ironman-blog

Ich kann schwimmen, Rad fahren und bin auch schon Marathons gelaufen. Warum also nicht alles kombinieren? So dachte ich, als ich mich im November 2009 zum  Ironman 70.3 Triathlon in St. Pölten angemeldet habe.

Ich habe mir das Ziel gesetzt, die Distanz in ungefähr sechs Stunden zurückzulegen. Dafür habe ich ein halbes Jahr vorher zu trainieren begonnen und das Blog „Peter trainiert für den Ironman“ gestartet. Zur Selbstmotivation, um den Weg vom Durchschnitts-Ei zum Ironman zu dokumentieren und auch um mir etwas Druck zu machen. Wie hätte das denn ausgesehen? Erst groß bloggen und dann kneifen?

Einige Zeit lang habe ich den Blog danach noch weitergeführt, irgendwann war das Thema dann aber durch.  Hier sind die Einträge zur ersten Ironman-Vorbereitung aus dem Blog.

 

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Mittwoch, 25. November 2009

Der Vorsatz

Am 30. Mai 2010 findet in St. Pölten der 70.3 Ironman Triathlon statt. Bei dem Rennen gilt es 1,9 km zu schwimmen, anschließend 90 km Rad zu fahren und zum Abschluss noch 21 km zu laufen.

Mitte November habe ich beschlossen, mich dieser Herausforderung zu stellen. Damit die Startgebühr (das sind immerhin 199 Euro) nicht beim Fenster hinausgeschmissen ist, muss in den nächsten sechs Monaten fleißig trainiert werden. In diesem Blog werde ich die Erfahrungen und die Erlebnisse dieser Zeit dokumentieren.

„Männer über 40 haben manchmal komische Ideen“ meinte mein Kollege Wolfgang Korne und sprach damit aus, was die meisten meiner Bekannten denken: Jetzt ist er völlig übergeschnappt!

Was treibt einen 41 Jährigen, mitelmäßig fitten Mann, der voll im Berufs- und Familienleben steht dazu, an einem Rennen teilzunehmen, das über 113 Kilometer geht und sich selbst auch noch das Ziel zu setzen, diese Distanz in sechs Stunden (oder weniger) zu bewältigen? Eine Antwort ist, die Neugierde, etwas Neues zu probieren. Und ein Ziel zu verfolgen, das eine große Herausforderung aber irgendwie doch machbar erscheint. Außerdem ist es schon cool, wenn man sich danach als „Ironman“ bezeichnen kann (Haha!)

Die Voraussetzungen, dass ich das Ziel am Ende auch erreiche sind gar nicht so schlecht – das versuche ich mir zumindest selbst einzureden. Immerhin ist es bloß gut 20 Jahre her, dass ich ein recht passabler Schwimmer war. Laufen und Rad fahren kann ich auch. Also ran ans Werk, auch wenn es im nächsten halben Jahr Tage, wenn nicht Wochen geben wird, an denen ich meinen Vorsatz verfluchen werde.

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Montag, 30. November 2009

Trainingspläne

Heute wird es ernst. In den letzten zwei Wochen habe ich einige lockere Probetrainings absolviert, um herauszufinden, wie es um meine Fitness und um meine Schwimmtechnik steht und bin dabei ganz schön ins Schnaufen gekommen.

Ich hatte so etwas natürlich geahnt und habe mein Training daher in zwei Phasen eingeteilt. In den ersten drei Monaten geht es daran, meine Grundlagenausdauer wieder zu verbessern. Wenn ich mich schon nach gut zehn Kilometern Laufen nach Atem ringend und mit schweren Beinen durch die Landschaft quäle, dann bin ich eindeutig noch nicht fit genug für ein sechs Stunden langes Rennen.

Und beim Schwimmen muss ich an meiner Technik arbeiten. Ich hatte das Kraulen ja einmal gelernt. Über die letzten zwanzig Jahre haben sich aber Fehler eingeschlichen, die jetzt wieder ausgebügelt werden müssen. Derzeit fühlen sich schon ein paar hundert Meter im Schwimmbecken an wie eine Atlantik-Durchquerung.

Auch die zwei Triathlon-Trainingspläne, die ich unter http://just4tri.de/ und http://www.trinews.at/ gefunden habe, sind vorerst nutzlos. Obendrein sind die ohnehin nur auf zehn bzw. zwanzig Wochen angelegt. Das mag vielleicht für durchtrainierte Sportler ausreichend sein, wenn ich aber erst im März beginnen würde, den Winterspeck wegzutrainieren, könnte ich das Experiment Ironman gleich wieder vergessen.

Der einzige Anhaltspunkt, der sich daraus für die erste Trainingsphase ergibt ist, dass ich jede Woche fünf bis sechs Trainingseinheiten absolvieren und dabei abwechselnd schwimmen, radeln und laufen soll. Das hat natürlich prompt für Diskussionen gesorgt. Sechs Trainings in der Woche! Und da soll noch Zeit für die Familie bleiben?

Tja, das ist zugegeben nicht ganz einfach. Also heißt es morgens früh aus den Federn und die Zeit richtig nützen. Noch vor Arbeitsbeginn Laufen, ins Schwimmbad zu gehen oder die gut 35 Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsort mit dem Rad zurücklegen und am Heimweg Umwege einzulegen.

Das alles schön langsam angehen, wie ich vom früheren Marathon-Spitzenläufer Michael Buchleitner vor Jahren bei einem übrigens sehr empfehlenswerten Laufseminar http://www.run4business.at/run4business.htm gelernt habe.

Losgehen sollte es heute eigentlich um 9 Uhr mit einem lockeren Schwimmtraining im Wiener Amalienbad. Ehrgeizig und pflichtbewusst habe ich morgens meine Sporttasche gepackt um noch vor Arbeitsbeginn meine Bahnen ziehen zu können. Ich hatte die allerdings nicht damit gerechnet, dass das Bad an Montagen nur von 12:30 bis 15 Uhr und da auch nur für Senioren und Versehrte geöffnet ist. Als Ersatz dafür wird es nun wohl ein TV-Abend mit Hometrainer werden. Nun denn…

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Dienstag, 1. Dezember 2009

Angeschwommen

Nach dem Fehlstart gestern (abends gab es statt des Hometrainers eine Weihnachtsfeier mit Punsch und deftigem Essen) nun heute tatsächlich der Trainingsbeginn.

Amalienbad, neun Uhr. Die Kassa ist geöffnet und ich stelle fest, dass das Schwimmen in Wien sehr günstig ist. Die Monatskarte, mit der man ein Monat lang alle elf städtischen Hallenbäder besuchen und ohne Zeitlimit schwimmen kann kostet nur 17,70 Euro. Sehr fein!

Das Bad ist schon um neun Uhr Morgens relativ gut besucht, was bei den Eintrittsprisen allerdings auch nicht wirklich überraschend ist. Für ein richtiges Schwimmtraining ist das zwar nicht ganz optimal, aber beim Triathlon im Mai werde ich auch nicht alleine im Wasser sein und das eine oder andere Ausweichmanöver starten müssen.

Dann das Training. Nach dem lockeren Einschwimmen das Schwimmbrett geschnappt und dann 400 Meter Kraul Beine. Zwei Längen später weiß ich wieder genau, wie ich es als Jugendlicher gehasst hatte, nur mit den Füßen strampelnd Bahn um Bahn auf und ab schwimmen zu müssen. Kraul Beine ist echt das Letzte! Man hat das Gefühl, überhaupt nicht vom Fleck zu kommen, egal wie sehr man sich auch anstrengt. Aber es ist leider auch eine notwendige Übung, also heißt es durchbeißen.

16 scheinbar endlose Bahnen später dann das Armtraining, wieder 16 Mal rauf und runter im Schwimmbecken. Als ich danach auf die Uhr sehe erschrecke ich ein wenig, wie viel Zeit bereits vergangen ist. Mein Ziel ist doch, die Schwimmdistanz von 1,9 km in etwa 40 Minuten zu schaffen.

Ich denke, dass das noch zäh wird, atme durch und weiter geht es mit den nächsten Bahnen. Bis ich nach einer Stunde ich etwas abgekämpft wieder raus aus dem Becken klettere, eine schnelle Dusche nehme und ab in die Redaktion zische.

Dort google ich und finde ich heraus, dass das Schwimmbecken des Amalienbads nicht 25 Meter sondern 33 Meter lang ist. Ohne es zu wissen bin ich also jeweils 500 Meter statt 400 Meter geschwommen und war am Ende gar nicht so lahm wie ich befürchtet hatte. Vielleicht wird das ja doch noch was.

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Donnerstag, 3. Dezember 2009

Fernsehsport

Die UEFA und Sat.1 meinten es gestern gut mit mir: Die Europa-League Spiele von Rapid und Salzburg wurden für den Mittwoch angesetzt. Pünktlich zum Anpfiff um 20:50 saß ich statt mit einem Bier beim Fußballwirt im Radltrikot am Heimtrainer.

Der ist kein neumodischer Super-Duper Ergometer mit integriertem Bordcomputer, RDS-Tuninig oder vielleicht auch noch GPS-Navi und anderem Schnickschnack wie man ihn in Fitnesscentern findet, sondern ein schon wieder gut zehn Jahre altes Kettler-Teil mit absolut nicht optimaler Sitzposition, der anderswo schon lägst wieder ausgemustert worden wäre. Von Materialschlachten beim Training halte ich aber nicht wirklich viel. Treten und schwitzen muss man außerdem am alten Kettler-Hund genauso wie am 1000-plus-Euro Ergo, und das ist das Wichtigste.

Rapid begint gegen den HSV mit ordentlich Druck. Ich bin erst einen Kilometer am Fleck geradelt, da holt Rapid einen Eckball heraus und es sieht gut aus. Nach ein paar Minuten bin ich richtig warm geradelt und trete mit 36, 37 km/h gemächlich vor mich hin. Die HSV-Kicker sind aber offenbar auch warm geworden, denn für Grün-Weiß wird es dagegen langsam ungemütlich. Statt schöner Szenen gibt es nur noch Krampf, Fouls und Gelbe Karten zu sehen. Bei Kilometer 27 hat der Schiedsrichter ein Einsehen und schickt die Fußballer zur Pause in die Kabine.

Ich trete weiter. Zur Pause analysiert Toni Polster was ohnehin jeder gesehen hat: „Ganz schlecht gespielt. Hinten fehlerhaft, das Mittelfeld nicht existent und die Spitzen hängen in der Luft“. Solche Analysen braucht das Land.

Nach 61 Minuten am Heimtrainer schaltet Sat.1 wieder zum Spiel. Wird auch Zeit. Ich versuche mein Tempo weiter zu halten und mich auf die Atmung zu konzentrieren und denke, dass Rapid einen Zahn zulegen sollte. Das passiert jedoch nicht. Stattdessen patzt die Abwehr und bei Kilometer 37 klingelt es in Helge Payers Tor. Kurz darauf geschieht das noch einmal und Rapid beginnt zu zerfallen. Mein Gesäß ebenfalls, denn der weiche Kettler-Sattel mag zwar für kurzes Strampeln recht bequem sein, bei längeren Einheiten wird er dagegen zur Qual und es zwickt an vielen Stellen.

Ich mache noch zehn Minuten weiter. Nach 8o Minuten habe ich 46 komma irgendwas Kilomter abgespult. Immerhin schon die Hälfte der Trathlon-Rennstrecke. Wenn ich die am Renntag auch in der Zeit schaffe kann ich ganz zufrieden sein. Am Fernsehschirm tut sich nichts Aufregendes mehr. Rapid ist genauso abgemeldet wie mein Gesäß und das Handtuch ist auch schon schweißnass. Also Schluss für heute und ab in die Dusche. Ich nehme mir vor, mich gleich morgen nach einem neuen Sattel für den alten Kettler-Hund umzusehen.

Freitag, 4. Dezember 2009

Gekickt

Gestern wie an Donnerstagen seit Jahren der Fußballabend mit der „Altherrenpartie“ (Durchschnittsalter 40).

Das Spiel drei gegen drei ohne Tormann (ich in der Mannschaft ohne Wechselspieler) in der 40 x 20 Meter Turnhalle (Handballfeld-Größe) kommt einem 70 Minuten langen intensiven Sprint-Lauftrainig mit Geschicklichkeitsübungen gleich.

Am Ende bin war ich zwar total verschwitzt aber gar nicht so erledigt wie sonst so oft nach dem Auf und Ab am Feld. Entweder hatte ich mir die Kräfte gut eingeteilt oder das Training hat sich schon bemerkbar gemacht. Wäre mir beides recht.

Aus der Idee, heute vor dem Bürostart gleich eine Schwimmeinheit anzuhängen ist allerdings leider nichts geworden. Ein Termin im Büro hält meinen sportlichen Ehrgeiz etwas auf. Aber egal. Vielleicht drehe ich stattdessen abends eine kleine Laufrunde oder lege einmal einen Ruhetag ein. Das muss auch sein.

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Montag, 7. Dezember 2009

Gut gelaufen

Nach einer arbeitsbedingt auf zwei Tage ausgedehnten Trainingspause habe ich gestern Nachmittag wieder die Laufschuhe geschnürt. Damit war die erste Trainingswoche zwar mit jeweils nur einem Schwimm- und Radtraining etwas unausgewogen, aber das Wetter war einfach zu schön, um in eine Schwimmhalle zu gehen oder am Heimtrainer zu strampeln. Der Winter wird noch lange genug dauern. Und den zum Freiluft-Radeln notwendigen Asphaltschneider bringt frühestens das Christkind, wenn nicht gar erst der Osterhase.

Losgelaufen bin ich mit einer Portion Tintenfisch-Risotto zu viel im Magen, die mich für einen kurzen Moment überlegen ließ, das Training auch gleich wieder abzubrechen oder zumindest drastisch abzukürzen. Für den Abend stand aber schon wieder die nächste Essenseinladung an. Und der Gedanke daran motivierte mich wieder, doch die ganze 15 km Runde durchzuhalten.

Das war dann auch gar nicht weiter schlimm. Auch die insgesamt rund 600 Höhenmeter konnte ich gut wegstecken. Sogar den letzten Hügel, den ich bisher fast immer nur mit lockerem Ausgehen und Ausschnaufen bewältigt hatte, konnte ich noch im Laufschritt bewältigen und ich erinnerte mich an die Szene aus Rocky, Teil irgendwas, in der Herr Stallone es nach einigen Trainings wieder gschafft hatte, die Treppen zum Kapitol (oder war es ein anderes Gemäuer) hochzulaufen. Na also, es geht doch!

Fazit der ersten Trainigswoche: Das abwechslungsreiche Triathlon-Training macht Spaß. Damit fällt es gar nicht so schwer, den inneren Schweinehund zu besiegen und sich selbst zum Training aufzuraffen.

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Mittwoch, 9. Dezember 2009

Umgesattelt

Montag Abend habe ich endlich einen neuen Sattel für den alten Kettler-Hund gekauft. Das Ummontieren war zwar eine kleine Bastelei, hat sich aber absolut gelohnt und die knapp 30 Euro für den neuen Sitz sind gut investiert. Der Heimtrainer sieht mit dem Selle Italia Sattel nicht nur viel schnittiger aus, es fährt sich damit auch gleich viel besser, wie der direkte Vergleich nach der Montage zeigte. Es ist schon erstaunlich, wieviel Kraft so ein Polstersessel kostet und vor allem wie unbequem es ist, darauf zu radeln. Ein paar kleine Tunings stünden dem Heimtrainer noch gut an. Ein Triathlon-Lenker würde die Sitzposition weiter verbessern und Klick-Pedale wären für einen runden Tretfluss gut. Muss mich diesbezüglich umsehen.

Umgesehen habe ich mich auch auf der Website von Michael Buchleitner unter http://www.run4business.at/ld.htm Eigentlich wollte ich noch vor Weihnachten einen Leistungstest machen, um mein Aufbautraining gezielter angehen zu können. Leider gibt es derzeit aber keine Termine dafür. Schade. Ich muss wohl nach Alternativen suchen.

Gestern, Dienstag und Feiertag gab es ein Training der etwas anderen Art. Da langsam offenbar doch der Winter naht musste ich endlich auch einmal die Blätter aus dem Garten wegschaffen. Das klingt vielleicht nicht besonders anstrengend. Wer das glaubt soll aber bitte selbst einmal fünf Stunden lang Blätter keheren und mit der Scheibtrube wegfahren.

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Donnerstag, 10. Dezember 2009

Advent, Advent

In der Vorweihnachtszeit für einen sechs Monate entfernten Wettkampf zu tainieren ist wahrlich nicht einfach. Immerhin habe ich so eine halbwegs plausible Entschuldigung, um die vielen Einladungen zum geselligen Punschtrinken abzulehnen oder mich bei diesen Zusammenkünften an Kinderpunsch und Säfte zu halten. Die Meinung in der Kollegenschaft dazu schwankt zwischen zurückhaltendem Respekt und komplettem Unverständnis. Alkohol und Journalismus, das gehört für die meisten doch noch zusammen wie Almdudler und das Trachtenpärchen. Kollege Helmut Gansterer hat dazu ja erst gestern im Fernsehen das Credo postuliert, dass man manche Texte ohne Alkohol gar nicht schreiben könne. Der Meinung bin ich zwar auch, aber Kollege H.G. hat wohl eine andere Vorstellung von den Texten, die sich ohne Alkohol nicht schreiben lassen. Ich denke, dass das Saufen abgesehen für Gossen-Poeten wie Charles Bukowski einer war eher hinderlich ist und habe stattdessen die Erfahrung gemacht, dass ich nach einem morgendlichen Training und einer heißen Tasse Kaffee viel produkiver arbeiten kann als mit einer halben Flasche Gin intus.

Wie dem auch sei – die vorweihnachtlichen Einladungen gehören auch zum Geschäft und auch wenn man fast immer nein sagen kann – immer geht das dann doch nicht. Die für gestern Abend vorgesehene Laufrunde ist daher leider auf der Strecke geblieben und einer Portion Schnitzel mit Kartoffelsalat zum Opfer gefallen. Und ja, einem Schluck dazu.

