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Responsive oder Adaptive Webdesign

Bei der konstituierenden Sitzung der Arbeitskreise zum Relaunch der Website des WirtschaftsBlatts sind die Diskussionen wie erwartet – und wie letztlich auch erhofft – nicht ausgeblieben. Besonders positiv daran war, dass das Projekt an sich unbestritten blieb und auch die prinzipielle Marschroute auf Zustimmung gestoßen ist.

Ein Schlüssel bei der Neugestaltung der Seite wird das Adaptive oder Responsive Webdesign sein. Die Idee dahinter ist, dass sich das Layout der Website automatisch an die von den Besuchern der Seite verwendeten Geräte und deren Bildschirme anpasst. Ruft man die Seite mit einem Smartphone auf, so bekommt man dieselben Inhalte in einer anderen Form serviert als wenn man einen Tablet PC, einen Laptop oder einen 24-Zoll-Monitor verwendet.  Die Menüstruktur und die Texte passen in die jeweils verfügbare Fläche und die Fotos werden ebenfalls automatisch skaliert. Das gleiche gilt, wenn man ein Smartphone oder einen Tablet vom Hochformat in den Landscape-Modus bewegt.

Völlig automatisch passieren diese Änderungen natürlich nicht. Die unterschiedlichen Bildschirmgrößen schon bei der Programmierung berücksichtigt werden. Es sind entsprechende Layoutentwürfe notwendig, die mit einer unterschiedlichen Anzahl von Spalten arbeiten. Das Resultat – die für den Benutzer herausragende Usability und die einfachere Verwaltung des Content – sollte den Mehraufwand jedoch eindeutig rechtfertigen.

Nachfolgend einige Beispiele und Links, die zeigen, wie das Responsive Webdesign funktioniert:

Food Sense

Start. Relaunch. 2012

Der Weihnachtsurlaub ist vorüber, die sind Kekse gegessen, die letzten Punsch-Reste getrunken. Zurück am Arbeitsplatz beginnt die Arbeit am großen Relaunch des Internetauftritts des WirtschaftsBlatts. Der ist keine Chimäre, sondern bereits mit dem 1. Juli 2012 terminisiert. Dann werden die alten Server abgedreht und das neue WirtschafsBlatt geht online.

Bis dahin wartet viel Arbeit auf alle Beteiligten, denn derzeit gibt es zu der neuen Website erst ein Rohkonzept und einige Scribbles. In den Monaten Jänner und Februar müssen daraus Nägel mit Köpfen werden.

wirtschaftsblatt.at am 9.1.2012
wirtschaftsblatt.at am 9.1.2012

Hier ein Screenshot mit der Website des Tages. Der Ausgangspunkt für die Arbeit des nächsten halben Jahres.

Damit wir den Prozess möglichst effizient durchziehen können haben wir Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich den konzeptionellen, technischen, grafischen, inhaltlichen und natürlich auch den kommerziellen Aspekten der neuen Webseite widmen. Die ersten Sitzungen der Arbeitskreise wurden für heute nachmittag angesetzt.

Parallel dazu muss die Social Media Strategie weiterentwickelt werden, das TV-Studio des WirtschaftsBlatts aktiviert werden und natürlich auch das Tagesgeschäft weiterlaufen.

Neustart beim WirtschaftsBlatt

Im August habe ich von trend und profil zum WirtschaftsBlatt gewechselt und dort die Leitung der Online-Redaktion übernommen. Von einem Monats- und Wochenmagazin zu einer Online-Plattform einer Tageszeitung zu gehen ist journalistisch gesehen ein enormer Sprung und die ersten Monate waren auch entsprechend arbeitsintensiv. Dieses Blog war daher auch wie viele andere Aktivitäten in dieser Zeit stillgelegt.

Mit 6,5 Mitarbeitern ist die Online-Redaktion des WirtschaftsBlatts relativ klein, doch dank des Konzepts der „integrierten Redaktion“ – Print-Redakteure schreiben ebenso für online wie die Online-Redakteure für Print – konnte bisher noch jeder personelle Engpass überbrückt werden.

Noch problematischer als die personelle Struktur ist allerdings die Struktur der Website des WirtschaftsBlatts. Die vor rund fünf Jahren gestaltete Seite wurde im Lauf der Jahre immer wieder um neue Channels erweitert. Die ursprünglich recht schlanke Seite ist dabei zu einem richtigen Dschungel geworden, in dem selbst die Redakteure, die sie täglich betreuen mitunter den Überblick verlieren. Die Informationen sind heute auf knapp 100 Channels verteilt und  entsprechend schwer zu finden. Für einzelne Kanäle war nicht einmal mehr Platz in der Navigationsleiste der Webseite.

Mein erster Eindruck war, dass man dieses fast unüberschaubare Monster zurückstutzen muss, um wieder Platz für Neues zu schaffen. Je mehr Zeit ich beim WirtschaftsBlatt verbrachte, desto mehr bestätigte sich dieser Eindruck. Die WirtschaftsBlatt-Website ist in ihrer heutigen Struktur unübersichtlich wie die Obstwaagen bei Eurospar.

Äpfel, Äpfel, Äpfel…

Jeder kennt das: Man hat Appetit auf einen Apfel und findet im großen Sortiment einen, der zum Hineinbeißen gut aussieht.

An der Obstwaage angelangt hat man bereits wieder vergessen, welchen Apfel man genommen hat. Bei Spar beginnt dann das große Rätselraten:

War es Nummer 2, 6, 11, 13, 27, 28?

Oder vielleicht Nummer 37, 43, 46, 47, 50?

Oder am Ende sogar Nummer 78 oder 96?

Zu viele Fragen, zu viele Optionen. Der Appetit auf den Apfel ist da schnell dahin. Besser macht es Merkur Markt:

Wer einen Apfel will, drückt das Bild mit dem Apfel, und fertig. Alle Äpfel sind gleich teuer, es ist daher auch egal, ob die ausgesuchte Vitaminbombe rot, grün oder gelb ist, Elstar, Gala, Kronprinz oder sonstwie heißt.

Dieses einfache Konzept auf die Website des WirtschaftsBlatts umzulegen ist das Ziel, das wir uns für den Relaunch der Website des WirtschaftsBlatts gesetzt haben, und der Zeitungs- und Internetdesigner Mario Garcia, Chef von GarciaMedia, der uns für den Relaunch-Prozess als Berater zur Seite steht sieht das genauso.

In seinem Blog-Beitrag zu unserem gemeinsamen Mobilista-Workshop schreibt er:

I am happy to say that by the end of our Mobilista workshop today we had narrowed the content of the WirtschaftsBlatt to five main categories: news, investor (stocks), opinion, life and tools (service related items).  Subcategories followed.

Den ersten Scribbles folgt jetzt harte Arbeit. Das neue Design soll nicht nur Äpfel und Birnen klar strukturieren und auseinander halten, sondern vor allem auch auf die Smartphones und Tablet PCs zugeschnitten sein. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Stay tuned…