den sollte ich in den nchsten Tagen mit der Post bekommen. Ich freue mich schon darauf, damit ins Wasser zu gehen.

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Mittwoch, 28. April 2010

Wieder eine kleine Panne

Noch fnf Wochen bis zum Triathlon, auf den ich mich jetzt schon seit 20 Wochen vorbereite. Irgendwie eigenartig. Noch nie habe ich so lange und intensiv auf einen Wettbewerb trainiert, fr keine Prfung so konsequent gelernt und kaum jemals etwas so lange vorbereitet. Trotzdem wei ich noch immer nicht, was da am 30. Mai auf mich zukommt.

Vielleicht wird es auch ein totaler Reinfall, weil irgendwas Unvorhergesehenes passiert. Wie gestern, als ich wieder einmal mit dem Rennrad in die Arbeit gefahren bin und whrend der Fahrt zwei der drei Schrauben verloren habe, mit denen die Schuhplatten an den Rennradschuhen befestigt sind. Das ist eigentlich kein groes Mallheur, aber als ich dann bei einer Ampel stehenbleiben musste kam ich deswegen mit dem Fu nicht aus dem Pedal heraus und habe mich mitten auf der Kreuzung hingelegt. Zum Glck ist nichts passiert, aber das htte auch ins Auge gehen knnen. Nachts habe ich dann gleich getrumt, dass die Carbonfelge des Vorderrads beim Triathlon whrend der Fahrt zerbrselt und ich einen Abflug in den Straengraben mache.

Inzwischen habe ich neue Schuhplatten gekauft (die Schrauben alleine gibt es natrlich nicht) und werde eben heute Abend wieder mit dem Renner die knapp 40 km nach Hause fahren. Das Wetter ist ja ideal dafr.

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Donnerstag, 29. April 2010

On the road again

Einige meiner Bekannten wollen immer noch nicht recht glauben, dass ich die Strecke von Wien nach Eichgraben – noch dazu den Umweg von Liesing ber Kaltenleutgeben, Klausen Leopoldsdorf und Hochstrass – wirklich mit dem Rad zurcklege. Nicht einmal, wenn ich ihnen erklre, dass das fr mich ein schnes Training ist und dass ich mit dem Rad kaum langsamer bin als mit dem Zug. Nicht dass ich so schnell radeln wrde wie die Bahn fhrt, aber ich muss mich eben an keinen Fahrplan halten und kann losfahren, wann immer ich will. Auerdem ist es herrlich, wenn ich mich nach einem anstrengenden Tag im Bro aufs Rad setzen und nach Hause treten kann. Noch dazu wenn das Wetter und die Temperaturen so angenehm sind wie heute. Abschalten und los.

Natrlich muss ich auch mit dem Lumen, das keine zehn Kilo wiegt, krftig reintreten, damit sich etwas bewegt, aber das mache ich ja gerne. So gerne, dass ich mich mitunter frage, ob das eigentlich als Training durchgeht.

Blo fr die Arbeitssachen und mein Gewand muss ich mir noch eine bessere Lsung einfallen lassen. Im Bro eine Garderobe anlegen und nur noch ganz wichtige Sachen mit nach Hause nehmen. Wenn ich mit dem Mountainbike unterwegs bin strt mich der Rucksack nicht, am Renner ist das aber anders. Man sitzt eben ganz anders drauf. Die klassische Rennradhaltung im Gegensatz zur der auf einer Moto Cross Maschine. Da ist es ist einfach lstig, wenn der Rckenbeutel stndig herumrutscht.

Und fr die Statistik hier noch die Eckdaten des heutigen Trainings: 37,6 Kilometer, Fahrzeit 1 Stunde 31 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 24,0 km/h, ca. 700 Hhenmeter. Nchstes Mal nehme ich den Garmin Edge 500 mit, dann kann ich das genauer sagen.

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Freitag, 30. April 2010

Fuballabend

Und wieder ein sehr schnes Training: War ein feines Kickerl gestern Abend, bei sehr Flutlicht und herrlich milden Temperaturen am Sportplatz. Am Rasen zu spielen ist doch etwas ganz Anderes als in der Halle. Es macht einfach mehr Spa. Es war jedenfalls ein gutes, 90 Minuten langes Lauftraining bei ganz anstndigem Tempo, garniert mit ein paar schnen Toren.