Umso efffizienter war der heutige Tag. Zum Start bin ich morgens im Amalienbad knapp zwei Kilometer geschwommen. Langsam finde ich mich im Wasser wieder zurecht. Bei der Atmung und den Tempi habe ich den Dreh wieder halbwegs heraus und ich bin zuversichtlich, dass sich in den nächsten Monaten die Geschwindigkeit von selbst weiter verbessern wird. Und weil die abendliche Fußballrunde ebenfalls Adventfeierbedingt ausgefallen ist und das Wetter derzeit nicht wirklich zum Laufen im Freien einlädt musste Herr Kettler wieder einmal herhalten. Den Fernseher an, eine DVD rein, und schon ist das Wohnzimmer ein Fitnesstudio. So bekomme ich wenigstens die halbwegs aktuellen Filme, die ich im Kino verpasst habe einmal zu sehen. Und 90 bis 100 Minuten Spielzeit sind gerade eine richtig schöne Trainingseinheit. Den „Gladiator“, den ich vor kurzem im 164 Minuten langen Director’s Cut gefunden habe werde ich mir aber noch ein bisschen aufheben.

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Sonntag, 13. Dezember 2009

Rückblick Woche 2

Die ersten zwei Trainingswochen sind schnell vergangen. In dieser Woche war es etwas ausgewogener. Ich habe Zeit für zwei Schwimmtrainigs, drei Radtrainigs und einmal Laufen gefunden und es zeigen sich erste Fortschritte. Das wohl Wichtigste ist, dass ich einen Rhythmus gefunden habe, der zu mir passt. Ich lasse mich bei den Trainings nicht von anderen hetzen oder antreiben. Es ist mir egal, wenn ich beim Laufen überholt werde oder jemand im Bad ein fiktives Wettschmimmen mit mir macht. Auf solche Späße lasse ich mich derzeit nicht ein. Stattdessen laufe, radle oder schwimme ich in einem Tempo, das mich zwar über die Dauer der Trainingseinheiten von 80 bis 100 Minuten fordert, mir aber nie das Herz bis zum Hals schlagen lässt. Langsame aber stetige Verbesserung ist das Ziel. Es ist ein wenig wie beim Abnehmen. Die Kilos, die schnell runtergehen sind bekanntlich auch ruckzuck wieder oben. Auf das Triathlon-Training umgelegt bedeutet das: Intensives Krafttraining hat noch null Sinn. Ich habe noch 24 Trainingswochen vor mir. In vier Wochen schauen wir mal weiter.

Erste Ergebnisse stellen sich stellt sich auch schon ein. Bei der Laufrunde am Samstag war ich etwa auf 14 Kilometer fast genau acht Minuten schneller als noch vor vierzehn Tagen. Ohne dass ich mich dabei mehr angestrengt hätte oder der Puls in die Höhe geschnellt wäre. Und beim Schwimmen waren das Kraul-Beintraining zwar immer noch eine Qual, aber bei weitem nicht mehr so entsetzlich wie vor zwei Wochen. Ich konnte danach noch ganz locker einige hundert Meter mit einem Siebener-Tempo schwimmen (sieben Armtempo, einmal atmen), ohne dass mir dabei die Puste ausgegangen wäre.

Das Radeln am Heimtrainer mach seit der neue Sattel montiert ist auch mehr Spaß als zuvor und ich habe damit begonnen, die ganze alte Videosammlung beim Radeln neu durchzusehen. Gut, dass ich die alten VHS-Bänder noch nicht entsorgt habe. Bis es draußen wieder wärmer wird habe ich damit jedenfalls genug Stoff, um mir beim Radeln nicht das trotz Digital-Satellit und einer Auswahl von über 100 Programmen entsetzliche Fernsehprogramm ansehen zu müssen.

Das Training der vergangenen Tage: Freitag Pause, Samstag 85 Minuten Laufen, 70 Minuten Schwimmen, Sonntag 90 Minuten Radeln. Damit komme ich in Woche 2 auf sechs Trainingseinheiten, und das ist schon recht gut. Morgen ist wieder ein Tag Pause. Und das ist auch fein.

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Dienstag, 15. Dezember 2009

Leistungstest

Gestern Nachmittag bekam ich ganz überraschend einen Anruf von Michael Buchleitner, der mich kurzfristig für heute Abend zu einem Leistungstest mit Laktatwertermittlung ins Dusika Stadion eingeladen hat. Das ist toll, denn selbst wenn ich bisher ohne Pulsuhr trainiert habe und das eigentlich auch weiterhin eher so halten möchte werden bei der Gelegenheit meine aktuellen Schwellenwerte bestimmt. Damit kann ich dann mein weiteres Training viel besser dosieren. Ich weiß dann, wie schnell ich laufen, radeln oder schwimmen soll, um meine Ausdauer weiter zu verbessern. Das höhere Tempo sollte dann irgendwann von selbst kommen. Theoretisch zumindest.

Ich bin jedenfalls schon gespannt, was dabei herauskommt. Den letzten derartigen Test habe ich vor ungefähr zwei Jahren, im Februar 2008 gemacht. Damals sagte mir Krista Gruss-Brunner vom Institut Aerob zwei Monate vor dem Wien-Marathon eine Zielzeit von 3 Stunden 55 vorher. Ich dachte zwar, dass ich schneller sein würde, aber letztlich bin ich genau mit 3:55:27 ins Ziel gekommen. Das hat mich wirklich überrascht.

Den Wien-Marathon werde ich 2010 ja vielleicht quasi als Vorbereitung für den Triathlon mitnehmen. Der wäre dann eine lange Trainingseinheit unter Rennbedingungen. Und ein zusätzlicher Ansporn, weiter fleißig zu trainieren. Zeitlich würde es jedenfalls ganz gut passen, denn der Marathon findet am 18. April, also eineinhalb Monate vor dem Triathlon statt. Wenn ich dann noch nicht so weit bin, dass ich laufend 42 km durchhalte, dann kann ich das Vorhaben Triathlon auch vergessen.

Ach, und schwimmen war ich heute auch schon. Amalienbad wieder einmal. Noch zwei, drei Wochen, dann sollte ich schwimmtechnisch und ausdauermäßig so weit sein, dass ich beim Training einen Zahn zulegen kann. Also im neuen Jahr dann. Bloß nichts überstürzen…

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Mittwoch, 16. Dezember 2009

Leistungstest II

Gestern Abend der Leistungstest im Ferry Dusika Stadion, das eine ganz eigene Welt ist. In der Arena trainieren Stabhochspringer, Weitspringer, und Profiläufer. Auf der hölzernen Radbahn rundherum drehen Zeitfahrer mit ihren Rennrädern ihre Runden.

Hobby- und Amateursportler von meinem Schlag sind hier auf der Laufbahn nicht einmal als Sparringpartner gut genug, sondern eher nur Hindernisse. Die Anweisungen an mich sind daher ganz klar: Auf Bahn Nummer eins ganz innen laufen, damit die Anderen überholen können. Ja, schon gut… Aber auch richtig so. Wer meint, eh ganz gut in Schuss und halbwegs flott unterwegs zu sein kann gerne einmal selbst den Test antreten und wird staunen, wie junge Mädels und Burschen, die vielleicht halb so alt sind wie ich es bin in einem Tempo ihre Runden drehen, das für mich extrem ungesund wäre.

Doch zurück zum Leistungstest. Nach dem lockeren Einlaufen wird mir erst einmal ein Tropfen Blut vom Ohr abgenommen. Ich werde mit Pulsuhr und Stoppuhr ausgerüstet und auf die Laufbahn geschickt, wo ich zunächst über die Distanz von zwei Kilometern, also zehn Runden und im Tempo 6 Minuten 30 Sekunden (pro Kilometer) meine Runden drehen soll. Ein Kärtchen mit den Durchgangszeiten in der Hand hilft mir dabei, das Tempo zu dosieren. Die 6:30 sind noch ein Klacks. Das ist langsamer als ich normalerweise unterwegs bin und ich muss mich beim Laufen regelrecht einbremsen, um nicht zu schnell zu sein. Ganz locker komme ich nach den zwei Kilometern wieder zur Blutabnahme zurück. Das war ja ganz easy.

Auch die nächsten beiden Durchgänge im 6:00 und 5:30 Tempo sind noch ganz locker. Erst bei 5:00 merke ich, dass ich mich in dem Tempo nicht stundenlang bewegen könnte und bei 4:30 ist Schluss. Auf den ersten Runden denke ich noch, dass ich noch den nächsten Sprug auf 4:00 versuchen könnte, doch dann wird alles anders. Ich bringe die zwei Kilometer zwar sogar ein wenig unter der vorgegebenen Zeit von neun Minuten über die Runden, mein Puls ist aber auf 180 und die letzten drei, vierhundert Meter sind ein richtiger Kampf. Ich mich muss regelrecht zum Weitermachen zwingen und komme mit rotem Gesicht und schwer keuchend ins Ziel. Für mich ist dort Schluss, wo die halb so alten Läufer erst richtig loslegen.

„So soll es auch sein“, meint Krista Gruss-Brunner, als ich zu ihr sage „Schluss! Ich will nicht mehr“, mir zum letzten Mal einen Tropfen Blut vom Ohr abnimmt und mich nochmals zum Auslaufen auf die Bahn schickt und mir die Auswertung des Tests für die nächsten Tage verspricht.

Ganz grob geschätzt würde ich jetzt einmal davon ausgehen, dass ich, sofern ich mein Training über den Winter durchhalte und mich noch etwas verbessere, im nächsten Jahr beim Wien-Marathon eine Zeit irgendwo um die 3 Stunden 45 Minuten hinbekommen könnte und dass eine Triathlon-Zielzeit von knapp sechs Stunden vielleicht auch möglich wäre. Das sieht ja gar nicht schlecht aus. Aber abwarten und erst einmal sehen, was die Auswertung des Tests bringt und welche Tipps und Trainingspläne ich dann bekomme. Und ja – meine alte Pulsuhr sollte ich dann vielleicht doch wieder einmal auspacken und auch eine neue Batterie dafür kaufen, um mich dann besser an die Vorgaben halten zu können.

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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Leistungstest III

Die Auswertung des Leistungstests vom Montag hat mir einen kleinen Dämpfer verpasst. Es war mir zwar klar, dass ich in den nächsten Monaten noch viel an meiner Ausdauer arbeiten muss, ich hatte aber gehofft, dass die längere Trainingspause des heurigen Jahres nicht allzu tiefgreifende Auswirkungen gehabt hatte. Das Ergebnis zeigt, dass dem leider nicht so ist. Zitat aus dem Befund: „Die Laktatkurve zeigt zu Beginn des Tests ein kaum entwickeltes Plateau mit gleichzeitig rasch ansteigenden Laktatwerten über die aerobe Schwelle (2,0 mmol/l). Dieser Kurvenverlauf bedeutet, dass die Stabilität der Grundlagenausdauer derzeit nicht sehr gut ausgebildet ist.“

Nun denn. Dann muss ich also wieder viel Basisarbeit leisten, um meine Grundlagenausdauer zu stabilisieren und die Leistungskurve dorthin zu bekommen wo sie sein soll, denn sonst wird das nichts mit dem Triathlon. Ein Lichtblick ist, dass die Empfehlung von meinen Plänen gar nicht so stark abweicht. Ich hatte ja ohnehin vor, in den nächsten acht Wochen noch weiter Aufbautraining zu machen. Daran führt wohl tatsächlich kein Weg vorbei. Andererseits ist das gar nicht so schlecht, denn dafür bietet sich das Wintertraining recht gut an. Heute Abend steht eine Heimtrainer-Einheit auf dem Programm, die nach den Empfehlungen des Tests lange aber locker sein soll. Irgendwo bei Puls 125 bis 130, dafür zwei Stunden lang.

Gestern konnte ich außerdem von einem erfahrenen Triathleten ein paar Tipps einholen. Er hat mir unter anderem dazu geraten, beim Wien-Marathon nur die halbe Distanz zu laufen und als Training vielleicht dafür mit dem Rad zum Start zu fahren, was eine überlegenswerte Alternative ist. Außerdem meinte er, dass ich mir unbedingt einen Neoprenanzug kaufen sollte, denn Triathlon hätte ein großes Suchtpotenzial. Wer einmal damit anfängt mache das immer wieder und dann brauche man ohnehin einen Neoprenanzug… hmmm… Irgendwie scheint mir das Eintrittsgeld in die Triathlon-Welt langsam etwas hoch zu werden.

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Freitag, 18. Dezember 2009

Fußballabend

Nun haben sich doch noch einmal sechs tapfere Kicker gefunden, um im alten Jahr noch einmal die Kugel in der Turnhalle rollen zu lassen, während Rapid im Happestadion nach 3:0 Vorsprung einfriert. Fußball zu spielen entspricht zwar ganz und gar nicht dem mir verordneten Aufbautraining, wonach ich in den nächsten acht Wochen eigentlich ausschließlich langes und leichtes Ausdauertraining machen sollte, macht aber Spaß, und das ist doch schließlich das Wichtigste. Sage ich mir zumindest. Und das nächste Kickerl gibt es dann ohnehin erst in drei Wochen, denn am 24. und am 31. Dezember ist dafür sicher keine Zeit.

So gab’s dann also gestern wieder eineinhalb Stunden Ball- und Lauftraining der etwas verschärfteren Variante, aber in unserer Hobbykickerrunde ist ohnehin niemand richtig duchtrainiert, weshalb sich das Spieltempo nach rund zwanzig Minuten von selbst drosselt. Zum Schwitzen und Keuchen hat es trotzdem gereicht.

Den lockeren Dauerlauf oder die gemütliche Radeleinheit am Heimtrainer kann ich dann ja heute Abend einlegen. Wobei ein Dauerlauf durch den frisch gefallenen Pulverschnee die viel reizvollere und romantischere Variante ist.

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Dienstag, 22. Dezember 2009

3. Woche

Der Winter ist da, und wie! Schnee, Eis und bitterkalte Temperaturen (Minus 13 Grad) machen das Outdoortraining zur Gewissensfrage. Und erfordert reichlich Selbstüberwindung. So beim Lauftraining am Samstag. So romatisch es war durch den frischen Pulverschnee zu laufen, so hart war es auch. Auf den ersten zwei Kilometern war die Kälte richtig bissig und bis ich mich warmgelaufen hatte war meine Nase schon tiefgefroren. Immerhin habe ich gut eineinhalb Stunden lang durchgehalten. Allerdings hat es danach fast genauso lang gedauert, bis ich unter der Dusche wieder aufgetaut war.

Das Veranstaltungsteam des Austria Ironman 70.3 in St. Pölten und hat als kleine Motovation für das weitere Wintertraining eine Weihnachtsüberraschung verschickt: Eine blaue Haube mit dem Ironman-Logo und eine Karte mit der Botschaft: „Training im Winter? Ja! One Haube? Nein! Wir wissen, dass Ihr hart seid, aber alles hat seine Grenzen 😉 Damit Ihr beim Training im Winter keinen kühlen Kopf behaltet, gibt’s für Euch die Ironman-Haube!“

Die vierte Trainingswoche dürfte selbst wenn die Wettervorhersage stimmt und es tatsächlich wärmer wird noch aus einem anderen Grund ziemlich hart werden. Bei den anstehenden Weihnachts- und Neujahrsfeiern, samt deftigem Essen, Punsch und Keksen wird das Programm schwer einzuhalten sein. Schon das Schwimmtraining heute Vormittag, zu dem ich mich trotz der vorangegangenen Weihnachtsfeier aufgerafft habe, hat viel Überwindung gekostet. Einmal im Wasser wa es dann aber irgendwie auch lässig. Und ich konnte feststellen, dass ich weitere Fortschritte mache. Mittlerweile kann ich wieder 1000 Meter durchschwimmen ohne danach nach Atem zu ringen und mit Schwimmbrett und Kraul-Beinschlag bin ich sogar schon wieder schneller als die Sontagsschwimmer im Becken.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Silvesterlauf

So schnell vergeht die Zeit. Schon ist das erste Trainingsmonat vorüber und es sind nur noch fünf Monate bis zum Triathlon. Am Ende des ersten Trainingsmonats fühle ich mich fitter als zuvor und es gab noch keinen Tag, an dem ich mich zum Training zwingen hätte müssen, weil ich keine Lust dazu gehabt hätte. Ganz im Gegenteil.

Es fällt mir inzwischen auch schon leichter, meine Trainingseinheiten abzuspulen und ich habe begonnen, sie ein wenig auszudehnen. Statt 14 Kilometer bin ich zuletzt 17 Kilometer gelaufen, beim letzten Schwimmtraining war ich 20 Minuten länger im Wasser und auch den Heimtrainer habe ich eine halbe Stunde länger getreten als Anfang November. Das alles bei einer stabilen Aufbau- und Ausdauerintensität, die mir mitunter fast schon ein wenig zu leicht vorkommt und wenn ich nicht die Trainingsdauer erhöht hätte fast schon Wellness-Charakter hat. Das soll aber wohl so sein und besser Trainierten geht es wohl bei den Ausdauer-Einheiten immer so. Beneidenswert.

Hätte ich das Ziel gehabt, abzunehmen, so wäre ich jetzt wohl ein wenig enttäuscht. Mein Körpergewicht hat sich kaum verändert. Allerdings scheint es mir so, als wäre der kleine Speckgürtel, den ich seit einer halben Ewigkeit mit mir herumtrage etwas kleiner geworden. Es ist aber jedenfalls nicht so, dass mir meine Hosen nicht mehr passen würden. Vielleicht haben sich stattdessen Muskeln gebildet. So genau lässt sich das jedenfalls nicht feststellen.

In der Weihnachtswoche habe ich mein Training etwas reduziert, aber immerhin mehr Zeit zum Sporteln als zum Bloggen gefunden. Mit drei Laufeinheiten am 24., 25. und 26. Dezember und einmal Heimkino-Radeln komme ich immerhin auf vier richtige Trainingseinheiten, und damit wohl auf mehr als der Großteil der Amateure, die nächstes Jahr an irgendeinem Rennen teilnehmen wollen. Zwei meiner Nachbarn, die im November einmal gemeint hatten, ein Triathlon würde sie auch interessieren und ich solle ihnen das Schwimmen beibringen konnten sich bisher noch gar nicht zum Trainineren aufraffen.

Gestern gab es als kleine Belohnung einen Schitag. Professionelle Trainer würden war sagen, dass es kein richtiger Sport ist, mit dem Lift einen Berg hinauf und dann auf zwei Brettern wieder hinunter zu rutschen, meinen zwei Kindern und meiner Frau kann ich allerdings schlecht sagen, dass sie selbst einmal ohne mich auf den Pisten herumrutschen sollen während ich mit den Tourenschi den Berg rauf gehe.

Als Abschluss des ersten Trainingsmonats gibt es heute einen Silvesterlauf, wobei ich aber überlege, ob ich statt des offiziellen Silvesterlaufs im Ort, der nur fünf Kilometer lang ist, nicht besser einen schönen, langen Waldlauf machen soll. Ein schnelles Rennen mit Zeitnehmung ist zwar lustig, in den Trainingsplan würde ein langer Waldlauf aber wohl besser passen.

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Samstag, 2. Januar 2010

Neujahr

Prosit Neujahr!

Ich kann mich nicht erinnern, am 1. Jänner irgendwann einmal so geschwitzt zu haben wie heute. In der Sauna möglicherweise, aber sicher nicht beim Laufen im Freien. Bei den derzeitigen milden Temperaturen ist das aber kein Wunder. Zehn Grad und Sonnenschein fühlen sich fast schon wie Frühling an. Die Ironman-Haube braucht man bei so einem Wetter jedenfalls nicht und auch das nächste Schwimmtraining schiebe ich da gerne noch ein paar Tage hinaus.

Schade ist nur, dass ich derzeit kein vernünftiges Rad habe, denn das Wetter wäre eigentlich perfekt für eine Bike-Tour. Mein alter Drahtesel ist jedoch nicht mehr wirklich gelände- oder gipfeltauglich. Jedenfalls wage ich mich mit dem Methusalem nicht mehr ins Gelände. Und schon gar nicht, wenn die Trails vom geschmolzenen Schnee morastig und rutschig sind. Die Biker, die mir bei meiner Laufrunde fröhlich grüßend entgegen geradelt sind konnte ich daher nur ein wenig neidisch grüßen, während ich wie gestern auch meine schöne 17 Kilomter Runde auf den Forststraßen des Wienerwalds abgespult habe.

Ach – und einen kleinen Neujahrsvorsatz habe ich auch noch: Das empfohlene Boden- und Krafttraining will ich ab morgen auch ins regelmäßige Training einbauen. Das sollte auch noch möglich sein

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Sonntag, 3. Januar 2010

Neujahrsschwimmen

Der Winter ist wieder zurück. Es gibt wieder Schnee und Eis, und weil meine Laufsachen auch einmal gewaschen werden müssen bin ich gestern Nachmittag wieder einmal zum Schwimmen ins Amalienbad gefahren, um mein zwei Kilometer-Trainingsprogramm abzuspulen:

200 Meter Brust zum Einschwimmen
400 Meter Kraul
400 Meter Kraul-Beine mit Schwimmbrett
400 Meter Kraul-Arme mit Pull-Buoy (eine Länge linker Arm, eine Länge rechter Arm, eine Länge abschlagen, eine Länge normales Armtempo)
nochmals 400 Meter Kraul
und 200 Meter Brust zum Ausschwimmen

Das geht inzwischen ganz gut. Kraul-Beine sind zwar immer noch ein Hammer und bei der Hälfte musste ich mich schon überwinden, um nicht einfach zum nächsten Programmpunkt zu wechseln, aber am Ende der Strecke war ich fast selbst überrascht, dass ich sogar noch frisch genug gewesen wäre um weiterschwimmen zu können.

Zum Schluss hin bin ich dann aber doch langsam müde geworden. In den Armen ist mir der Saft ein wenig ausgegangen und die Beintempi waren naja – auch nur noch ansatzweise korrekt. Es mag ja sein, dass man mit einem Neoprenanzug viel mehr Auftrieb hat und daher auch leichter schwimmen kann – da kann ich noch nichts dazu sagen. Für mich heißt das aber, dass ich in den nächsten Monaten fleißig weitertrainieren muss, damit ich beim Triathlon nicht schon nach dem Schwimmen den ersten Einbruch erlebe.

Ich werde wohl auch nicht darum hinweg kommen, Kraftübungen in mein Training einzubauen. Die Schweizer Schwimmvereinigung hat einen Kraftrainingsplan für Schwimmer ins Netz gestellt. Demnach ist das Krafttraining für Schwimmer unerlässlich, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und Haltungsschwächen auszugleichen. Für Langstreckenschwimmer wird ein Krafttraining pro Woche empfohlen. Das sollte ja noch irgendwie unterzubringen sein.

Auf der Homepage der Fitnessrevue habe ich Kraftübungen für alle Muskelpartien gefunden, wie sie von den Schweizer Schwimmern empfohlen werden. Die meisten davon lassen sich auch ohne Fitnesscenter, nur mit einer Turnmatte und einem Paar Hanteln (die seit ungefähr zehn Jahren nahezu unbenutzt bei uns zuhause in einer Ecke verstauben) erledigen. Zum Aufwärmen wird das Radeln am Ergometer, zum Abwärmen ordentliches Dehnen empfohlen. Das werde ich heute Abend einmal ausprobieren.

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Freitag, 8. Januar 2010

Dauerschwimmen

Die ersten Tage dieser Woche waren trainingsmäßig etwas verbockt. Dem wie geplant trainingsfreien Montag ist gleich noch ein zweiter und nach einer langen Party am Dienstag Abend erholungsbedingt auch noch ein dritter Tag ganz ohne Sport gefolgt.

Tja – ich habe die Probe aufs Exempel gestellt und es hat sich wieder einmal bestätigt, was ich in jahrelangen Selbstversuchen ohnehin schon herausgefunden hatte: Wein und Sport vertragen sich nicht. Aber wie!

Nachdem sich der Katzenjammer Mittwoch Abend endlich wieder gelegt hatte habe ich mir einen Plan für den Rest der Woche zurecht gelegt: Donnerstag Abend Fußball, Freitag morgens schwimmen und abends radeln. Samstag und Sonntag jeweils eine Runde mit den Langlaufschi (es soll in den nächsten Tagen sehr viel schneien) und zusätzlich noch eine Schwimmeinheit am Wochenende. Damit wäre das Trainingspensum mit sechs Einheiten auch wieder erfüllt. Hoffentlich klappt das auch so wie ich mir das vorstelle.

Nach dem gestrigen anstrengenden Kickerl (wieder einmal drei gegen drei am großen Handballfeld) war ich heute etwas später im Bad. Um trotzdem noch vor der Arbeit meine zwei Kilometer abspulen zu können habe ich das Schwimmbrett und den Pull-Buoy in der Tasche gelassen, das Techniktraining gestrichen und bin stattdessen erstmals seit Trainingsbeginn die zwei Kilometer ohne Pause durchgeschwommen. Nach 200 Metern Brust zum Einschwimmen 1000 Meter Kraul, dann wieder 200 Meter Brust zum Entspannen und anschließend nochmals 600 Meter Kraul. Ich war etwas überrascht, dass es weder kraft- noch konditionsmäßig eine besondere Herausforderung war. Bei den letzten vier Längen musste ich mich allerdings schon zusätzlich motivieren, um nicht vorzeitig aus dem Wasser zu gehen. Zwei Kilometer ohne Pause zu schwimmen ist hauptsächlich eine Frage der Selbstdisziplin.

Nach rund 45 Minuten – ich habe die Zeit nicht gestoppt, sondern nur an der großen Uhr im Bad abgelesen – war ich jedenfalls damit durch und zufrieden, dass alles glatt gelaufen ist. Sicher geht das alles noch ein bisschen besser und auch schneller, doch vor mir stehen ja schließlich auch noch weitere zwanzig Wochen Training. Der Weg ist das Ziel…

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Montag, 11. Januar 2010

Noch 20 Wochen

OK, OK. Ganz so tüchtig wie ich mir das am Freitag gedacht hatte war ich dann am Wochenende doch nicht, aber immerhin bin ich 30 Kilometer geradelt, habe mein Krafttraining nach den Vorgaben der Schweizer Meisterschwimmer und von Krista Gruss-Brunner absolviert und hatte dann am Sonntag sogar noch Gelegenheit, um mit den Langlaufschi selbst eine Spur durch den Schnee zu ziehen. Das war herrlich, allerdings bei den Abfahrten nicht ganz leicht zu fahren, weil die Schneedecke nach dem Regen in der Nacht davor mit einer Harschschicht überzogen war und selbst spuren geht außerdem ganz schön rein.

Von jetzt an sind es noch genau 20 Wochen bis zum Triathlon und damit geht es jetzt eigentlich erst so richtig los. Die bisherigen Trainings kann ich als Aufwärm- und Vorbereitungsübungen sehen. Ab sofort versuche ich mich weitgehend an dem Triathlon-Trainingsplan von just4sport.de (unter Link: Trainingspläne 2) zu orientieren. Ganz dem Plan zu folgen ist schon alleine deswegen unmöglich, weil an den Montagen keine Bäder geöffnet sind.

In den vergangenen fünf Wochen bin ich immerhin rund 30 km geschwommen, 180 km gelaufen und 290 geradelt. Das ist gar nicht schlecht. Im Schnitt habe ich mich damit täglich 14 Kilometer weit bewegt. Jetzt soll das Pensum aber höher werden, es stehen weniger freie Tage auf dem Plan und auch die Trainingseinheiten sind länger vorgegeben. Mal sehen, wie es wird. Zum Einstimmen muss ich heute Abend einmal 120 Minuten locker zu radeln. Das schreit zumindest nach einer guten DVD.

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Dienstag, 12. Januar 2010

Sitztraining

Erst Desperate Housewives, dann Lipstick Joungle und danach auch noch Dirty Sexy Money. Das war die Untermalung beim gestrigen Training am alten Kettler-Hund. 120 Minuten waren geplant und ja, ich gebe es zu, ich habe nicht ganz durchgehalten und bin zehn Minuten früher vom Trainingsgerät gestiegen.

Der Grund für den Abbruch nach 110 Minuten und 50 Kilometern war aber weniger eine Konditionsschwäche, denn ich bin bis zum Schluss ganz locker bei Stufe 8 von 10 geradelt (die geleisteten Watt kann ich leider nicht ablesen). Gemangelt hat es am Sitzfleisch. Ich muss mich anscheinend erst wieder daran gewöhnen, über längere Zeit auf dem Fahrradsattel zu sitzen. Am Schluss war es jedenfalls nicht mehr lustig und ich hatte auch schon mehr als genug von den TV-Serien.

Am Wochenende soll ich 150 Minuten lang radeln. Ich weiß schon jetzt, dass das zäh wird. Um die langen Fahrrad-Einheiten (im Trainingsplan stehen auch 210, ja sogar 300 Minuten radeln) am Heimtrainer durchsitzen zu können ist noch viel Überwindung nötig.

Gerstern habe ich übrigens herausgefunden, dass mein um 15 Jahre jüngerer Cousin Alexander Haselsteiner auch am Ironman Triathlon in St. Pölten teilnehmen wird. Vergangenes Jahr hat er eine sehr beachtliche Zeit von 5 Stunden 18 Minuten hingelegt. Seine Zwischenzeiten mit 36 Minuten für das Schwimmen, 2 Stunden 44 für das Radeln und 1 Stunde 50 für das Laufen sehen als Einzelzeiten eigentlich durchaus machbar aus. Trotzdem bezweifle ich, dass ich am 30. Mai auch nur annähernd in seine Reichweite kommen kann. Ein zusätzlicher Ansporn fleißig weiter zu trainieren ist es auf jeden Fall.

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Mittwoch, 13. Januar 2010

Überraschung

Beruf, Familie und Sport unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach. Gestern war so ein Tag, an dem es eben nicht sein wollte. Morgens war ich zu spät dran, um noch vor der Arbeit ins Bad zu gehen, und als ich abends aus dem Büro kam war es auch schon wieder geschlossen. Also nichts mit Schwimmen. Ersatzweise wollte ich entweder eine Runde laufen oder eben wieder am Heimtrainer radeln, aber auch daraus wurde nichts, denn es gab wieder Arbeit, die erledigt werden musste.

Fast wie eine Belohnung dafür, dass ich so wacker bis nach zwei Uhr nachts durchgehalten und meine Abgabetermine eingealten habe klopfte heute früh der Bahn-Kurierdienst an meine Tür und meinte, er hätte ein Fahrrad für mich. Mein lange esehntes und erwartetes Mountainbike! Das KTM Lycan 1.0, für das ich schon eine halbe Ewigkeit gespart hatte. Am liebsten hätte ich sofort eine Runde damit gedreht, doch weder die Witterungsbedingungen noch der Beruf ließen das auch zu. DIe Alternative bei Minusgraden, Schnee und Eis die fast 40 Kilometer ins Büro zu radeln war mir dann doch ein wenig zu heftig. Für die Biketouren des kommenden Frühjahres bin ich jedenfalls jetzt schon supertoll gerüstet.

Als Trainingseinheit gab es heute wieder einmal Schwimmen im Amalienbad. Diesmal war ich nach Büroschluss gegen 18:00 im Bad , was nicht ganz optimal war, denn es war noch wesentlich mehr Betrieb als in den Morgenstunden. Es war fast ein wenig wie Hindernisschwimmen und nicht ganz so super. Am Ende war ich einerseits ein wenig stolz auf mich, dass ich mein Trainingsprogramm trotz der widrigen Bedingungen durchgeschwommen bin, andererseits war ich aber auch froh, wieder aus dem Wasser zu können. In Zukunft muss ich morgens wieder zeitiger außer Haus, um mehr Ruhe auf meinen zwei Schwimmkilometern zu haben.

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Dienstag, 19. Januar 2010

Wochenplan

Einmal radeln, einmal schwimmen, einmal Fußball und zweimal Langlaufen – das war das Programm der vergangenen Woche. Auf dem Papier sind fünf Trainingseinheiten ganz gut und auch die Dauer und die Intensität stimmen zumindest nach dem Trainingsprogramm. Mir scheint es aber fast als wäre das alles ein wenig zu locker. Möglicherweise liegt das aber nur daran, dass ich schon seit längerem trainiere und ich mich an den regelmäßigen Sport gewöhnt habe. Ein Tag ohne Sport kommt mir beinahe schon seltssam vor. Die Bewegung fehlt mir dann richtig.

Bei den Trainings der letzten Woche war eigentlich nur das lange Sitzen am Heimtrainer anstrengend, der Rest war ein Vergnügen. Vor allem das Langlaufen am Wochenende. Dabei bin ich zwar auch ganz schön ins Schwitzen gekommen, hätte aber noch stundenlang weitermachen können, so herrlich war es, vor allem am Samstag, bei strahlendem Sonnenschein auf einer toll vorbereiteten Loipe die Runden zu drehen.

Diese Woche stehen drei 90 bis 120 Minuten lange Laufeinheiten auf dem Programm, dazu einmal 130 und einmal 165 Minuten lang radeln und mindestens ein Schwimmtraining. Heute Abend wahlweise Laufen oder radeln. Mal sehen, was mich mehr reizt. Ein langer Nachtlauf wäre wieder einmal fein.

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Sonntag, 24. Januar 2010

Umgeplant

Das mit dem Trainingsplan aus dem Internet ist so eine Sache. Sicher, wenn ich Zeit hätte, mein ganzes Leben über die nächsten Monate nur auf den Triathlon auszurichten, dann wäre es kein Problem, den Plan einzuhalten. Ich würde dann vermutlich sogar noch ein Schäufelchen drauflegen und mir für das Rennen Ende Mai ein richtig ehrgeiziges Ziel setzen. Aber ich bin nun mal kein Profi-Leistungssportler.

Donnerstag Abend, beim wöchentlichen Fußballspiel. Joachim, neben mir mit Sicherheit der am besten Trainierte der Runde, seither seine Pläne für den Wien-Marathon vergesen. Schon in der Nachspielzeit brach er, ganz ohne Foulspiel, plötzlich zusammen und lag schreiend am Boden. Im Krankenhaus St. Pölten wurde ein Achillessehnenriss diagnostiziert. Es folgen eine Operation, mindestens sechs Wochen Gips und eine wochenlange Rehabilitation.

So gesehen bin ich froh, überhaupt trainieren zu können. Es ärgert mich zwar ein wenig, wenn ich meine Pläne nicht immer so konsequent wie erhofft verfolgen kann, aber ich kann gut damit leben. Rückblickend habe ich diese Woche fast vier Stunden am Hometrainer geradelt, bin am Fußballabend gerannt wie schon lange nicht, habe das Lauftraining am Samstag durch eine schöne Schitour ersetzt und werde heute Abend eben nochmals gut 100 Minuten radeln. Fürs Schwimmen hat es diesmal leider nicht gereicht, aber das machte mir inzwischen ohnehin kaum mehr Sorgen. Ich weiß außerdem, dass ich das was laut Web-Trainingsplan als Schwimmtraining vorgesehen gewesen wäre ganz locker und deutlich schneller schwimmen können hätte. Nächste Woche muss ich aber trotzdem wieder einmal ins Wasser.

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Dienstag, 26. Januar 2010

Wasser

Nach genaus zwei Wochen wieder einmal ein Schwimmtraining. Ich muss jetzt wirklich einmal herausfinden, wann das Amalienbad morgens tatsächlich aufsperrt. Angeblich um 9:00, aber heute war ich fünf Minuten nach neun dort und das Schwimmbecken war schon wieder so voll, dass ich Schlangenlinien schwimmen musste. Ein besseres Trainingsbecken als das des Amalienbads gibt es aber leider in ganz Wien derzeit nicht. Selbst wenn am Vormittag immer ein Teil davon abgesperrt ist. Ich muss also wohl oder übel damit leben. Schwimmtechnisch bin ich jedenfalls inzwischen wieder ganz fix, jetzt könnte ich am Tempo arbeiten. Für Temposprints bräuchte ich allerdings wirklich einmal ein bisschen Platz.