Heute Abend steht dann ein lockerer Waldlauf auf dem Programm. Ich werde wieder einmal nachsehen, was es auf der 19km Runde Neues gibt. Vermutlich gar nichts. Und am Wochenende werde ich mir einmal die 90 km Radrunde, die ich beim Triathlon fahren muss, ansehen. Ich mchte vor allem bei den Steigungen wissen, was auf mich zukommt. Es ist einfach gut, wenn man die Strecke kennt und wei, wie man sich die Kraft einteilen muss.

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Montag, 3. Mai 2010

Noch vier Wochen

Vier Wochen noch bis zum Triathlon. Eigentlich msste ich in den nchsten zwei Wochen noch einmal richtig Gas geben und mich beim Training ordentlich reinhauen. Zumindest i dieser Woche sieht es damit aber nicht ganz so gut aus. Ich bin beruflich in Sdafrika und habe ungefhr eine Million Termine vor mir. Die Lauf- und die Schwimmsachen habe ich zwar eingepackt, aber ob ich sie auch verwenden kann wird sich erst herausstellen. Obendrein habe ich heute beim Hinflug und am Sonntag beim Rckflug jeweils eine ganze Nacht im Flieger vor mir. Auch nicht optimal.

wenigstens bin ich am Wochenende ganz gut zum Trainieren gekommen. Die 90km Radrunde konnte ich zwar nicht machen, aber immerhin habe ich meinen 20km Waldlauf und ein paar weitere Einheiten absolviert. War ganz gut. Und meinen Neo habe ich inzwischen auch. Jetzt nicht in Sdafrika mit, aber immerhin. Ausgerstet wre ich damit also schon ganz super. Am Equipment wird es also nicht liegen, wenn ich am Ende vielleicht doch frchterlich abbeie. Ausreden gibt es nicht. Jetzt heit es durchbeien.

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Dienstag, 11. Mai 2010

noch drei Wochen

Die Sdafrika-Reise vergangene Woche hat mich ein wenig aus dem Trainingskonzept gebracht. Ich hatte insgesamt nur zwei Mal jeweils eine Stunde Zeit zum Laufen (auf dem Laufband) und einmal 90 Minuten zum Radeln (auch nur am Ergometer). Zustzlich habe ich noch ein bisschen mit den Bodybuilder-Maschinen herumgespielt. Zum Schwimmen bin ich gar nicht gekommen.

Ich konnte jedenfalls immer nur leichte Trainings bei geringer Intensitt machen, denn sonst wre ich im Fitnessraum kollabiert. Wie sehr die lange, ermdende Reise und die mit Terminen gespickten Tage an meiner Substanz gezehrt haben wurde mir erst bewusst, als ich zum ersten Mal auf das Laufband gestiegen bin. Es hat mich einiges an berwindung gekostet, die zehn Kilometer abzuspulen und nicht gleich wieder das Handtuch zu werfen. Beim zweiten Mal und beim Radeln ging es etwas besser, aber von der Normalform war ich auch da weit entfernt. Jetzt muss ich schauen, dass ich in den nchsten drei Wochen wieder die im letzten Halbjahr aufgebaute Form erreiche. Heute geht es schon wieder los. Jetzt am Abend steht die 37km Wienerwald-Radroute am Programm.

Und dann hoffe ich, dass mein auf der Rckreise verloren gegangener Koffer mit meinen Laufschuhen und den Schwimmsachen bald wieder auftaucht.

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Freitag, 14. Mai 2010

Gelandet

Endlich ist auch mein Koffer aus Sdafrika angekommen und ich habe meine Laufschuhe und die Schwimmsachen wieder. Gerade rechtzeitig, denn die Wettervorhersage fr das Wochenende ist extrem mies. Nichts fr Radausfahrten und auch nichts frs Freischwimmen im Neoprenanzug, was ansonsten meine beiden Alternativen gewesen wren.

Ich will mir jetzt keinesfalls eine Erkltung holen, die mich dann die nchsten Wochen begleitet. Also werde ich das Wochenende eher zum Schwimmen im Hallenbad nutzen und in den Regenpausen eine oder zwei halbflotte Laufrunden drehen.

Gestern Abend stand wieder einmal ein Fuballtraining am Plan und ich war nachher recht zufrieden. Ich bin viel gelaufen, habe keinen Weg gescheut und hatte nach ber einer Stunde schnellen Spiels noch Luft. Konditionell voll auf der Hhe. Toll. Das wnsche ich mir auch fr den 30. Mai. Und ein bisschen schneres Wetter als derzeit bitte auch. Ich rede ja gar nicht von Sonnenschein. Aber ein Wettkampf ohne Regen wre schon super.