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Donnerstag, 28. Januar 2010

Mentaltraining am Heimtrainer

Das Radeln am alten Kettler-Hund ist ja ohnehin nicht wirklich erbauend. Ohne TV-Begeleitung ist es allerdings noch zäher. Weil unser alter Fernseher am Wochenende das Zeitliche gesegnet hat und ein neuer so schnell nicht ins Haus kommen wird musste ich da aber duch.

Die erste halbe Stunde konnte ich mich noch mit lesen ablenken. Als der Schweiß dann aber so richtig lief musste ich das Buch weglegen. Die restlichen 50 Minuten am Heimtrainer waren dann ein lange andauerner Kampf gegen das Teufelchen, das mir ständig ins Ohr raunte, es wäre schon genug.

Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, mein Pensum zu erfüllen. Der Gedanke an die ersten Rad-Ausfahrten im Frühjahr haben mich motiviert, durchzuhalten und nach dem Radeln hatte ich dann sogar noch genug Energie für meine Kräftigungsübungen. Das hatte ich nach den ersten 30 Minuten kaum noch für möglich gehalten.

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Montag, 8. Februar 2010

Schiwoche

Bloggen und Urlaub machen gleichzeitig, das geht irgendwie nicht richtig zusammen. Trainieren und Urlaub machen aber schon. In Woche 10 meines Projekts „Ironman“ stand ein Schiurlaub auf dem Programm. Bei fünf Tagen Kaiserwetter und tollem Schnee ließ es sich am Nassfeld in Kärnten sehr gut aushalten. Was heißt….

Die Trainingseinheiten wurden fix vom Hallenbad, wo ich am Freitag vor dem Urlaub noch eine Einheit absolviert habe, und vom Heimtrainer auf die Schipisten, die Tourenroute auf den Zweikogel und die Langlaufloipe entlang der Gail verlegt. Da ist kein Fernseher nötig, damit die Motivation passt. Selbst wenn täglich sieben, acht Stunden Sport auf dem Programm stehen. Baba, ORF und Co! Ich freue mich jedenfalls schon auf die längeren Frühlingstage, an denen ich wieder mehr Outdoor-Trainings machen kann.

Zum entspannenden Abschluss der bisher angenehmsten Trainingswoche habe ich gestern Nachmittag noch einen 130 Minuten langen Long-Jog durch den verschneiten Wienerwald absolviert. Das war auch super. Langlaufschi wären zwar die bessere Variante gewesen, aber leider sind die Langlaufschuhe in Kärnten geblieben. Ich muss daher warten, bis der Postbote meine Vergesslichkeit ausbügelt und hoffe, dass der frische Schnee im Wienerwald bis zum nächsten Wochenende liegen bleibt.

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Dienstag, 9. Februar 2010

Wellenreiter

Gestern habe ich eine überraschende Mail bekommen. Das Team von des Online-Sportportals LAOLA1 hat mein Blog entdeckt und mich eingeladen, für den Triathlon dem Team beizutreten. Warum nicht, denke ich mir. Es kann ja ganz lustig sein, im Team zu kämpfen, obwohl das auf der Strecke wohl kaum eine Rolle spielt, denn über die Distanz kann muss man sich schon selbst kämpfen.

Team- und Firmenchef Karl Wieseneder hat jedenfalls beim Ironman 2009 die recht beachtliche Zeit von 5:23:25,7 vorgelegt, Stephab Schwabl, ebenfalls aus dem LAOLA-Stall, ist in 6:12:25,6 ins Ziel gekommen. Wenn ich am 30. Mai eine Zeit irgendwo in der Mitte zwischen den beiden schaffe wäre ich schon ziemlich stolz auf mich, aber so weit will ich eigentlich noch gar nicht denken.

Jetzt habe ich immer noch 15 Trainingswochen vor mir. Noch zwei, drei Wochen Grundlagen-Aufbautraining, dann werden die Einheiten etwas intensiver und anstrengender. Irgendwie wird das auch langsam Zeit. Schade nur, dass es draußen immer noch zu kalt ist, um in die 35 km in die Arbeit (und abends auch wieder nach Hause) zu radeln.

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Mittwoch, 10. Februar 2010

Teamrider

So schnell geht es. Gestern war ich noch Einzelkämpfer, seit heute bin ich Mitglied im LAOLA1-Team (hier der Link zum Team 2009). Gut. Ein Ansporn mehr, mich ins Zeug zu hängen. Beim Training ebenso wie dann beim Rennen. Ich will mich am Ende doch nicht auch noch blamieren.

laola-logo

Langsam komplettiert sich auch meine Ausrüstung. Über willhaben.at habe ich ein günstiges Rennrad, ein Simplon Lumen in schicker mattschwarzer Lackierung, gefunden, mit dem ich sobald als möglich meine Straßentrainings abspulen und dann auch beim Ironman antreten möchte. Ich kann es schon kaum mehr erwarten, den Flitzer auf der Straße auszuprobieren, werde witterungsbedingt aber wohl noch ein gutes Monat zuwarten müssen. Bis morgen soll es wieder 30 cm Neuschnee geben. Das lässt noch nicht auf ein baldiges Winterende schließen.

lumen
Das neue gebrauchte Rennrad

Das Heimtrainer-Training steht mir jedenfalls ehrlich gesagt schon ziemlich. Vielleicht wird es mit der Kombination Lumen & Walze besser. Heute Abend muss ich aber noch einmal am Kettler durchhalten, denn das Lumen wird frühestens am Sonntag geliefert. Zwei Stunden am Kettler, ohne Fernsehen… das wird jedenfalls wieder eine harte Sache.

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Donnerstag, 11. Februar 2010

Nachttrainings

Mein Cousin Alexander, schon ein erfahrener und ebenfalls bloggender Triathlet mit dem hoch gesteckten Ziel am 30. Mai die 5-Stunden-Marke zu knacken ist ein ziemlicher Early Bird beim Training.

Ich hingegen bin da eher ein Nachtvogel. Das liegt aber weniger daran, dass ich um sechs Uhr morgens nicht aus den Federn käme, sondern mehr daran, dass meine Kinder sonst täglich zu spät zur Schule kämen. Ich bin schon froh, wenn ich hin und wieder um nuen Uhr morgens zum Schwimmtraining komme. Weil es in der Redaktion öfters auch ein wenig später wird bleibt mir nichts anderes übrig, als mir so wie heute auch spät nachts noch die Radlhose anzuziehen und den alten Kettler zu treten. Trotz des nicht vorhandenen Fernsehers war das heute gar nicht so schlimm. Ich habe immerhin 100 Minuten durchgehalten und hatte dabei anders als zuletzt weder mentale Probleme noch Schwierigkeiten, die Einheit durchzusitzen.

Nach einigen entspannenden Kraftübungen und einer ausgiebigen Dusche ist aber jetzt auch Schluss. Mal sehen, ob ich es morgen früh ins Hallenbad schaffe. Ansonsten steht abends wieder der Donnerstags-Hallenkick und damit eine etwas intensiveres Trainngseinheit am Programm.

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Freitag, 12. Februar 2010

Radball

Ein seltsamer Grippevirus scheint unsere Fußballrunde heimzusuchen. Gestern Abend waren nur drei Herren fit genug für ein Match. Tja, das reichte leider nichteinmal fürs Wuzzeln. Aus dem lustigen Kickerl wurde also nichts. Stattdessen bin ich wieder einmal in die Radhose geschlüpft und habe mein Training am Kettler absolviert. Zwei Tage hintereinander am Heimtrainer sind eher wenig… nja… sagen wir aufbauend. Auch wenn es für das Aufbautraining selbst gar nicht schlecht ist. Leider bin ich aber derzeit beruflich so eingespannt, dass ich keine Zeit habe, ins Schwimmbad zu gehen.

Die einzige Alternative wäre ein Nachtlauf gewesen. Da es aber bei uns im Ort keine wirklich fuktionierende Schneeräumung gibt und es eher unlustig ist, in der Dunkelheit auf dem Eis auszurutschen konnte ich mich dafür noch weniger begeistern.

80 Minuten radeln und anschließend noch die obligatorischen Verrenkungen auf der Turnmatte sind es dann geworden. Zum Glück sind die in Kärnten vergessenen Langlaufschuhe inzwischen angekommen. Ich hoffe, dass ich damit am Wochenende „Gleiten statt Radeln“ kann.

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Arbeitsstress…

Der Arbeitsstress und dazu noch einige private Feiern haben mich in den vergangenen Tagen leider vom Training abgehalten. Erst gestern Abend hatte ich endlich wieder einmal Zeit, mich auf den Heimtrainer zu setzen.

Ich war von der Anstrengung der letzten Tage so ausgepowert, dass ich anfangs schon fürchtete, jeden Moment vom Kettler zu kippen. Nach 15 Minuten haben sich aber mein Puls und mein Kreislauf zum Glück wieder stabilisiert und ich konnte bis zum Ende meiner 120 Minuten langen Traingseinheit relativ locker mit 30 km/h dahinradeln.

Dabei hatte ich sogar ein wenig Ablenkung, denn der ORF überträgt anlässlich der Olympiade derzeit einen Livestream von ORF 1 im Internet. Eine feine Sache. Das könnte eine Dauereinrichtung bleiben. Jedenfalls konnte ich mir beim Radeln so die Damen-Abfahrt in Vancouver und die kuriosen Tore bei den Fußballspielen von Bayern gegen Fiorentina und von Arsenal gegen Porto ansehen. Ehrlich gesagt ist das aber trotzdem nur der halbe Spaß und so gern ich den Winter mag freue mich schon auf den Frühling und die ersten Ausfahrten mit meinem Simplon Lumen.

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Freitag, 19. Februar 2010

Soft-Kick

Gestern haben sich endlich wieder einmal genug Herren für ein Hallenkickerl gefunden. Dabei habe ich wieder gespürt, wie ausgelaugt ich von der vergangenen anstrengenden Arbeitswoche war. Ich musste beim Tempo deutlich zurückschalten, denn sonst hätte ich die 90 Minuten sicher nicht durchhalten können.

Statt selbst zu Flügelflitzer zu spielen und zu ständig auf und ab zu sprinten musste ich mich aufs Mitlaufen und Passen verlegen. Damit war ich zwar für mein Team nicht die erhoffte große Unterstützung, aber schließlich ging es ja um nichts außer um den Spaß an der Sache. Mir persönlich hat es jedenfalls gut getan, mich nicht gleich wieder voll zu verausgaben. Ich hoffe aber, dass ich zum Ironman nicht in einem ähnlichen Leistungstief bin und ausgeruht an den Start gehen kann. Der gestrige Abend hat mir jedenfalls gezeigt, dass das Projekt Ironman noch lange nicht gegessen ist und noch viel Training nötig ist.

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Montag, 22. Februar 2010

Langlauf

Rechtzeitig vor dem Tauwetter konnte ich am Wochenende noch einmal ein Training mit den Langlaufschi absolvieren. Im Mühlviertel gab es dafür perfekte Bedingungen. Toll präparierte Loipen, ausreichend Schnee und am Sonntag obendrein auch noch Kaiserwetter. Das musste ich einfach ausnutzen, denn Schnee wird es wohl bald nur noch in den Bergen geben.

In Summe war ich gut fünf Stunden unterwegs, und das Tempo war dabei auch recht ordentlich. Das Leistungstief, das mich letzte Woche geplagt hat, scheint jedenfalls überwunden zu sein. Das ist auch gut, denn in meiner Triathlon-Vorbereitung beginnt mit dieser Woche die intensivere Phase. Nach zwölf Wochen konsequentem Ausdauer- und Aufbautraining muss ich die Intensität erhöhen, zwischendurch Sprints einlegen und mich an das Wettkampftempo herantasten.

Wenn die Wettervorhersage stimmt sollte auch das Rad-Opening unmittelbar bevorstehen. Die Wintersportausrüstung werde ich, von der einen oder anderen Schitour einmal abgesehen, so schnell nicht mehr brauchen. Heute Abend sind aber zunächst einmal die Laufschuhe an der Reihe. Auf dem Programm steht eine flottere, mit ein paar kurzen Sprints gespickte Zwei-Stunden-Einheit. Ich muss schließlich auch mein Lauftraining ein bisschen intensivieren, denn als Vorbereitung für den Ironman Triathlon will ich ja am 18. April beim Vienna City Marathon an den Start gehen. Natürlich möchte ich auch dort eine halbwegs gute Figur machen.

2008 konnte ich ja bei meinem zweiten Marathon überhaupt mit 3:55 die Vier-Stunden-Marke knacken. Dieses Mal möchte ich auf jeden Fall schneller sein und eine Zeit zwischen 3:30 und 3:45 erreichen. Bis zum Rennen sind nur noch acht Wochen. Trainingspausen darf ich da also keine mehr machen.

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Dienstag, 23. Februar 2010

Radeln und schwimmen

Zum Laufen war es gestern Abend dann doch schon wieder etwas spät und außerdem wollte ich ein bisschen Olympia schauen. Also habe ich kurzerhand umdisponiert, mich wieder einmal auf den Kettler gesetzt und bin 100 Minuten lang bei lockerer bis mittlerer Intensität geradelt. Nachdem ich jetzt auch ein Rennrad und außerdem auch eine Walze zuhause habe möchte ich heute Abend einmal ausprobieren, wie das Training damit ist. Ich denke mir, dass es jedenfalls nicht schaden kann, wenn ich mich schon einmal an die Sitzposition am Straßenschneider gewöhne.

Heute habe ich es außerderm endlich wieder einmal vor der Arbeit ins Amalienbad geschafft und bin dort 2 km geschwommen. Das letzte Schwimmtraining war ja schon fast vier Wochen her. Am 29. Jänner, um genau zu sein. Der Schiurlaub und der danach folgende Arbeitsstress haben mich ein wenig aus dem Plan gebracht. Das sollte in den verbleibenden 14 Trainingswochen (mit dieser) nicht noch einmal passieren.

Anfangs war es jedenfalls ein bisschen mühsam, aber nach ein paar hundert Metern bin ich dann wieder locker geworden und es ging dann ganz gut. Auch die zahlreichen Badegäste haben nicht wirklich gestört.

Ich bin die ersten 1000 Meter durchgeschwommen, noch nicht ganz im Wettkampftempo, und habe dafür 22 Minuten gebraucht. Daran habe ich mein 2x 400 Meter Bein/Arm Techniktraining und nochmals 200 Meter Kraul angehängt.

Nach 53 Minuten hatte ich das Programm durch. Das ist schon ganz OK. Wenn ich weiter fleißig trainiere sollte sich beim Triathlon eine Zeit um oder ein wenig unter 40 Minuten ausgehen. Zumal beim Triathlon ja mit Neoprenanzügen geschwommen wird, die zusätzlich Auftrieb geben und das Schwimmen ein wenig leichter machen sollen. Ich kann leider noch nicht sagen, ob das wirklich stimmt, denn ein Neo fehlt mir noch in meiner Ausrüstung. Ich muss mal versuchen, ob ich am Gebrauchtmarkt einen finde. Ab Mitte/Ende April sollte ich dann ja auch im Freien trainieren, und da dürfte das Wasser noch ziemlich frisch sein.

Heute Abend steht noch eine lockere Radeinheit mit anschließenden Kraft- und Dehnungsübungen auf dem Programm. Dann sehen wir einmal weiter. Das Laufen sollte ich ja auch wieder ein wenig forcieren….

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Donnerstag, 25. Februar 2010

Nachtlauf

Gestern bin ich nach langer Zeit wieder einmal zu einer Laufrunde gestartet. Ich muss in meinem Blog ganz schön weit zurückblättern, um die letzte Laufeinheit zu finden. Wenn ich nichts überblättert habe war das abgesehen von den Fußballrunden am 1. Jänner. Abgesehen davon hatte ich seither beim Laufen immer Schi an den Beinen. Jetzt sind aber der Schnee und das Eis wieder weg und daher ist wieder Nike-Zeit.

Nach der langen Pause hatte ich schon befürchtet, dass mir nach ein paar Kilometern die Puste ausgeht und die Beine schwer werden. Ich war dann aber positiv überrascht, dass das nicht der Fall war und dass die Ersatztrainings mit den Langlauf- und Tourenschi doch ganz schön was gebracht haben.

Mein Handy hat die Runde von gestern Nacht (18,2 Kilometer in knapp 100 Minuten) gemessen und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:27 berechnet. Dabei hätte ich beim Tempo durchaus noch Reserven gehabt, denn der Lauf war immer noch recht locker. Auch konditionell hatte ich kein Problem. Ich hätte gut noch ein, zwei Stunden weiterlaufen können. Wenn gestern schon Marathon-Wettkampftag gewesen wäre hätte ich das Ziel sicher auch schon ereicht.

Immer vorausgesetzt dass ich in den nächsten Wochen fleißig weitertrainiere lässt das für die Wettkämpfe am 11. April (Vienna City Marathon) und am 30. Mai (Trathlon) eine für mich als Hobbysportler recht ansprechende Zeit erwarten.

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Freitag, 26. Februar 2010

Rad-Opening

Es ist so weit. Heute habe ich mit dem Renner die Radsaison eröffnet und bin morgens statt mit der Bahn mit dem Roadbike nach Wien gefahren. In den Zehen ist es mit Fortdauer der Fahrt ein bisschen kalt geworden, aber sonst war es nach den vielen und langen Heimtrainer-Einheiten ein Vergnügen, endlich wieder einmal Fahrtwind um die Nase zu haben.

Nach den langen Jahren, da ich kein Rennrad hatte – die letzten zwei, ein Peugeot und ein Puch, die heute schon richtige Klassiker wären wurden mir leider gestohlen und danach hatte ich keinen Bock mehr, den Wienern neue Fahrräder zu finanzieren – war es jedenfalls ein schönes Erlebnis. Bei einer relativ gemütlich geradelten Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,3 km/h (nur am Rekawinkler Berg bin ich einmal kurz ins Schnaufen gekommen) war ich in 55 Minuten in Wien-Hütteldorf und damit nur um eine knappe halbe Stunde später in der Arbeit als wenn ich mit der Bahn gefahren wäre. Ich muss zwar gestehen, dass es die meiste Zeit leicht bergab ging, aber ich hatte auch einen Rucksack voll Arbeitssachen und Wechselklamotten umgeschnallt.

Wann immer das es das Wetter erlaubt möchte ich die Strecke jedenfalls in Zukunft konsequent mit dem Rad zurücklegen. Ist ein super Training. Ich bin jetzt zuversichtlich, dass der 30 km/h Schnitt und damit eine Fahrzeit von drei Stunden beim Triathlon möglich sind, wenn das Wetter halbwegs mitspielt.

Ein paar Anschaffungen sind dazu noch nötig: Rennradschuhe (am besten gleich), ein Triathlon-Lenker (hat noch ein bisschen Zeit) und ein Radcomputer. Die Handy-Zeitnehmung und GPS-Routenerfassung sind ja ganz nett, aber besser ist es schon, wenn man mit einem Blick am Lenker feststellen kann, wie schnell man unterwegs ist und wie weit man schon gefahren ist.

Nach Hause wollte ich eigentlich die Wienerwald-Radroute über Kaltenleutgeben und Klausen-Leopoldsdorf nehmen. Leider hat es aber vorhin zu regnen begonnen. Wenn das nicht besser wird lasse ich die Heimfahrt lieber aus und nehme das Bike in der Bahn mit. Am Wochenende soll das Wetter dann ja wieder besser werden. Dann werde ich einmal mein Mountainbike durch den Gatsch bewegen.

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Sonntag, 28. Februar 2010

Mountainbike-Saisonstart

Lässig: Der Start in die Mountainbike-Saison. Nach der ersten Ausfahrt mit dem Roadbike habe ich am Samstag bei wieder schönem Wetter und sehr milden Temperaturen mein Mountainbike gesattelt und bin zur ersten Schöpfl-Tour des Jahres aufgebrochen. Das Schöpfl, mit knapp 900 Metern Höhe die höchste Erhebung des Wienerwalds, ist ja schon so etwas wie mein Hausberg und ich habe mir schon eine recht anspruchsvolle fast 70 Kilometer lange Runde über Hochstrass aufs Schöpfl, weiter zum Gföhlberg (auch bei guten Bedingungen ein echtes Kriterium, wenn man nicht schieben will) und über Laaben retour zurechtgelegt.

Diesmal musste ich den Querefeldein-Ritt auf normalerweise großteils sogar legalen Pfaden allerdings abbrechen und das Schöpfl stattdessen auf der Straße umrunden. Die Schneeschmelze hat den Untergrund ordentlich aufgeweicht und von Anfang an musste ich mich durch mächtig viel Gatsch kämpfen. Das war schon auf der Geraden schwierig, bergauf dann aber ein echter Kampf.

Später waren die Wege dann überhaupt noch voll Schnee und Eis. Ich war ja vorgewarnt, hatte das aber ignoriert… Die ersten Hürden konnte ich jedenfalls noch mit viel Balancegefühl meistern, bei der Auffahrt aufs Schöpfl hab ich dann aber kapituliert. Die ist schon im Sommer nicht ganz ohne und dieses Mal hätte ich bestenfalls mit Spikes eine Chance gehabt, zur Hütte raufzukommen. Ich bin die Runde daher auf der Straße fertig gefahren. Das Roadbike wäre unterm Strich die bessere Wahl gewesen.

Nach 2:38 Stunden und fast 50 Kilometern war die erste Bike-Tour des Jahres auch wieder vorüber und ich reif für den Hochdruckreiniger. Mit der nächsten Runde warte ich wohl besser ein wenig zu. Ein paar Tage, Wochen Tauwetter braucht es im Gelände und im Wald schon noch, ehe die Wehe richtig fahrbar sind. Heute werde ich mir daher die Laufschuhe anziehen, meine 17-Kilometer-Runde drehen und vielleicht anschließend noch schwimmen gehen. Würde gut als Abschluss der Trainingswoche passen.

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Montag, 1. März 2010

Schwimmtraining

Zum Laufen hat die Zeit gestern nicht gereicht, aber zum Schwimmen bin ich immerhin gekommen. Ich habe das Sportbecken des neuen Hallenbades in Wien-Hütteldorf eingeweiht.

Das Bad ist ganz OK. Ein großerVorteil für Schwimmer ist, dass das Sportbecken auch räumlich vom übrigen Erlebnisbad ist und daher kaum andere Badegäste im Becken kreuz und quer schwimmen. Das Becken selbst ist zwar nur eine Kurzbahn (25 Meter), dafür war aber die mittlere Bahn für Schwimmer abgesperrt und ich hatte die fast die ganze Zeit über für mich alleine. Ein großer Vorteil gegenüber dem Amalienbad.

Ich bin 2×1000 Meter geschwommen, den ersten Kilometer im Kraul im mittleren Tempo, den zweiten mit jeweils 400 Metern Arm- und Beintraining. Habe mich dabei richtig gut gefühlt im Wasser. Die Laufeinheit von gestern versuche ich dann eben heute Abend nachzuholen.

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Dienstag, 2. März 2010

Nachtradeln

Gestern Abend war ich für meine eigentlich geplante Laufrunde schon wieder etwas zu spät dran, weshalb ich kurzfristig umdisponiert und wieder einmal meinen alten Freund Kettler bemüht habe. Eigentlich hatte ich ja auch vor, die Radtrainings schon ins Freie zu verlegen, die Tage sind aber noch ein bisschen zu kurz dafür. Wenn ich am Freitag früher aus dem Büro komme geht das schon, sonst komme ich aber immer noch in die Nacht hinein. Und es ist nicht so lustig, in der Dunkelheit auf kaum bis gar nicht beleuchteten Straßen zu fahren. Noch dazu wo überall noch der Rollsplit liegt.

Auf den Beginn der Sommerzeit muss ich aber noch ein Weilchen warten. Die Zeit wird erst am 28. März umgestellt. Dann sollte es endlich bis nach 19:00 hell sein und dem Radeln nichts mehr im Weg stehen. Hoffentlich.

Aus Zeitmangel war die gestrige Trainingseinheit am Kettler auch ein wenig kürzer als sonst. Nur 45 Minuten lang, dafür aber etwas intensiver, mit mehr Tempo und bei höherer Wattzahl. Ein Krafttraining also, dass ich dann noch mit 30 Minuten Turnübungen auf der Matte und Hanteltraining mit leichten Gewichten abgeschlossen habe. Das war dann zur Abwechslung auch sehr OK und außerdem nötig. Der Saft soll mir ja bei den Bewerben dann ja auch nicht ausgehen.

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Mittwoch, 3. März 2010

Laufrunde

Jetzt aber. Gestern Nacht war ich endlich wieder einmal zeitig genug dran, um noch eine Laufrunde drehen zu können. Es war zwar auch schon wieder finster und geregenet hat es obendrein, mit den tollen GoreTex-Sachen ist mir das aber eigentlich egal. Richtig angezogen geht alles.

Die 17,6 km Runde von zuhause nach Maria Anzbach und wieder zurück habe ich in 1:34 Stunden, also mit einer Kilometerzeit von 5:23 Minuten gedreht. Das Tempo kann ich derzeit schon ganz gut durchhalten ohne dass der Puls nach oben schießt. Das bedeutet, dass ich durch das konsequente Ausdauertraining der vergangenen drei Monaten meine Kilometerzeit schon um rund 30 Sekunden pro Kilometer verbessert habe. Jetzt nicht locker lassen, dann sind bis zum Vienna City Marathon in sieben Wochen vielleicht noch ein paar Sekunden drin.

Für den Triathlon habe ich dann ja noch weitere sechs Trainingswochen. Was das für die Zeiten in den einzelnen Disziplinen bedeutet wird sich weisen. Weil mir die Erfahrung dabei völlig fehlt hätte ich gestern nach einem kürzeren Triathlon gesucht, um vor dem Ironman einen Probe-Durchlauf machen zu können. Dabei bin ich über den Triathlon in Neulengbach gestolpert und hatte mich schon gefreut, dass es einen Bewerb praktisch vor meiner Haustür gibt. Bis ich entdeckt habe, dass es sich dabei um einen Double-Ultra-Triathlon handelt, bei dem 7,6 km geschwommen, danach 360 km geradelt und am Ende auch noch 84,4 km gelaufen werden müssen. Einfach irr! Das sind Distanzen, die ich in einer guten Trainingswoche schaffe, aber niemals bei einem Bewerb ohne Pause. Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt jemand als Weichei bezeichnet: Das finde ich dann doch mehr als übertrieben. Eher gehe ich noch auf den Mount Everest oder quer durch die Antarktis als daran teilzunehmen.

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Donnerstag, 4. März 2010

Ruhetag & Hallenkick

Gestern war erst einmal Pause. Zeit zum Regenerieren und früh schlafen zu gehen. Das muss einmal in der Woche auch sein. Heute steht zur Abwechslung Hallenfußball auf dem Programm, was fast zwei Stunden Intensivtraining gleich kommt. Das wird sicher fein, aber auch sehr anstrengend. Unsere Fußballrunde ist zwar eigentlich recht groß. aber trotzdem gibt es fü heute Abend nur sechs Anmeldungen. Am Feld wäre es außerdem viel lässiger, dort lässt uns aber der Platzwart leider noch nicht hin. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben, denn für die nächsten Tage sind wieder Kälte und Schneeschauer angesagt. In die Arbeit zu radeln kann ich mir damit vorerst auch wieder abschminken. Bis es wieder fühlbar wärmer wird muss für die Radtrainings eben wieder der alte Kettler-Hund herhalten.

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Montag, 8. März 2010

Halbzeit

102 Tage ist dieses Blog jetzt schon alt (den Hunderter habe ich glatt übersehen) und die Vorbereitung auf den Ironman ist damit auch schon zur Hälfte um. Jetzt sind es noch zwölf Wochen bis zum Bewerb und nur noch sechs Wochen bis zum Wien-Marathon als erster richtigen Herausforderung und Test des Jahres.

Noch nie habe ich mich so lange auf einen Wettkampf vorbereitet. Bei den Marathons, die ich bisher gelaufen bin hatte ich zehn, zwölf Wochen davor mit dem Training begonnen und selbst dabei noch einige Hänger. Ein bisschen bin ich daher schon auch stolz, dass ich das Training in den vergangenen drei Monaten so konsequent eingehalten habe, auch wenn es neben der Arbeit und der Familie nicht immer einfach war, fünf bis sechsmal pro Woche jeweils eine bis fast drei Stunden lang Sport zu machen.

Jetzt sehe ich aber auch, wie wichtig die lange Vorbereitungszeit wirklich ist, denn die Trainingserfolge haben sich erst nach und nach eingestellt. Auch wenn ich vor dem Trainingsbeginn nicht übergewichtig war hatte es doch einige Wochen gedauert, um den vom Bürositzen schlaff gewordenen Körper wieder in Schuss zu bringen. Das ist er jetzt schon so ziemlich. Ich wiege jetzt fast vier Kilo weniger als Ende November, fühle mich auch schon viel fitter und kann in meinen Trainings bei gleicher Anstrengung und höherem Tempo viel größere Distanzen zurücklegen.

Der einzige Nachteil an dem langen Training ist, dass der Bewerb immer noch so weit weg ist und mitunter etwas der Ansporn fehlt, für etwas zu trainieren, das erst Ende Mai stattfindet. Das Kribbeln im Bauch ist so gar nicht mehr da und Trainingspartner sind bei der immer noch anhaltenden Kälte auch sehr schwer zu finden. Die Einsamkeit des Langstreckenläufers…

Das ist jedenfalls mit ein Grund, weshalb ich den Wien-Marathon laufen will und was mir an unseren Fußballrunden Spaß macht. Ein Training in der Woche, bei dem ich nicht nur gegen das Wetter, die Zeit und den Weg kämpfe. Ein Rennen, bei dem so richtig Wettkampfatmosphäre herrscht.

Zu den Trainings der vergangenen Tage: Das war wieder einmal ein Heimradeln am Kettler. Am Freitag gut eine Stunde, und Samstag 135 Minuten lang. Gestern, Sonntag war dann wieder einmal Pause. Zum Laufen hat mir nach dem neuerlichen Wintereinbruch die Lust gefehlt.

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Dienstag, 9. März 2010

Zeitschwimmen

Seit ich das Hütteldorfer Bad als zweites Trainingsbecken für mich entdeckt habe ist die Koordination der Schwimmtrainings ein wenig einfacher. Das Bad hat nämlich auch am Montag geöffnet und liegt praktisch am Weg nach Hause. Gestern Abend konnte ich mein Schwimmtraining im Vorbeifahren erledigen. Schnell ins Wasser, gut zwei Kilometer schwimmen, wieder raus, abtrocknen, Haare fönen und mit dem nächsten Zug gleich weiter nach Hause.

Nach den vielen Trainings im 33,3 Meter Becken des Amalienbads scheint das 25 Meter Becken in Hüteldorf richtig kurz zu sein. Zur Abwechslung ist das ganz lustig und geht auch um einiges flotter. Ein paar Tempo und schon ist wieder eine Länge geschafft, Wende, abstoßen und weiter geht es. Auch das leidige Beintraining fällt auf der Kurzbahn viel leichter. Immerhin hat man zumindest die Halbe Länge über noch ein bisschen Schwung vom Abstoßen. Das ist gar nicht schlecht, denn schließlich geht es ja darum, die Technik immer weiter zu verbessern und nicht um Krafttraining für die Beine.

Schwimmtechnisch bin ich denke ich inzwischen so weit, dass ich mir keine Sorgen mehr machen muss ob ich die 1,9 Kilometer beim Triathlon in einer halbwegs akzeptablen Zeit abspulen kann. Jetzt wird es allerdings Zeit, dass es draußen endlich einmal wärmer wird. Im Mai, also schon in acht Wochem, sollte ich mit dem Freischwimmen beginnen. Bei den aktuellen winterlichen Tempraturen kann ich mir irgenwie ganz schlecht vorstellen, dass die Seen, in denen ich trainineren könnte bis dahin Schwimmtemperatur haben. Mich friert jetzt schon.

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Mittwoch, 10. März 2010

Testschwimmen

Zum Radeln im Freien ist es mir weiterhin zu kalt. Bei minus fünf Grad habe ich echt keine Lust, auf dem Renner in die Arbeit zu fahren. Also habe ich gestern Abend wieder einmal den Heimtrainer bemüht, bin eine Stunde lang am Fleck geradelt und habe anschließend noch ein bisschen am Boden herumgeturnt. Trainingstechnisch ist das eh ganz OK, allerdings war das ganze eher lustlos abgespult. Das Radeln im Zimmer nervt eben schön langsam. Ich will endlich wieder raus!

Einen kleinen Kick gibt es am Samstag. ich habe mich für das Testschwimmen im Sportzentrum Südstadt angemeldet, wo ich einmal ausprobieren kann, wie es ist, mit einem Neoprenanzug zu schwimmen. Ich bin schon sehr gespannt wie das wird. Angeblich fällt das Schwimmen im Neo gleich viel leichter. Zumindest habe ich das dann einmal ausprobiert und gleichzeitig auch ein Schwimmtraining auf einer 50 Meter Bahn abgespult. Die finde ich ja sonst leider nirgendwo.

Die guten Schwimm-Neos haben allerdings auch ihren Preis. 400 Euro und mehr muss man dafür auf den Tisch legen, und das ist ganz schön viel Holz, wie auch Christophe Sauseng, Organisator des Testschwimmens zugibt. Zumindest das Testen kostet noch nichts. Alsdann…

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Freitag, 12. März 2010

Immer noch kalt

In der Nacht auf heute hat es wieder einmal ein paar Zentimeter geschneit und in den nächsten Tagen soll es weiter kalt bleiben, mit Schnee bis auf 300 Meter runter. Also auch auf meinen Laufstrecken und Radrouten. Ich mag ja den Winter sehr gern, aber nachdem ich derzeit nicht in die Berge zum Schifahren komme und im Wienerwald für Wintersport immer zu wenig vom Weiß liegen bleibt nervt er langsam.

Am Wochenende soll es zumindest tagsüber ein paar Grad über Null haben. Ich werde das zum Laufen ausnützen. Bis zum Wien-Marathon zu dem ich seit ein paar Tagen angemeldet bin sind es ja nur noch fünf Wochen und zwei Tage. Ich fühle mich nach dem Wintertraining zwar recht fit, aber so rasend viel bin ich in den letzten Wochen eben nicht gelaufen.

Nach zwei Tagen Trainingspause – ich hatte einfach zu viel zu arbeiten und war dann zu erschöpft um wieder spät nachts am Heimtrainer zu radeln – bin ich heute gleich in der Früh ins Hütteldorfer Bad zum zweiten Schwimmtraining der Woche. Das war eine gute Entscheidung, denn es waren kaum Leute dort und ich konnte mir die ganze Zeit über die abgesperrte Bahn mit einem zweiten Schwimmer teilen. Die Kurzbahn (25 Meter) ist zwar nicht optimal für das Langstreckentraining, aber so viel Platz hatte ich im Amalienbad noch nie. Und das spricht endeutig fürs Hütteldorfer Bad.

Das Schwimmtraining heute war: 200 Meter Brust zum Einschwimmen, 1200 Meter Kraul, 400 Meter Kraul Arme (links, rechts, abschlagen, normales Armtempo), 400 Meter Beine (eine Länge Kraul, eine Länge Brust), 400 Meter Kraul (Tempo nach jeweils 50 Meter von langsam bis ganz schnell steigern) und 200 Meter Brust zum Ausschwimmen.

Mal sehen, vielleicht geht sich heute Nachmittag noch eine Laufrunde aus.

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Sonntag, 14. März 2010

Wochenende mit Testschwimmen

Das ganze Wochendende über war das Wetter eher besch… Der Sturm hat an unserem Haus gerüttelt, als ob er jeden Moment das Dach wegfegen würde und dazu gab es immer noch winterliche Temperaturen und Schneeschauer.