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Dienstag, 18. Mai 2010

Tapering

Noch zwei Wochen bis zum Wettkampf. Ab jetzt ist nur noch leichtes Training, Relaxen und Erholung angesagt. Tapering nennen das die Profis. Heit den Trainingsumfang vor einer groen Ausdauerleistung zurcknehmen, um dann voll Kraft und Saft antreten zu knnen. Wegen meiner Sdafrika Reise und der darauf folgenden harte Arbeitswoche dauert das Tapering bei mir etwas lnger. Hoffentlich nicht zu lang, aber was… Es wird schon gut gehen.

Das Wetter war in den letzten Tagen richtig mies. Zum Radfahren sowieso, aber sogar zum Laufen und ins Bad bin ich auch nicht gekommen. Also habe ich wieder einmal den alten Kettler bemht, um nicht das ganze Wochenende ber nur am Schreibtisch zu sitzen und wenigstens ein bisschen Bewegung zu machen.

Zum Glck ist der schlimmste Arbeitsstress jetzt hinter mir und bis zum Wettkampf sollte das halbwegs so bleiben. Lange htte ich das ohnehin nicht mehr durchgehalten.

Mein Trainingsprogramm fr die letzten 13 Tage: Ein paar Laufrunden, einmal noch eine lngere Strecke mit dem Renner fahren und den Neopren wrde ich auch gerne einmal testschwimmen. Vielleicht geht sich heute Abend schon eine kleine Laufrunde und morgen eine Schwimmeinheit aus. Wre nicht schlecht.

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Mittwoch, 19. Mai 2010

Regeneration

Ich muss in den nchsten Tagen eher ein bisschen regeneratives Training machen, sonst holt mich der Teufel. Gestern Abend wollte ich ein bisschen laufen oder am Heimtrainer radeln, aber ich hatte dafr keine Power mehr. Bin um halb neun ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen. In den letzten zwei Wochen habe ich fast pausenlos gearbeitet, tglich lange in die Nacht hinein, auch am Feiertag und am Wochenende. Dabei habe ich leider nicht nur zu wenig trainiert sondern auch viel zu wenig Schlaf bekommen. So viel zu dem Irrglauben, dass Broarbeit nicht anstrengend ist.

Bis zum Wochenende hoffe ich dass ich wieder frisch bin. Da geht sich vielleicht noch ein intensiveres Training aus, das drfte es aber dann auch schon gewesen sein. Aus heutiger Sicht bin ich ganz ehrlich froh, wenn ich am 30. Mai zu den Finishern gehre. Ist ja auch etwas. Alle anderen, die vor mir liegen haben dann einen mehr, den sie (leicht) schlagen knnen. Da haben die auch etwas von meinem Antreten: Einen zustzlichen Ego-Boost, wenn sie am Ende ins Klassement schauen 😉 Die sechs Stunden Grenze wird sich schon irgendwie ausgehen. Alles was darunter ist ist ein Bonus.

Der Ratzersdorfer/Viehofner See, den wir durchschwimmen mssen drfte wirklich noch sehr frisch sein. Super, dass ich noch einen gnstigen und passenden Neoprenanzug gefunden habe. Frisch wird es jedenfalls trotz des Neos sein.

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Jetzt wird es ernst

Zehn Tage noch bis zum Tag X und jetzt wird es richtig ernst. Mit jedem Tag und jedem Training wchst das Kribbeln im Bauch.

Gestern war ich wieder einmal zum Schwimmen im Amalienbad und bin dort 2km geschwommen. Diesmal ohne Arm- oder Beintraining, Pull-Buoy oder Schwimmbrett. Ich bin es ganz langsam angegangen und bin die 2km in lockerem Tempo gekrault. Ohne ein bisschen ins Schnaufen zu kommen hatte ich die Strecke nach 40 Minuten hinter mir. Cool. Angeblich geht es mit dem Neo ja noch etwas leichter und schneller. Damit sollte ich mein angepeiltes Ziel, beim Rennen (Distanz 1,9 km) unter 40 Minuten zu bleiben erreichen.