Die für Freitag Abend geplante Laufrunde habe ich wegen des Schlechtwetters ersatzlos gestrichen. Bei aller Begeisterung für das Outdoor-Sporteln. Wenn der Wind so heftig weht, dass der Schnee waagrecht fällt würde ich nicht einmal meinen Hund – wenn ich einen hätte – vor die Tür jagen.

Samstag Vormittag hat der Wind ein wenig nachgelassen und ich habe die Gelegenheit für eine Laufrunde genutzt. Es war schön, wieder einmal bei Tageslicht durch den Wald zu laufen. Allerdings war die Forststraße großteils immer noch voll Schnee und das Laufen war eine ziemliche Rutschpartie. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich statt der Laufschuhe die Langlaufschi angeschnallt hätte. Trotzdem habe ich auf die 16 km einen Schnitt von 5:35 pro Kiloneter hinbekommen. Bei insgesamt 600 Höhenmetern.

Am Nachmittag bin ich dann ins Bundessportzentrum Südstadt gefahren, um dort die neue Kollektion der Speedo-Neoprenanzüge zu testen. Christophe Sauseng, der mit seinen Neos derzeit durch die Bäder des Landes reist und allen Ortes Testschwimmen veranstaltet ist ein ganz Netter. Vor allem legt er es nicht unbedingt drauf an, jedem gleich das Topmodell seiner drei Anzüge aufzuschwatzen. Oder überhaupt gleich einen Anzug verkaufen zu wollen. Obwohl er natürlich auch ein Verkäufer ist, die Vorteile seiner Anzüge genau kennt und weiß, wie er sie anpreisen kann.

Ich hatte vor dem Testschwimmen auf irgendeiner Website gelesen, dass man mit jedem Neo, den man probiert mindestens 500 Meter schwimmen soll, damit man auch ein richtiges Urteil abgeben kann, und das habe ich dann auch gemacht.

Als erstes bin ich ins Topmodell, den „Racer“ um 499 Euro geschlüpft und dabei gleich einmal die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, so eine Gummihaut anzuziehen. Bis man richtig drin steckt und alles so sitzt wie es soll dauert es schon ein paar Minuten. Tricks gibt es da wenige, außer die Arme und die Beine abschneiden (die des Anzugs natürlich!!), was einer der anderen Testschwimmer gleich gemacht hätte, wenn es sein Anzug gewesen wäre.

Schließlich hatte ich es doch geschafft mir das Ganzkörper-Kondom überzuziehen, bin ins Wasser gesprungen und war überrascht, wie viel Auftrieb so ein Anzug gibt. Man muss sich damit wirklich nur noch flach aufs Wasser legen und kann dann eigentlich gar nicht mehr untergehen. Ich war zwar noch nie im Toten Meer, aber genauso wie die Bilder davon aussehen ist es mit so einem Neo. Macht Nichtschwimmer zu Schwimmern. Das alleine war schon eine sehr erstaunliche Erfahrung.

Beim Schwimmen war ich dann vom „Racer“ Anzug allerdings nicht hundertprozentig überzeugt. Es ist ein Super-Teil, keine Frage, allerdings hat der Anzug so viel Auftrieb gegeben, dass die Lage im Wasser völlig ungewohnt war. Es mag ja sein, dass es nur daran gelegen hat, dass ich noch nie in einem Neoprenanzug geschwommen bin, aber wenn man so ganz andes im Wasser liegt als sonst werden auch die Muskeln ganz anders beansprucht. Nach zwei, dreihundert Metern habe ich beemerkt, dass es in meinen Rückenmuskeln zieht – damit hatte ich beim Schwimmen bisher eigentlich noch nie ein Problem. Das Schwimmen war deshalb jedenfalls nicht ganz so easy und angenehm wie ich gedacht hatte.

Bei den anderen zwei Anzügen, dem „Elite“ (379 Euro) und dem Eoinsteigermodell um 279 Euro, dessen Name mir jetzt nicht einfällt, war der Auftrieb deutlich geringer und die Wasserlage war viel eher am normalen „Nacktschwimmen“. Ich persönlich bin mit den beiden Anzügen jedenfalls fast besser zurecht gekommen. Am Ende habe ich den „Racer“ nochmals probiert und bin wieder zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Wenn er auch etwas besser gepasst hat.
Selbst wenn Zeit-Tests belegen, dass man mit dem „Racer“ Anzug ein paar Sekunden schneller schwimmen kann. Voraussetzung dafür ist wohl dass man gewohnt ist, damit zu schwimmen. Profis holen damit angeblich sieben Sekunden auf 200 Meter heraus. Für Wettkämpfer eine echte Welt, zweifellos. Aber für mich? Das würde auf die 1,9 Kilometer die ich beim Triathlon schwimmen muss einen Zeitgewinn von 70 Sekunden bedeuten. So viel Zeit kann man locker in der Wechselzone verlieren. Außerdem scheint es mir bei einer angepeilten Zielzeit irgendwo zwischen fünf Stunden und 30 Minuten und sechs Stunden etwas irrelevant, ob ich beim Schwimmen ein Minute schneller bin oder nicht. Ich nehme den Wettbewerb und das Training schon ernst, weiß aber auch, dass ich sowieso keine Rekorde aufstellen werde. Die Kirche im Dorf lassen. Und schließlich ist alles auch eine Geldfrage. 500 Euro sind viel Geld. Auch wenn man mit so einem Schwimmanzug flott unterwegs sein und auch toll angeben könnte werde ich in den nächsten Wochen die Gebrauchtbörsen beobachten. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit, einen Anzug günstig einzukaufen.

Eher basic war dann das Training vom Sonntag. Am Nachmittag ein leichter Spaziergang mit einer abschließenden Rodelpartie aufs Hocheck (das war es dann wohl für diesen Winter – bei der Abfahrt ist uns schon der erste Mountainbiker entgegen gekommen) und am Abend noch eine Stunden am Kettler mit dem üblichen Bodenturnen zum Abschluss. Macht insgesamt sechs Trainings diese Woche. Das ist ja ganz schön was.

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Donnerstag, 18. März 2010

Drei Tage Pause

In den letzten drei Tagen war ich iregendwie nicht richtig fit, hatte obendrein auch noch viel zu arbeiten und gestern Abend war ich dann so müde, dass an ein Training nicht zu denken war. Ich hätte vielleicht eine halbe Stunde am Kettler geschafft, die habe ich mir dann aber auch geschenkt und bin stattdessen gleich ins Bett gefallen.

Nach den drei Tagen Pause fühle ich mich jetzt wieder besser aus und es ist – TADA! offenbar endlich auch der Frühling da. Draußen hat es jetzt angenehme 16 Grad, die förmlich danach rufen, aufs Rad zu steigen oder die Laufschuhe anzuziehen. Die Prognose verspricht für die nächsten Tage anhaltende Schönwetter und milde Temperaturen. Also habe ich mir heute schon einmal Wechselklamotten ins Büro gebracht, damit ich morgen mit dem Renner in die Arbeit fahren kann ohne dabei einen Rucksack voll Gewand transportieren zu müssen. Ich freu mich schon darauf, vor allem auf die Heimfahrt. Ich hoffe doch, dass sich die Metereologen nicht irren.

Heute Abend gibt es Lauftraining in der Sporthalle. Die Fußballrunde steht an, also rund 100 Minuten Tempolauf. Da ist es eh gut, dass ich ausgeruht bin. Aufs Feld dürfen wir leider noch nicht, aber auch das dauert hoffentlich nicht mehr lang.

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Montag, 22. März 2010

Kleine Pannen

Das Hallenfußballspielen Donnerstag Abend war ganz OK. Ich war wieder fit genug um die ganze Spielzeit über Tempo zu machen. Ich weiß ja – trainingstechnich ist das für Ausdauersportler nicht optimal, aber ohne Einsatz macht das Kicken einfach keinen Spaß. Da kann ich ja gleich am Wuzzeltisch stehen. Was ja auch lustig, aber eben wieder eine ganz andere Sache ist.

Am Freitag wollte ich dann endlich wieder einmal mit dem Rennrad in die Arbeit fahren. Wollte wohlgemerkt und war dafür auch schon perfekt justiert, mit Radldress und allem was dazugehört, als mir das wohl Dümmste seit Jahren passiert ist. Ich habe es einfach nicht geschafft, Luft in das Vorderrad meines Renners zu pumpen. Eine Dreiviertelstunde lang habe ich mich redlich bemüht. Dabei geschwitzt und so manches Wort geschimpft, das ich hier nicht wiedergeben will. Schließlich habe ich klein bei und aufgegeben, mein Radtrikot wieder ausgezogen und bin mit er Bahn nach Wien gefahren.

Es hat nicht sein wollen. Abends ist es dann in der Redaktion auch noch sehr spät geworden, also konnte ich das Freitagtraining am Ende ganz vergessen. Als ich Samstag Vormittag wieder beim Aufpumpen gescheitert bin habe ich dann professionelle Hilfe gesucht. Zum Glück hat der Radshop in Pressbaum wieder geöffnet. Ohne den wäre ich an dem herrlichen Frühlingswochenende wohl ganz verzweifelt. Oder hätte auf das Mountainbike umsatteln müssen. Was mir ja im Prinzip noch mehr Spaß macht, aber der Schnee ist ja trotz der milden Temperaturen der letzten Woche von den Bergen ringsum immer noch nicht ganz weg und die meisten meiner Waldwege sind außerdem wegen der tiefen Böden noch fast unfahrbar. Also Straße. Das muss ich ohnehin trainieren.

Es war zumindest ein kleiner Trost, dass sich herausgestellt hat, dass ich nicht wirklich zu blöd zum Pumpen bin und auch der Chef des Radshops war zunächst etwas ratlos. Bis er der Sache auf die Schliche kam. Das Problem war schlicht und einfach das Ventil meines Vorderrades. Es war zu kurz für meine Pumpe. Ich hätte daher so viel und so lange pumpen können bis ich tot umgefallen wäre – die notwendigen acht Bar Reifendruck hätte ich nie im Leben erreicht.

Als das Problem endlich gelöst war konnte ich dann endlich zu einer ersten richtigen Ausfahrt (über Hochstrass nach Klausen-Leopoldsdorf, St. Corona am Schöpfl, zur Klammhöhe, nach Neulengbach und über den Kohlreit zurück) aufbrechen. Mein Handy-GPS hat 57 Kilometer und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 km/h gemessen. Das ist zwar weit von den 30 km/h entfernt, die ich für den Triathlon anpeile, aber ich musste auf der Strecke auch über 1000 Höhenmeter bewältigen. Auf der St. Pöltner Triathlon-Strecke warten insgesamt nur ungefähr 620 Höhenmeter. Trotzdem werde ich um annähernd an den 30er Schnitt heran zu kommen in den verbleibenden 67 Tagen noch eifrig radeln müssen. Ich habe außerdem bemerkt, dass mir die Füße (nicht die Beine, eigentlich die Fußsohlen) beim Radeln etwas weh getan haben. Mein radelnder Kollege Othmar hat mir dringend geraten, Rennradschuhe zu kaufen. Er meint, das bringe auch gut zehn Prozent beim Fahren. Kraft oder Geschwindigkeit – wie auch immer. Ich werde mich da jetzt mal umsehen. Zehn Prozent schneller sein wären auf drei Stunden Fahrzeit 18 Minuten. Das ist schon ein Unterschied.

Mit dem Laufen am Sonntag war ich schon mehr zufrieden. Ich bin meine schöne 19 Kilometer-Runde über die Forststraßen der Umgebung gelaufen. Dabei war ich relativ locker und habe trotz der auch gut 500 Höhenmeter, die ich abspulen musste einen Schnitt von 5:50 erreicht. In den nächsten vier Wochen (dann ist ja der Wien-Marathon) mus ich schauen, dass ich ein bisschen ein flacheres Gelände zum Laufen habe. Der Lengbachweg von Neulengbach Richtung Tulln würde sich anbieten. Der ist zwar optisch nicht so reizvoll, aber zumindest flach wie Holland. Oder ich
nehme die Laufschuhe nach Wien mit und laufe hin und wieder im Prater eine Runde.

Zum Schwimmen bin ich letzte Woche gar nicht gekommen. Ich habe das Wasser auch gemieden, da ich offensichtlich vom Chlorwasser eine leichte Hautallergie im Gesicht davongetragen habe. Die ist wirklich nicht so besonders attraktiv. Bis sie abgeheilt ist konzentriere ich mich daher lieber auf das Laufen und das Radeln.

Heute, Montag habe ich wieder einmal pausiert. Ganz ehrlich waren meine Beine nach den langen Trainings vom Wochenende auch ein bisschen schwer. Einmal abwarten wie die Temperaturen morgen in der Früh sind. Vielleicht schaffe ich es ja, die 30 km in die Arbeit zu radeln. Ins Amalienbad, wo ich am Dienstag so oft war will ich wegen meiner Allergie jedenfalls vorerst nicht.

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Dienstag, 23. März 2010

Abendlauf

Es ist echt super, dass die Tage wieder merklich länger sind. Heute war es sogar noch hell, als ich abends zu meiner Laufrunde aufgebrochen bin. Naja. Ein bisschen zumindest. Ich freue mich schon auf die Sommerzeit-Umstellung am Samstag. Dann kann ich endlich auch Wochentags wieder bei Tageslicht laufen oder radeln. Und das Wetter ist auch richtig einladend dafür. Am Wochenende soll das Thermometer sogar auf 20 Grad klettern. Das wird fein. Hoffentlich bleibt das eine Weile so.

Ich bin offenbar nicht der Einzige, der vom Frühlingsbeginn angetan ist. Bei meiner Runde heute Abend sind mir mindestens zehn Läufer begegnet. Das hat mich dann doch ein wenig überrascht, denn den Winter über war ich meistens ganz alleine unterwegs. Es ist schön zu sehen, dass es jetzt auch wieder ein paar Andere gibt, die abends noch etwas für ihre Fitness tun. Den Winter über habe ich mich mitunter schon gefragt, ob ich denn einen Vogel habe. Wenn ja, dann bin ich jetzt zumindest nicht mehr der einzige Spinner.

14 Kilometer waren es heute, von zuhause nach Maria Anzbach und zurück. Eine etwas flachere Strecke als am Sonntag, und das hat man auch gleich an der Zeit gesehen. Der Kilometerschnitt lag am Ende bei 5:20 Minuten. Wenn ich den Marathon in dem Tempo durchlaufen würde käme ich auf eine Zeit von 3 Stunden 45 Minuten. Mal sehen. Vielleicht ist ja noch ein bisschen was drin. 3:40 vielleicht. Dazu müsste ich einen Kilometerschnitt von 5:13 halten. Was mir jetzt möglich scheint, aber um das sagen zu können müsste ich mir endlich einmal eine neue Batterie für meine Pulsuhr kaufen. Vielleicht habe ich morgen dafür Zeit. Mir kommen meine Lauftrainings eigentlich immer ziemlich locker vor, aber das kann ganz schön täuschen.

Die insgeheim irgendwie doch erhoffte 3:30 er Marke werde ich aber ziemlich sicher nicht knacken können. Ich weiß nicht, ob ich das jemals schaffe. Dazu müsste ich wohl das ganze Jahr über superfleißig trainieren.

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Donnerstag, 25. März 2010

Roadbike

Gestern konnte ich endlich einmal meinen Vorsatz, in die Arbeit und wieder zurück zu radeln in die Tat umsetzen. Mein eCoach am Handy hat für die Fahrt rein 24 km und einen Schnitt von 27,3 km/h gestoppt. Nach Hause habe ich dann die längere aber schönere Strecke durch den Wienerwald genommen. Laut eCoach waren das dann 36 km bei 26,7 km/h Schnitt. In Summe also 60 km bei 27 km/h Schnitt, was gar nicht schlecht ist. Zumal ich sowohl beim Reinradeln in der Früh als auch beim Rausradeln am Abend einige Male bei Ampeln stehenbleiben musste.

Leider habe ich mich bei der Heimfahrt ein bisschen verfahren. Ich habe irgendwo eine Abzweigung verpasst und bin dann nach Pressbaum und nicht nach Eichgraben gekommen. Zum Schluss ist es dann wie befürchtet auch finster geworden und ich hatte kein Licht mit. Für die letzten Kilometer habe ich daher dann die Bahn genommen.

Mit den Rennradschuhen, die ich über eBay gekauft habe – ein Paar fast neuer SIDI-Schuhe um 35 Euro statt Neupreis: 130 Euro sollte es dann noch ein bisschen besser gehen. Erfahrungsberichte folgen demnächst.

Ich bin jedenfalls auch schon halbwegs zuversichtlich, dass ich beim Triathlon den angepeilten Schnitt von 30 km/h erreichen kann, was eine Radzeit von drei Stunden bedeuten würde. Viel länger sollte und möchte ich für die Strecke nicht brauchen. Das hängt aber am Ende auch vom Wetter ab. Wenn es stürmt und was weiß ich wie grausig ist kann es auch deutlich länger dauern. Immerhin muss ich danach noch 21 km laufen und darf mich daher beim Radeln nicht ganz auspowern. Da die richtige Balance zu finden wird eine große Herausforderung.

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Montag, 29. März 2010

Zeitumstellung

Endlich wurden die Uhren wurden um eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit ist da! Ich hatte es zuletzt ja schon ziemlich öd gefunden, fast immer im Finsteren trainieren zu müssen. Es ist schon etwas ganz Anderes, wenn man beim Laufen oder Radeln zumindest der Sonne beim Untergehen zusehen kann, noch ein paar wärmende Strahlen erwischt und vor allem nicht auf Schritt und Tritt obacht geben muss, wohin man sich bewegt. Das war es dann wohl endgültig mit dem Winter 09/10. Jetzt muss ich bloß noch mein Blog-Foto austauschen.

Heute konnte ich abends noch einen herrlichen Waldlauf machen, mir dabei das Vogelgezwitscher anhören und die Abendsonne genießen. Schnee war nur noch auf den entfernten Berggipfeln zu sehen. Bei Tageslicht und toller Aussicht macht so ein Long-Jog über zwei Stunden (21 km bei 5:50 Schnitt) gleich viel mehr Spaß. Das ist wichtig, denn in den nächsten drei Wochen bis zum Wien-Marathon möchte ich mich vor allem auf das Lauftraining konzentrieren. Wenn das Wetter passt werde ich zusätzlich hin und wieder in die Arbeit radeln, das Schwimmen lasse ich aber vorerst bleiben. Zumal der Ausschlag, den ich vom Chlorwasser bekommen habe immer noch nicht ganz abgeheilt ist.