Gestern Nachmittag ist auch das Mail der Veranstalter bekommen, in dem mir meine Startnummer zugeteilt wurde. Ich werde mit Nummer 2225 ins Rennen gehen. Startzeit fr meine Klasse (Amateure 40m) ist um 7:45.

Den Zeitplan habe ich auch schon ausgedruckt. Am Tag vor dem Rennen muss ich mein Rad zum Check-In bringen, Am Renntag selbst muss ich zwischen 5:30 und 6:30 vor Ort sein, um meine Sachen in die Wechselzone zu bringen. Das wird ein langer Tag. Aber ich freu mich schon drauf. Und mir wre es auch recht, wenn der Bewerb schon bermorgen stattfinden wrde.

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Dienstag, 25. Mai 2010

Die letzte Trainingswoche

Nur noch fnf Tage bis zum Wettkampf. In den letzten Tagen habe ich noch einmal das ganze Trainingsprogramm durchgespielt. Vom Kicken am Donnerstag (Tempolufe) ber Schwimmen am Freitag (2 km in 40 Minuten), Radeln am Sonntag (60 km bei 30 km/h Schnitt) bis zum entspannten Dauerlauf am Montag (19 km bei 6 Min/km). So weit, so gut. Damit wre das Training fr den Triathlon erledigt. Am Mittwoch und am Freitag werde ich noch jeweils eine leichte, kurze Aufwrmrunde drehen.

Leider ist die Wetterprognose fr den Wettkampftag schlecht. Ich muss mich wohl auf Regen einstellen. Die Temperatur soll tagsber auch bei nur ca. 15 Grad liegen. Ich berlege daher mir noch eine neue GoreTex Jacke zu kaufen. Die 60 km Radrunde am Sonntag haben mir wieder gezeigt, dass das Nassradeln nicht lustig ist. 90 km in der Regenwolke wren… Naja, es wird schon nicht allzu schlimm werden.

Ansonsten bin ich hoffentlich bestens vorbereitet und ausgerstet. An der Vorbereitung knnte ich jetzt sowieso nichts mehr ndern. Und an der Ausrstung sollte ich jetzt auch nur noch marginale nderungen vornehmen.

Die Laufschuhe sind eingelaufen, den Triathlon-Lenker fr das Rennrad habe ich am Wochenende montiert, mich darauf eingefahren und hoffentlich auch die richtige Sitzposition gefunden. Beim Schwimmen – ein Neoprenanzug ist wegen des kalten Wassers Pflicht – gibt es ohnehin nichts zu ndern. Blieb noch die Frisur. Die Haare sind auch schon auf Wettkampflnge gekrzt und sollten mir beim Laufen daher nicht ins Gesicht hngen.

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Donnerstag, 27. Mai 2010

Wettkampf-Vorbereitungen

Viel Zeit zum Trainieren habe ich diese Woche nicht. Die Vorbereitungen fr den Wettkampftag fressen auch die letzten verbleibenden Stunden auf. Bestenfalls kann ich heute Abend ein bisschen am Heimtrainer strampeln.

Freitag Nachmittag/Abend muss ich schon einmal nach St. Plten fahren, um mich fr das Rennen zu registrieren und meine Startunterlagen abzuholen. Samstag Nachmittag bin ich schon wieder dort, um mein Rad und meine Wechselkleidung hinzubringen und mir das Race Briefing anzuhren.

Und dann ist schon Sonntag. Der Wettkampf. Der Start meiner Altersgruppe (40m) wurde noch etwas weiter nach hinten verlegt. Wir gehen als vorletzte Gruppe erst um 8:10 Uhr ins Wasser. Zu diesem Zeitpunkt sind die Profis und die Jungspunde schon lngst auf ihren Rdern unterwegs. Bis ich dann endlich im Ziel bin wird es wohl fast 14:00 Nachmittag sein. Da ist im Zielstadion auch schon die Flower Ceremony und die Pressekonferenz der Sieger vorber. Aber egal. Ich trete ja eigentlich nur gegen mich selbst an. Dabei kann ich nur gewinnen.

Viel mehr Gedanken mache ich mir ber das Wetter. Es wird am Renntag ein entscheidender Faktor sein. Vor allem ob es auf der Radrunde trocken bleibt. Wenn, dann sollten die Bedingungen eigentlich optimal sein, denn bei den vorhergesagten Temperaturen zwischen 14 und 20 Grad ist das Sporteln am angenehmsten. Wenn nicht, dann tja…

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Samstag, 29. Mai 2010

Morgen ist es so weit

Jetzt ist er also gekommen. Der Tag, auf den ich mich seit einem halben Jahr vorbereite. Beim Bike Check-In konnte ich heute Nachmittag schon einmal ein wenig Wettkampfluft schnuppern und mir ein Bild von den brigen eisernen Herren und Damen machen, die sich wie ich morgen an der Strecke versuchen.