Den 5:50 Schnitt bin ich heute so locker über die Halbmarathondistanz gelaufen, dass ich am Ende der Strecke fast überrascht war. Die ganze Marathondistanz sollte eigentlich kein großes Ding sein. Fragt sich bloß, welche Zeit am Ende herausschaut. Ich laufe zwar nur gegen mich selbst, ein bisschen ehrgeizig bin ich aber natürlich schon. Sonst würde ich das alles ja gar nicht machen und eine Zeit unter 3:45 ist schon ein Ziel. Dafür müsste ich die 42km in dem Tempo durchhalten, in dem ich am Samstag meine 16km Runde nach Maria Anzbach gelaufen bin. Das könnte hinkommen.

Die weiteren Trainings der letzten Tage: Am Freitag bin ich wieder mit dem Renner in die Arbeit gefahren. Morgens 26 km mit 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (es geht ja doch!) und abends die 37 km lange Wienerwald-Route mit Gegenwind bei 24 km/h Schnitt. Zum Schluss hin war es schon wieder recht finster, aber das Problem sollte jetzt – Sommerzeit sei dank – auch gelöst sein. Immerhin habe ich mich nicht wieder verfahren und weiß jetzt genau, wo ich abbiegen muss.

Gestern, Sonntag gab es ein Spezial-Krafttraing als Holzfäller. Letzte Chance, den überzähligen Bäumen ans Holz zu gehen, ehe sie wieder voll Laub sind. Das war super, aber danach (und heute auch noch) tat mir alles weh. Zum Glück bin ich kein Forstarbeiter von Beruf.

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Dienstag, 6. April 2010

Laufwoche

Die Osterferien sind auch schon wieder um und waren – wie das bei Ferien nun mal so ist – wieder einmal zu kurz. Das Wetter war aber optimal zum Trainieren, und weil in zwei Wochen der Wien-Marathon als großer Test für den Triathlon ansteht habe ich mich in der Ferienwoche auf das Laufen konzentriert. Insgesamt fünf Lauftrainings steht nur ein ganz lockeres Radeln (keine 30 km und die am Neusiedlersee, also ohne einen einzigen Hügel) gegenüber.

Beim Laufen hab ich dafür nach einem lockeren Lauf über 17 km bei einem Durchschnittstempo von 5:50 Minuten pro Kilometer am Mittwoch das Tempo angezogen. Am schnellsten war ich am Freitag unterwegs. 17,9 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12,1 km/h ergeben einen Kilometerschnitt von 4:57 Minuten. Wenn ich das Tempo beim Marathon durchhalten könnte wäre sogar eine Zeit von 3:30 Stunden möglich. Allerdings glaube ich da selber nicht wirklich dran. Am Samstag bin ich die gleiche Strecke mit 5:17 Minuten Schnitt und am Sonntag in 5:12 Minuten gelaufen, was eine Zielzeit von ungefähr 3:40 bis 3:45 erwarten lässt. Das ist etwas realistischer. Mit 3:40 wäre ich ehrlich gesagt schon sehr zufrieden. Das wäre immerhin 15 Minuten schneller als bei meinem letzten Antreten vor zwei Jahren. Aber das ist noch alles Spekulation. Zuerst überhaupt einmal ins Ziel kommen. 42 km sind und bleiben eine Challenge, auch wenn ich mich nach dem Wintertraining so fit wie seit einer Ewigkeit nicht mehr fühle.

Ansonsten gibt es wenig Neues. Außer dass meine Triathlon-Ausrüstung wieder um zwei Stück kompletter wurde. Über eBay habe ich um 35 Euro ein Paar fast neuer SIDI-Rennradschuhe ersteigert und der Osterhase hat einen Radcomputer ins Nest gelegt, den ich in den nächsten Tagen einmal auf meinem Lumen montieren werde.

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Donnerstag, 8. April 2010

Enstpannungswochen

Nur noch eineinhalb Wochen bis zum Wien-Marathon und dann nur noch sechs Wochen bis zum Ironman Triathlon. Aus heutiger Sicht war es eine gute Entscheidung, den Marathon als großen Test ein paar Wochen vor dem Triathlon einzuplanen. Es mag sein, dass ich nach dem 18. April anders darüber denke und meinen Ehrgeiz verwünsche, aber immerhin jetzt stellt sich immerhin ein bisschen Wettkampf-Fieber ein, und das ist nach den langen Wochen und Monaten Training schon ein ganz anderes Gefühl.

Bis zum 42 km Lauf soll ich jedenfalls mit meinen Kräften gut haushalten. Heißt die Trainingsdauer und die Intensität reduzieren, damit ich ausgeruht an den Start gehen kann. Das ist fein. Zwei Wochen lockeres Trainng zwischendurch.

Gestern Abend habe ich also einen 10 km Genusslauf durch den Wald absolviert, bei 5:40 Minuten auf den Kilometer und war danach richtig frisch. Heute bin ich die 26 km in die Arbeit wieder mit dem Renner gefahren. Super. Bei dem Wetter…. 18 Grad, nur ein bisschen Wind und Sonne. Wenn alles klappt, dann wird heute Abend auch noch die Rasenfußballsaison eröffnet. Yesss!

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Freitag, 9. April 2010

Pause

Von wegen Entspannung. Nach dem gestrigen Radtraining auf dem Weg in die Arbeit und zurück (ca. 65 km) dachte ich noch, dass alles ganz easy war und dass ein kleines Kickerl auch noch niemand umgebracht habe.

Heute in der Früh hatte ich meine Meinung allerdings geändert. in Summe war das Pensum des Donnerstagstrainings (Radeln und Fußball) doch ganz anständig. Obwohl ich mich beim Kicken doch zurückgehalten habe. Zu hoch jedenfalls für eine Relax-Woche, haben meine Beine heute früh gemeint, weshalb ich mir für einen Ruhetag verordnet habe und trotz bestem Wetter mit der Bahn in die Arbeit gefahren bin.

Für das Wochenende ist nur ein lockerer Dauerlauf, allerhöchstens ein kurzer zweiter oder lockeres Schwimmen geplant. Im Bad war ich ja schon lange nicht mehr.

Zum Glück habe ich mich nicht für den Linz-Marathon sondern für den in Wien angemeldet. Der Linzer wäre schon diesen Sonntag, und da soll das Wetter besonders schlecht sein. Sechs Grad, Wnd und Regen klingen eher abschreckend. Für den 18. April ist die Prognose viel besser. Schlechtwetterläufe hatte ich schon genug. Und über 42 km muss ich das nicht unbedingt haben. Mir reicht es schon, wenn ich beim Wien-Marathon meine Wettschuld einlösen muss. 2008 hatte ich gewettet, dass Österreich bei der EURO gegen Deutschland zumindest ein Unentschieden rausholt. Mein Wetteinsatz war, dass ich den nächsten Marathon im Deutschland-Trikot laufe, wenn das nicht der Fall ist. Da muss ich jetzt durch. Don’t blame me. Das 0:1 Freistoßtor von Michael Ballack gehört ganz klar Jürgen Macho. Hätte er das Tormanneck besser im Auge gehabt könnte ich im Ösi-Trikot an den Start gehen.

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Sonntag, 11. April 2010

Holzarbeiter

Entspannung ist etwas Anderes, ich weiß. Aber die Gelegenheit war günstig. Und was getan werden muss muss getan werden. Also wurde das geplante lockere Lauftraining dieses Wochenendes gestrichen. Stattdessen habe ich ein Krafttraining der besonderen Art hinter mir. Mit Traktor, Seilwinde und zwei Motorsägen ging es unseren gut 40 Jahre alten und bis zu 30 Meter hohen Baumriesen ans Holz. Am Samstag wurden zwölf dieser Monster umgelegt und zerstückelt, am Sonntag musste dann das Geäst – ganze Berge davon – entsorgt werden. Uff!

Samstag Abend war ich nach fast zwölf Stunden im Holz so foxi, dass ich auch nicht mehr die Energie hatte, mir das „Classico“, das Match zwischen FC Barcelona und Real Madrid, anzusehen. Da war Sendepause.

Ich muss jetzt wirklich zusehen, dass ich in der nächsten Woche mit meinen Energien gut haushalte und Zeit für ein paar lockere Laufeinheiten finde. Nächsten Sonntag ist ja der Vienna City Marathon und da…. tja, da wird sich zeigen, wie gut das Training der letzten Monate war.

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Montag, 12. April 2010

E-Coaches

Eigentlich hatte ich vor, heute Abend einen lockeren Dauerlauf über 15 Kilometer zu machen. Da es aber nach dem langen, anstrengenden Tag im Büro aber Schusterbuben geregnet hat und ich obendrein von der Holzarbeit des Wochenendes noch recht müde war habe ich das bleiben lassen und werde die Vorbereitung für den Wien-Marathon erst morgen wieder angehen.

Als kleine Unterstützung und Motivation kann ich dabei ein neues Spielzeug, die GPS-Uhr Garmin Forerunner 310 XT, ausprobieren. Ich habe die Uhr mit dem Radcomputer Garmin Edge 500 vor ein paar Tagen zum Testen bekommen. Das werde ich in den nächsten Wochen auch ausgiebig tun und hier davon berichten.

Zum Forerunner gibt es auch einen Herzfrequenzsensor, der mir hoffentlich hilft, meinen Puls am Sonntag niedrig zu halten und das Lauftempo richtig zu dosieren. Ich habe es ja seit Monaten nicht geschafft, eine frische Batterie in eine meiner beiden saftlosen Pulsuhren einbauen zu lassen. Für einen solchen Batteriewechsel braucht man ja einen Spezialisten, und irgendwie hatte ich bisher nie Zeit oder der Uhrmacher geschlossen.

Sei’s drum – jetzt habe ich erst einmal den Garmin, den ich bei den nächsten Trainings kennenlernen muss. Den Forerunner sollte ich beim Marathon blind bedienen können, damit ich beim Laufen nicht unnötig abgelenkt werde. Kompliziert sollte das aber ohnehin nicht sein. Beim Radcomputer Edge war jedenfalls sofort alles klar. Und vor allem war der auch superschnell und einfach montiert. Einfach mit Gummibändern am Lenker festmachen und fertig. Ein großer Pluspunkt gleich zum Start. Mit dem Radcomputer, den ich vor einer Woche bei Sports Experts gekauft habe – ein Standardgerät von CicloSport – hatte ich ja wenig Glück. Den kann ich nur auf meinem Mountainbike montieren oder meinen Kindern schenken. Dessen Sensor passt nämlich nicht auf die dicken Speichen der Carbonfelge meines Rennrades. Wenigstens hat er auch nur 20 Euro gekostet. Da ist nicht sonderlich viel vertan.

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Freitag, 16. April 2010

Noch drei Tage zum VCM

Drei Tage noch bis zum Wien-Marathon, dem großen Testlauf für den Ironman. Die ganze Woche war trainingsmäßig eher verbockt, und daran ist nicht nur der Dauerregen schuld.

Am Montag musste ich mich von der Holzarbeit des Wochenendes erholen, am Dienstag musste ich in der Redaktion eine Sonderschicht bis zum Mittwoch um fast fünf Uhr morgens einlegen und mich dann am Mittwoch einmal richtig ausschlafen. An ein Training war da nicht zu denken. Gestern Abend hat es dann immer noch Katzen und Hunde geregnet und da es auch schon wieder dunkel war bis ich zuhause war habe ich das Laufen dann wieder bleiben lassen und stattdessen eine Stunde lang am Heimtrainer geradelt. Immer noch besser als gar nichts.

Heute, Freitag, soll ich wieder pausieren, viel Nudeln und andere Kohlehydrate essen, um für den Sonntag gut gewappnet zu sein. Auch eine Art von Training 🙂 Zumindest hat der Regen inzwischen wieder aufgehört und die Prognose für das Wochenende ist auch recht gut. Das letzte Training vor dem Marathon wird eine lockere halbe bis dreiviertel Stunde am Samstag sein. Ich hoffe, dass ich mich da mit dem Forerunner bekannt machen kann. Bisher hatte ich dafür ja noch überhaupt keine Zeit.

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Montag, 19. April 2010

Marathon K(r)ampf

Den Vienna City Marathon als Testlauf für den Triathlon mitzumachen war am Ende vielleicht doch keine so gute Idee. Meine Beine sagen jedenfalls auch jetzt noch ganz laut AUTSCH!

Doch der Reihe nach: Im Deutschland-Trikot zu laufen war noch das geringste Übel. Ich musste meine Wettschuld aus dem Jahr 2008 einlösen. Damals hatte ich gewettet, dass Österreich gegen Deutschland bei der EURO zumindest ein Unentschieden herausholt. Das Freistoßtor von Michael Ballack, dem ein unnötiges Foul von Andreas Ivanschitz voranging und bei dem Jürgen Macho im Tor keine allzu gute Figur machte war der Grund dafür. So gesehen finde ich es nur fair, dass Constantini weder Ivanschitz noch Macho einen Platz in der Nationalelf gibt. Meine Vermutung: Constantini hat eine ähnliche Wette wie ich abgeschlossen und ist immer noch sauer, weil ihm die beiden den Einsatz gekostet haben.

Abgesehen davon, dass am Start zwei Oberösterreicher meinten, ich wäre mt meinem DFB-Trikot auf der falschen Veranstaltung musste ich aber keine versteckten Fouls ertragen.

Der Marathon hat sich recht gut angelassen. Ich war vom Start weg recht gut drauf, habe darauf geachtet, es nicht zu schnell anzugehen und den Puls niedrig zu halten. Nach den ersten 5 bis zehn Kilometern hatte ich mich gut warmgelaufen und war fein auf Kurs in Richtung 3:40 Stunden Zielzeit, mit Kilometerzeiten von rund 5 Minuten und 10 Sekunden. Das ging so gut, dass ich nach der Halbmarathondistanz schon überlegt habe, wann ich denn am besten einen Zahn zulegen soll, um es mit einer Zeit von 3:3x Stunden ins Ziel zu schaffen. Konditionell fühlte ich mich dazu auf jeden Fall frisch genug. Ich hatte mir ausgemalt, ab Kilometer 30 schneller zu werden und dann ab Kilometer 37 noch einen Zahn zuzulegen.

Dann aber kamen die Probleme. Kurz vor Kilometer 25 begann es im linken Oberschenkel zu zwicken und ich musste Tempo herausnehmen. Die nächsten fünf Kilometer bin ich in sechs Minuten/km gelaufen und dabei habe ich gehofft, dass sich der Krampf wieder lösen wird. Leider war das Gegenteil der Fall. Bald darauf spürte ich die Krämpfe auch im Unterschenkel und dann auch im rechten Bein. Statt ab Kilometer 30 wieder schneller musste ich immer langsamer werden. Ich konnte einfach keine schnellen Schritte mehr machen. Jeder Versuch wurde von einem stechenden Schmerz begleitet. Die letzten zwölf Kilometer waren eine einzige Qual und meine Kilometerzeiten sind bis zum Ziel auf über acht Minuten angestiegen. Das war eine Enttäuschung, zumal ich so fit gewesen wäre, dass die Distanz als solches gar kein Problem gewesen war. Mein Puls war zum Schluss bei 140 Schlägen, fast 30 unter dem was ich für den Zieleinlauf angepeilt hatte. Aber da ging nichts mehr. Ich musste viele Läufer, die ich davor ganz locker überholt hatte wieder passieren lassen und sah nach und nach meine Zeit-Ziele schwinden. 3:3x abgehakt. 3:4x unerreichbar. Die Zielzeit von 2008 3:55 nicht möglich. Unter 4:00 chancenlos. Am Ende hatte ich nur noch das Ziel, durchzuhalten. Auf den letzten 3 bis vier Kilometern nicht aufzugeben und ins Ziel am Heldenplatz zu kommen, was mir dann mit 4:09:41 auch gelungen ist. Mein Leiden kann hier nachgeklickt werden.

Im Ziel hat dann die Freude über den mit Zähne zusammenbeißen und die letzten mentalen Kräfte mobilisierten erreichten Zieleinlauf doch über die Enttäuschung überwogen. Ich war zwar eine halbe Stunde länger als geplant unterwegs, aber dieser Zieleinlauf war der bisher am härtesten erkämpfte. Und dank der vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellten Masseure konnte ich nach einiger Zeit sogar wieder einigermaßen weiterhumpeln.

Die Krämpfe und der Muskelkater machen mir auch heute noch zu schaffen, aber nicht so sehr, als dass ich nicht schon wieder weiterdenken würde. Heute mache ich noch einen Tag lang Pause, aber morgen will ich schon wieder mit dem Training weitermachen. Die nächsten Tage zum regenerativen Schwimmen und Radeln nutzen, bis die Nachwehen des Marathon abgeklungen sind.

Mir bleiben noch sechs Wochen bis zum Triathlon. Und damit ich beim IronMan dann nicht mit ähnlichen Problemen zu kämpfen habe kommt ab jetzt Magnesium als Ergänzungsmittel zusätzlich auf den Speiseplan.

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Mittwoch, 21. April 2010

Neubeginn

Gleich nach dem verkrampften Marathon war ich ehrlich gesagt ein wenig frustriert. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass es nicht so gut gelaufen ist und habe sogar etwas Positives daran entdeckt. Eine Ursache für die Krämpfe könnte nämlich gewesen sein, dass ich keine lange Laufhose an hatte und es für unten kurz einfach zu frisch war. Auch wenn der Großteil der Läufer so unterwegs war. So kalt erwischen werde ich mich jedenfalls nicht mehr lassen und zum Triathlon am 30. Mai mit Sicherheit auch meine guten GoreTex-Sachen einpacken. Zum Laufen ebenso wie zum Radeln und ohne einen Neoprenanzug werde ich auch mit Sicherheit nicht ins Wasser gehen.