Viele groe Muckis und coole, sehr teure Rder wurden da vorgefahren. Bikes, gegen die mein Simplon Lumen aussieht wie ein VW Golf in einer Horde Ferraris und Lamborghinis. Bei vielen dieser Renner sind alleine die Laufrder mehr wert als mein ganzer fahrbarer Untersatz. Und die dazu passende Bekleidung ist ganz offensichtlich ebenso krass teuer. Dass man als Triathlet eine Menge Geld ausgeben kann – viele tausend Euro, um ein paar Minuten schneller im Ziel zu sein – wusste ich ja. Es hat mich aber erstaunt, wie viele der 3000 Teilnehmer das auch tatschlich tun.

Viele Wettkmpfer haben heute noch einmal trainiert. Sind mit ihren Flitzern in der St Pltener Innenstadt prominiert und haben sich bestaunen lassen. Mein Vorbereitungsprogramm bestand heute blo aus Essen (Pasta und Kaiserschmarren), Relaxen und die Wechselzonen anzusehen. Ist ja alles ein bisschen verwirrend, wenn man zum ersten Mal teilnimmt. Mein Cousin Alexander, der mit Startnummer 314 ins Rennen geht hat mir geholfen, die Orientierung nicht zu verlieren.

Jetzt heit es Licht aus und schlafen. Der morgige Tag wird lang. Um 05:00 heit es aufstehen. Ich muss vor dem Start noch einmal in die Wechselzone. Um 07:00 geht es dann los, aber ich muss bis 08:10 warten, dass ich ins Rennen darf. Wie es mir dabei ergangen ist gibt es bald hier zu lesen.

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Montag, 31. Mai 2010

Das Rennen

Um 4:50 hat mich der Wecker aus dem Bett geholt. Beim Morgenkaffee habe ich einen ganz kurzen Moment lang berlegt, ob ich mir das jetzt wirklich antun und statt zum Rennen zu fahren doch besser wieder ins Bett gehen sollte. Ein letzter, bsartiger Versuch des Inneren Schweinehundes, mich noch von meinem Ziel abzubringen. Einmal angezogen war der aber auch schon wieder vllig vergessen.

Um 6:00 Morgens war ich dann in der Wechselzone, habe noch einmal nach meinem Rad gesehen, meinen Beutel mit den Radsachen kontrolliert und die Startnummer frs Radeln reingegeben. Eigentlich hatte ich ja vor, die Nummer gleich beim Schwimmen unter dem Neoprenanzug zu tragen, aber bei der Rennbesprechung hatte ich erfahren, dass das nicht erlaubt ist.

Das Wetter hat recht gut ausgesehen und zum Start der Profis um 7:00 hat dann sogar die Sonne ein wenig durch die Wolken geblinzelt. Da meine Altersklasse erst um 8:10 an der Reihe war hatte ich noch genug Zeit, mir das Treiben im Startbereich anzusehen, Rennluft zu schnuppern und einen Powerriegel zu essen, ehe ich mich in meinen Neoprenanzug gezwngt habe. Tom Valek, der 3-Mikromann, der selbst auch schon beim Ironman am Start war, hatte ein paar nette Worte fr uns „Schwarzkappler“, die Herren ber 40 in den schwarzen Badehauben, brig. Er meinte, wir sollten das Rennen, auf das wir uns so lange vorbereitet haben einfach nur genieen. Und genau das habe ich dann auch getan.

Dann endlich wurde auch ich ins Wasser gelassen. Die erste berraschung war, das es gar nicht so kalt war wie ursprnglich befrchtet. Es sind nicht einmal die Zehen kalt geworden. 17 oder 18 Grad drfte der See auf jeden Fall gehabt haben, angenehm genug zum Schwimmen jedenfalls.

Punkt 8:10 kam das Startsignal und damit hatte mein erster Triathlon begonnen. Sekunden spter bereute ich schon, dass ich mir keine bessere Startposition ausgesucht hatte. Ich steckte mitten im Pulk der Schwimmer und hatte kaum Platz, um selbst richtig zu kraulen. Vor mir, hinter mir, links und rechts waren Arme, Beine und Kpfe und ich konnte eigentlich nichts tun, als mit der Traube, die sich fr meinen Geschmack etwas zu langsam bewegte, mitzupaddeln. Erst nach gut 500 Metern lichtete sich das Feld ein bisschen und ich bin zumindest halbwegs ins Schwimmen gekommen. Das allerdings bei einem ganz lockeren Tempo, denn sobald ich etwas schneller wurde war ich auch schon wieder auf meinem Vordermann aufgeschwommen und bekam einen Tritt ab.

Wirklich besser ging es dann erst im zweiten See – wir mussten ja zwei Seen durchschwimmen und dazwischen einen Steg berqueren. Beim Reinspringen habe ich mir eine Position ganz am Rand ausgesucht und konnte dann zumindest ein paar hundert Meter alleine schwimmen, ehe sich das Feld vor dem Schwimmziel wieder zusammen schob und ich wieder eingebremst wurde. Als ich aus dem Wasser kam und auf meine Uhr sah war ich berrascht, dass ich trotz allem nur 40 Minuten fr die Schwimmstrecke gebraucht hatte. Es war zwar ein wenig unangenehm wegen der vielen Leute im Wasser aber dafr gar nicht anstrengend.

Dann ging es weiter in die Wechselzone zum Rad, wo ich als Triathlon-Neuling gleich mit der nchsten Hrde zu kmpfen hatte: Dem Ausziehen des Neoprenanzugs. Achteinhalb Minuten habe ich in der Wechselzone gebraucht, um fr das Radeln bereit zu sein. Erfahrene Triathleten wie mein Cousin Alexander, der mit Nummer 314 ins Rennen gegangen ist, schaffen das in der halben Zeit, die Profis brauchen berhaupt nur zwei Minuten.

Ich war jedenfalls froh, dass ich mein GoreTex-Langarmtrikot in den Bike-Sack gepackt hatte. Die meisten Triathleten sind gleich mit den nach dem Schwimmen nassen Mussle-Shirts losgeradelt, ohne sich noch etwas anzuziehen. So wre ich nur losgefahren, wenn die Sonne gescheint htte und die Prognose fr den ganzen Tag sommerliche Temperaturen erwarten lassen htte. Die Realitt waren aber 15 bis 17 Grad, Wind und bald auch Regenschauer. Von Kilometer 20 bis 60 fhrte die Radstrecke an der Donau entlang und mehr als die Hlfte davon gab es teils heftigen Regen und Gegenwind.

Ich bin trotzdem mein Tempo gefahren und war bis zum Anstieg bei Gansbach mit gut 30 bis 34 km/h (davor auf der Autobahn sogar teilweise mit 40 km/h) unterwegs. Auf den danach folgenden Anstiegen habe ich mich etwas zurckgehalten und meine Krfte geschont. Das hat sich geloht, denn ich bin trotzdem an etlichen vorbei geradelt. Einige haben ihre Rder sogar den Berg hinauf geschoben. Ich bin nicht einmal in die Nhe dieser Verlegenheit gekommen. Und mein schon einige Jahre altes Simplon Lumen, das ich gebraucht um 650 Euro gekauft habe, hat dabei so manches 5000 Euro Superbike stehen lassen.

Auch auf den letzten 30 Radkilometern ist es mir recht gut gegangen. Obwohl der Wind mitunter recht heftig geblasen hat. Aber zumindest war es dann kein frontaler Gegenwind mehr. Und mein GoreTex Shirt hat mich die ganze Zeit ber schn warm gehalten. Die Superbikes sind dann wieder an mir vorbei gezogen, aber das war mir egal. Nach 3 Stunden und 3 Minuten (angepeilt hatte ich drei Stunden also war exakt in meiner Zeit) war ich dann in der zweiten Wechselzone.

Vier Minuten hat das Umziehen gedauert (Alex #314 hat das in 2:28 Minuten erledigt). Als ich dann losgelaufen bin habe ich schnell gemerkt, dass es richtig war, beim Radeln nicht das Letzte aus mir herauszuholen. Schon bei den ersten Schritten sprte ich ein Ziehen in den Oberschenkeln die letzte Warnung vor einem Muskelkrampf und ich habe auerdem gemerkt, dass meine Beine schon etwas kraftlos waren. Also bin ich langsam losgelaufen, um berhaupt wieder in den Laufschritt zu kommen.

Nach den ersten Kilometern war klar, dass da nicht mehr viel los war. Und dass das keine besonders gute Laufzeit wird. Je lnger das Laufen dauerte, umso anstrengender wurde es und ich musste immer fter stehen bleiben, um etwas zu trinken und ein Gel-Sckchen oder etwas Obst zu essen. Ich htte wohl besser noch auf den letzten Radkilometern etwas essen und trinken sollen.

Optimistisch wie ich war hatte ich vor dem Bewerb mit Kilometerzeiten von sechs Minuten gerechnet. Wenn ich wirklich super-hart zu mir selbst gewesen wre, dann htte ich auch die Laufstrecke vielleicht auch noch in der Zeit von zwei Stunden schaffen knnen. Ich htte dann aber auch ebenso gut auf der Strecke hngen bleiben knnen. Keinesfalls wollte ich aber riskieren, am Ende so wie beim Wien-Marathon total verkrampft ins Ziel zu kommen. Also habe ich mein Sechs-Stunden-Ziel aufgegeben und mir selbst eine Viertelstunde Zeit mehr gegnnt.

Am Ende hat sich das gelohnt. So konnte ich auch die Laufstrecke bis zum letzten Kilometer genieen und kam nie in die Verlegenheit, aufgeben zu mssen oder wie so manche einfach nur noch gehen zu knnen. So bin ich nach 6:13:38,7 Stunden ganz locker und mit einem Lachen im Gesicht ber die Ziellinie gelaufen und lie mir stolz meine erste Ironman-Medaille umhngen. Yess! Die monatelangen Anstrengungen und Mhen waren doch nicht umsonst.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Rckschau und Vorschau

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Das war es vorerst mit dem Ironman-Blog. In den nchsten Wochen und Monaten wird es hier nur noch sporadisch Eintrge geben. Trotzdem habe ich mir fr die Sommermonate einige sportliche Ziele gesetzt, von denen ich auch hier berichten werde:

–> Den Wachau Radmarathon Mitte Juli (mache ich nur bei Schnwetter)
–> Die Groglockner Hochalpenstrae raufradeln (irgendwann im August)
–> Den Mondsee Triathlon (Ende August)
–> Den Wachau Laufmarathon (im September)

Im November werde ich dann wieder mit der Vorbereitung auf den Ironman 70.3 2011 beginnen, der am 22. Mai 2011 stattfindet. Dabei mchte ich dann die sechs-Stunden-Marke knacken. Das schne Erlebnis Ironman soll jedenfalls keine Einzelveranstaltung gewesen sein und fr das nchste Mal haben sich schon einige Freunde gemeldet, die ebenfalls trainieren und antreten mchten. Ich hoffe, dass auch deren Motivation so lange anhlt.

Rckblickend kann ich jedenfalls sagen, dass es sich fr mich persnlich gelohnt hat, mich auf das Abenteuer einzulassen und dass die Vorbereitung auf das Rennen ebenso viel Spa gemacht hat wie der Wettkampf selbst. Ich fhle mich rundum gesund und fit, hatte in sechs Trainingsmonaten nicht einmal einen richtigen Schnupfen. Das einzige Problem, mit dem ich in der Vorbereitung zu kmpfen hatte war ein vom Chlorwasser verursachter Ausschlag, der nur langsam und mit Spezialsalben wieder verschwunden ist. Dafr habe ich auch das kleine Buchlein, das ich seit Jahren mitgetragen hatte, restlos abtrainiert. Mit 71,5 kg bin ich zwar nur um rund vier Kilo leichter als im November 2009, was auch daran liegen drfte, dass ich jetzt doch ein paar Muckis mehr habe als davor.

Ich bin auch stolz, dass ich ein fr Durchschnittsbrger sportlich sehr ambitioniertes Ziel erreicht habe, was die wenigsten meiner Bekannten, Freunde und Verwandten gedacht htten. Noch ein paar Tage vor dem Wettbewerb wurde ich etwas unglubig gefragt, ob ich wirklich daran teilnehmen will.

Bei allem habe ich mich streng an den Vorsatz gehalten, keine Supersportler-Nahrung in mich reinzustopfen und auch sonst ganz normal weiter zu leben. Abgesehen von Isotonischen Getrnken und Magnesiumpulver gab es kein Extra-Doping.

Auch den Vorsatz, das Experiment Ironman zu keiner groen Materialschlacht werden zu lassen konnte ich einhalten. Zum Glck gibt es fr Einsteiger wie mich hunderte, die sich nicht nur selbst durchbeien, sondern auch immer wieder persnliche Bestzeiten unterbieten wollen und deshalb auch immer wieder in neue, noch bessere und teurere Ausrstung investieren. Mit ein bisschen Geduld und Glck findet man daher am Gebrauchtmarkt vieles was man zum Antreten braucht zu recht passablen Preisen. Ich kann Aspiranten nur wrmstens empfehlen, sich immer wieder auf einschlgigen Webseiten umzusehen.

Hier ist eine Aufstellung meiner Ausgaben:

RAD:
I. Rennrad Simplon Lumen, 650 EUR (Neupreis ca. 2700 EUR)
II. Rennradschuhe SIDI, 35 EUR (Neupreis ca. 100 EUR)
III. Clips fr Rennradschuhe, 30 EUR
IV. Sattel fr Heimtrainer, 35 EUR
V. Triathlon-Lenkeraufsatz, 50 EUR

Investitionen Radausrstung: 850 EUR

Helm, Trikots, Radhosen, diverse andere Radbekleidung und Sportbrille hatte ich teilweise schon, kostet aber alles zusammen nochmals einiges Geld.

Helm ca. 60 EUR
2x Kurzarmtrikots zusammen ca. 60 EUR
GoreTex Langarmtrikot 80 EUR
GoreTex Armlinge und Beinlinge zusammen ca. 80 EUR
Radhandschuhe ca. 30 EUR
Softshell-Jacke (auch fr das Laufen geeignet) ca. 60 EUR

In Summe habe ich fr die Radausrstung also auch gut 1100 Euro gezahlt

SCHWIMMEN
I. Badehaube, 7 EUR
II. Schwimmhose, 35 EUR
III. Schwimmbrille, 14 EUR
IV. Pull Buoy, 7 EUR
V Schwimmbrett 7 EUR
VI. Neoprenanzug 80 EUR (Neupreis ca 250 EUR)
VII. 6 x Monatskarte fr die Bder = 6 x 17,70 EUR = 106,20 EUR

Summe Investitionen Schwimmen: 256 EUR

LAUFEN

I. Laufschuhe 110 EUR
II. Laufhose 30 EUR
III. Mammut-Windhaube (fr das Wintertraining) 30 EUR

Handschuhe, T-Shirts hatte ich genug. Die Winterbekleidung waren die schon alte aber immer noch gute Lffler-Langlaufhose und die Softshelljacke oder das GoreTex Trikot, das ich zum Radeln anhatte sowie ein paar dnne Handschuhe.

Summe Investitionen Laufen 170 EUR

Rechnet man noch das Startgeld (199 EUR) und diverse andere Kleinigkeiten (Schlauch, Luftpumpe, Pickzeug usw.) dazu, dann hat mir das Abenteuer Ironman also wahrscheinlich knapp 2000 EUR gekostet. Den Groteil davon habe ich mit dem Verkauf einer alten Gitarre finanziert (tja, auch das war einmal ein Hobby von mir).

Das teure Equipment soll aber jetzt natrlich nicht einfach in der Ecke verstauben und dort als ewige Erinnerung liegen bleiben. Ich habe mir schon die Veranstaltungskalender durchgesehen und dabei unter anderem den Mondsee-Triathlon am 22. August als schnen nchsten Bewerb entdeckt. Mit 1,5 km schwimmen, 40 km radeln und 10 km laufen ist der etwa halb so lang wie der Ironman und bei Schnwetter sicher eine tolle Angelegenheit, bei der ich auch etwas mehr Tempo machen knnte.

Von der Ironman-Langdistanz, mit der ich gegen Ende der Vorbereitung schon ein bisschen geliebugelt hatte, werde ich aber tunlichst die Finger lassen. Der Wettkampf am 30. Mai hat mich wieder auf den Boden zurck gebracht. Der Ironman 70.3 ist meiner Meinung nach fr alle, die einen 40 Stunden Job und ein halbwegs normales Familienleben haben die Obergrenze des Machbaren. Fr die doppelte Distanz wre so unglaublich viel mehr Trainingsaufwand ntig, dass dabei Job und/oder Familie extrem leiden wrden.

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