Zwei Tagen Pause sind auch die Post-Marathon-Schmerzen in meinen Beinen fast ganz abgeklungen. Meine Beine jetzt jedenfalls wieder locker genug, damit ich mein Training wieder aufnehmen kann und die Kraft ist mit den vielen Nudeln, die ich in den letzten Tagen gegessen habe auch wieder zurück gekommen.

Eigentlich hatte ich vor, es heute einmal mit einem ganz lockeren Schwimmtraining anzugehen, aber ins Bad schaffe ich es heute zeitlich nicht mehr. Sattdessen werde ich eben zur CL-Partie zwischen Bayern und Lyon am Abend den alten Herrn Kettler bemühen und über die 90 Minuten Spielzeit (plus 15 Minuten Pause) ein leichtes, regeneratives Radtraining absolvieren. Ins Bad geht es dann eben morgen. Ich möchte zusehen, dass ich diese Woche wieder in meinen Trainingsrhythmus von fünf bis sechs Einheiten pro Woche komme.

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Donnerstag, 22. April 2010

Zurück im Wasser

Das Radeln gestern Abend ging schon wieder ganz prima. Und das Champions League Halbfinale zwischen Bayern und Lyon war als Unterhaltung auch kurzweilig genug für den Heimtrainer. Sofern man als Zuschauer nicht auf Seiten der Franzosen war. Mir war das ehrlich gesagt egal, aber die Bayern waren ganz klar besser. Bei der Leistung der Lyons wundert mich, wie es die Mannschaft ins Halbfinale geschafft hat.

Ich habe jedenfalls das ganze Match durch (plus Nachspielzeit und Pause) im Grundlagen-Ausdauertempo am Kettler geradelt, was am Ende eine 110 Minuten lange Trainingseinheit ergab. Das war offenbar auch ein gutes Mittel, um die immer noch vom Marathon beleidigten Beine wieder zu lockern. Heute früh war von den VCM-Nachwehen jedenfalls nichts mehr zu spüren und nach vierwöchiger Pause – auch aufgrund meiner Chlorallergie – bin ich noch vor der Arbeit wieder einmal ins Amalienbad, um mein 2km-Schwimmtrainingsprogrammm abzuspulen:

200 Meter Brust zum Einschwimmen
400 Meter Kraul
400 Meter Kraul Beine mit Schwimmbrett
400 Meter Kraul Arme mit Pull Buoy (1 Bahn linker Arm, 1 Bahn rechter Arm, 1 Bahn Abschlagen, 1 Bahn normale Armtempo)
400 Meter Kraul
200 Meter Brust zum Ausschwimmen

Auch das ist erfreulich gut verlaufen und es tat richtig gut, wieder einmal im Wasser zu sein. Die nächsten Trainings können ruhig kommen.

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Freitag, 23. April 2010

Und noch ein Schwimmtraining

Heute bin ich gleich wieder vor der Arbeit ins Bad. Ich habe das gleiche 2km-Programm wie gestern abgespult, aber auf der 25 Meter Kurzbahn des Hütteldorfer Bades statt auf der 33 Meter Bahn des Amalienbades. Das ist vor allem bei den 400 Meter Kraul Beine ein großer Vorteil, denn je länger das Becken ist umso zäher wird es am Ende jeder Bahn, nur mit Beine strampeln zur Wende zu kommen.

Mit meinen Schwimmleistungen bin ich an und für sich schon recht zufrieden und ich freue mich auch schon darauf, bald einmal in natürliches Wasser, einen See oder meinetwegen auch in die Alte Donau rein zu können. Dazu brauche ich aber unbedingt noch einen Neoprenanzug, denn obwohl schon der April zu Ende geht gab es heuer noch wenige warme Tage. Die Gewässer dürften daher noch ziemlich kalt sein. Auch das Badeschiff im Wiener Donaukanal, das ich von meinem Arbeitsplatz aus sehen kann, wirkt derzeit noch nicht wirklich einladend.

Gestern hätte ich schon beinahe einen Neoprenanzug gekauft. Ich hatte einen günstigen gebrauchten gefunden und probiert, aber leider nicht reingepasst. Schade, aber ich werde schon noch einen passenden Anzug finden. Damit wäre dann meine Ironman-Ausrüstung bis auf ein paar Kleinigkeiten komplett.

Am Wochenende soll das Wetter schön sein. Geplant ist die eine oder andere längere Rad-Ausfahrt. Ob mit dem Renner oder mit dem Mountainbike entscheide ich dann kurzfristig nach Lust und Laune.

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Montag, 26. April 2010

Sport-Wochenende

Am Wochenende gab es perfektes Frühlingswetter, ideal zum Trainieren und fürs Radeln.

Am Samstag musste ich mich trotzdem mit einer außerordentlichen Trainingseinheit begnügen. Nach der Holzfäller-Aktion von vor zwei Wochen warteten die Holzscheite darauf, ordentlich aufgerichtet zu werden. Ich hatte nicht gedacht, dass es so lange dauern würde, aber letztlich ging der ganze Tag drauf. Ich schätze, dass das als Krafttraining durchgeht.

Am Sonntag konnte ich aber dann endlich mit dem Mountainbike eine ordentliche Ausfahrt machen. Ich bin meine „Hausrunde“ gefahren, von Eichgraben nach Hochstrass, weiter aufs Schöpfl, dann auf den Gföhlberg und über Laaben und das Schöpfl wieder zurück. 50 km, knapp 1600 Höhenmeter und vier Stunden Fahrzeit mit teils sehr giftigen Anstiegen und Downhill-Trails bei denen man den richtigen fahrbaren Untersatz braucht.

Das KTM Lycan 1.0 hat den Härtetest mit Bravour bestanden. Kein Vergleich zu dem alten Scott-Bike, mit dem ich mich in den vergangenen Jahren über die Strecke gequält habe. Bei den Anstiegen souverän und hervorragend fahrbar. Steigungen, die mit dem alten Rad fast unfahrbar waren konnte ich ohne Pause durchradeln und auch die haarigsten Abfahrten durch Grobschotter, Wurzelwerk und Matsch konnte ich mit dem Lycan problemlos durchfahren, ohne in Sturzgefahr zu kommen. Sicher braucht man auch damit viel Kraft, Können und Kondition, aber mit einem solchen Rad macht Mountainbiken richtig Spaß! Ich freue mich schon auf eine mehrtägige Bergtour.

Und – trara! Endlich habe ich auch einen günstigen, passenden Neoprenanzug gefunden. Einen 3 x getragenen Orca Evo um 80 Euro (statt Neupreis 240 Euro). Den sollte ich in den nächsten Tagen mit der Post bekommen. Ich freue mich schon darauf, damit ins Wasser zu gehen.

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Mittwoch, 28. April 2010

Wieder eine kleine Panne

Noch fünf Wochen bis zum Triathlon, auf den ich mich jetzt schon seit 20 Wochen vorbereite. Irgendwie eigenartig. Noch nie habe ich so lange und intensiv auf einen Wettbewerb trainiert, für keine Prüfung so konsequent gelernt und kaum jemals etwas so lange vorbereitet. Trotzdem weiß ich noch immer nicht, was da am 30. Mai auf mich zukommt.

Vielleicht wird es auch ein totaler Reinfall, weil irgendwas Unvorhergesehenes passiert. Wie gestern, als ich wieder einmal mit dem Rennrad in die Arbeit gefahren bin und während der Fahrt zwei der drei Schrauben verloren habe, mit denen die Schuhplatten an den Rennradschuhen befestigt sind. Das ist eigentlich kein großes Mallheur, aber als ich dann bei einer Ampel stehenbleiben musste kam ich deswegen mit dem Fuß nicht aus dem Pedal heraus und habe mich mitten auf der Kreuzung hingelegt. Zum Glück ist nichts passiert, aber das hätte auch ins Auge gehen können. Nachts habe ich dann gleich geträumt, dass die Carbonfelge des Vorderrads beim Triathlon während der Fahrt zerbröselt und ich einen Abflug in den Straßengraben mache.

Inzwischen habe ich neue Schuhplatten gekauft (die Schrauben alleine gibt es natürlich nicht) und werde eben heute Abend wieder mit dem Renner die knapp 40 km nach Hause fahren. Das Wetter ist ja ideal dafür.

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Donnerstag, 29. April 2010

On the road again

Einige meiner Bekannten wollen immer noch nicht recht glauben, dass ich die Strecke von Wien nach Eichgraben – noch dazu den Umweg von Liesing über Kaltenleutgeben, Klausen Leopoldsdorf und Hochstrass – wirklich mit dem Rad zurücklege. Nicht eimal, wenn ich ihnen erkläre, dass das für mich ein schönes Training ist und dass ich mit dem Rad kaum langsamer bin als mit dem Zug. Nicht dass ich so schnell radeln würde wie die Bahn fährt, aber ich muss mich eben an keinen Fahrplan halten und kann losfahren, wann immer ich will. Außerdem ist es herrlich, wenn ich mich nach einem anstrengenden Tag im Büro aufs Rad setzen und nach Hause treten kann. Noch dazu wenn das Wetter und die Temperaturen so angenehm sind wie heute. Abschalten und los.

Natürlich muss ich auch mit dem Lumen, das keine zehn Kilo wiegt, krätig reintreten, damit sich etwas bewegt, aber das mache ich ja gerne. So gerne, dass ich mich mituner frage, ob das eigentlich als Training durchgeht.

Bloß für die Arbeitssachen und mein Gewand muss ich mir noch eine bessere Lösung einfallen lassen. Im Büro eine Garderobe anlegen und nur noch ganz wichtige Sachen mit nach Hause nehmen. Wenn ich mit dem Mountainbike unterwegs bin stört mich der Rucksack nicht, am Renner ist das aber anders. Man sitzt eben ganz anders drauf. Die klassische Rennradhaltung im Gegensatz zur der auf einer Moto Cross Maschine. Da ist es ist einfach lästig, wenn der Rückenbeutel ständig herumrutscht.

Und für die Statistik hier noch die Eckdaten des heutigen Trainings: 37,6 Kilometer, Fahrzeit 1 Stunde 31 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 24,0 km/h, ca. 700 Höhenmeter. Nächstes Mal nehme ich den Garmin Edge 500 mit, dann kann ich das genauer sagen.

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Freitag, 30. April 2010

Fußballabend

Und wieder ein sehr schönes Training: War ein feines Kickerl gestern Abend, bei sehr Flutlicht und herrlich milden Temperaturen am Sportplatz. Am Rasen zu spielen ist doch etwas ganz Anderes als in der Halle. Es macht einfach mehr Spaß. Es war jedenfalls ein gutes, 90 Minuten langes Lauftraining bei ganz anständigem Tempo, garniert mit ein paar schönen Toren.

Heute Abend steht dann ein lockerer Waldlauf auf dem Programm. Ich werde wieder einmal nachsehen, was es auf der 19km Runde Neues gibt. Vermutlich gar nichts. Und am Wochenende werde ich mir einmal die 90 km Radrunde, die ich beim Triathlon fahren muss, ansehen. Ich möchte vor allem bei den Steigungen wissen, was auf mich zukommt. Es ist einfach gut, wenn man die Strecke kennt und weiß, wie man sich die Kraft einteilen muss.

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Montag, 3. Mai 2010

Noch vier Wochen

Vier Wochen noch bis zum Triathlon. Eigentlich müsste ich in den nächsten zwei Wochen nocheinmal richtig Gas geben und mich beim Training ordenlich reinhauen. Zumindest i dieser Woche sieht es damit aber nicht ganz so gut aus. Ich bin beruflich in Südafrika und habe ungefähr eine Million Termine vor mir. Die Lauf- und die Schwimmsachen habe ich zwar eingepackt, aber ob ich sie auch verwenden kann wird sich erst herausstellen. Obendrein habe ich heute beim Hinflug und am Sonntag beim Rückflug jeweils eine ganze Nacht im Flieger vor mir. Auch nicht optimal.

wenigstens bin ich am Wochenende ganz gut zum Trainieren gekommen. Die 90km Radrunde konnte ich zwar nicht machen, aber immerhin habe ich meinen 20km Waldlauf und ein paar weitere Einheiten absolviert. War ganz gut. Und meinen Neo habe ich inzwischen auch. Jetzt nicht in Südafrika mit, aber immerhin. Ausgerüstet wäre ich damit also schon ganz super. Am Equipment wird es also nicht liegen, wenn ich am Ende vielleicht doch fürchterlich abbeiße. Ausreden gibt es nicht. Jetzt heißt es durchbeißen.

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Dienstag, 11. Mai 2010

noch drei Wochen

Die Südafrika-Reise vergangene Woche hat mich ein wenig aus dem Trainingskonzept gebracht. Ich hatte insgesamt nur zwei Mal jeweils eine Stunde Zeit zum Laufen (auf dem Laufband) und einmal 90 Minuten zum Radeln (auch nur am Ergometer). Zusätzlich habe ich noch ein bisschen mit den Bodybuilder-Maschinen herumgespielt. Zum Schwimmen bin ich gar nicht gekommen.

Ich konnte jedenfalls immer nur leichte Trainings bei geringer Intensität machen, denn sonst wäre ich im Fitnessraum kollabiert. Wie sehr die lange, ermüdende Reise und die mit Terminen gespickten Tage an meiner Substanz gezehrt haben wurde mir erst bewusst, als ich zum ersten Mal auf das Laufband gestiegen bin. Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, die zehn Kilometer abzuspulen und nicht gleich wieder das Handtuch zu werfen. Beim zweiten Mal und beim Radeln ging es etwas besser, aber von der Normalform war ich auch da weit entfernt. Jetzt muss ich schauen, dass ich in den nächsten drei Wochen wieder die im letzten Halbjahr aufgebaute Form erreiche. Heute geht es schon wieder los. Jetzt am Abend steht die 37km Wienerwald-Radroute am Programm.

Und dann hoffe ich, dass mein auf der Rückreise verloren gegangener Koffer mit meinen Laufschuhen und den Schwimmsachen bald wieder auftaucht.

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Freitag, 14. Mai 2010

Gelandet

Endlich ist auch mein Koffer aus Südafrika angekommen und ich habe meine Laufschuhe und die Schwimmsachen wieder. Gerade rechtzeitig, denn die Wettervorhersage für das Wochenende ist extrem mies. Nichts für Radausfahrten und auch nichts fürs Freischwimmen im Neoprenanzug, was ansonsten meine beiden Alternativen gewesen wären.

Ich will mir jetzt keinesfalls eine Erkältung holen, die mich dann die nächsten Wochen begleitet. Also werde ich das Wochenende eher zum Schwimmen im Hallenbad nutzen und in den Regenpausen eine oder zwei halbflotte Laufrunden drehen.

Gestern Abend stand wieder einmal ein Fußballtraining am Plan und ich war nachher recht zufrieden. Ich bin viel gelaufen, habe keinen Weg gescheut und hatte nach über einer Stunde schnellen Spiels noch Luft. Konditionell voll auf der Höhe. Toll. Das wünsche ich mir auch für den 30. Mai. Und ein bisschen schöneres Wetter als derzeit bitte auch. Ich rede ja gar nicht von Sonnenschein. Aber ein Wettkampf ohne Regen wäre schon super.

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Dienstag, 18. Mai 2010

Tapering

Noch zwei Wochen bis zum Wettkampf. Ab jetzt ist nur noch leichtes Training, Relaxen und Erholung angesagt. Tapering nennen das die Profis. Heißt den Trainingsumfang vor einer großen Ausdauerleistung zurücknehmen, um dann voll Kraft und Saft antreten zu können. Wegen meiner Südafrika Reise und der darauf folgenden harte Arbeitswoche dauert das Tapering bei mir etwas länger. Hoffentlich nicht zu lang, aber was… Es wird schon gut gehen.

Das Wetter war in den letzten Tagen richtig mies. Zum Radfahren sowieso, aber sogar zum Laufen und ins Bad bin ich auch nicht gekommen. Also habe ich wieder einmal den alten Kettler bemüht, um nicht das ganze Wochenende über nur am Schreibtisch zu sitzen und wenigstens ein bisschen Bewegung zu machen.

Zum Glück ist der schlimmste Arbeitsstress jetzt hinter mir und bis zum Wettkampf sollte das halbwegs so bleiben. Lange hätte ich das ohnehn nicht mehr durchgehalten.

Mein Trainingsprogramm für die letzten 13 Tage: Ein paar Laufrunden, einmal noch eine längere Strecke mit dem Renner fahren und den Neopren würde ich auch gerne einmal testschwimmen. Vielleicht geht sich heute Abend schon eine kleine Laufrunde und morgen eine Schwimmeinheit aus. Wäre nicht schlecht.

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Mittwoch, 19. Mai 2010

Regeneration

Ich muss in den nächsten Tagen eher ein bisschen regeneratives Training machen, sonst holt mich der Teufel. Gestern Abend wollte ich ein bisschen laufen oder am Heimtrainer radeln, aber ich hatte dafür keine Power mehr. Bin um halb neun ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen. In den letzten zwei Wochen habe ich fast pausenlos gearbeitet, täglich lange in die Nacht hinein, auch am Feiertag und am Wochenende. Dabei habe ich leider nicht nur zu wenig trainiert sondern auch viel zu wenig Schlaf bekommen. So viel zu dem Irrglauben, dass Büroarbeit nicht anstrengend ist.

Bis zum Wochenende hoffe ich dass ich wieder frisch bin. Da geht sich vielleicht noch ein intensiveres Training aus, das dürfte es aber dann auch schon gewesen sein. Aus heutiger Sicht bin ich ganz ehrlich froh, wenn ich am 30. Mai zu den Finishern gehöre. Ist ja auch etwas. Alle anderen, die vor mir liegen haben dann einen mehr, den sie (leicht) schlagen können. Da haben die auch etwas von meinem Antreten: Einen zusätzlichen Ego-Boost, wenn sie am Ende ins Klassement schauen 😉 Die sechs Stunden Grenze wird sich schon irgendwie ausgehen. Alles was darunter ist ist ein Bonus.

Der Ratzersdorfer/Viehofner See, den wir durchschwimmen müssen dürfte wirklich noch sehr frisch sein. Super, dass ich noch einen günstigen und passenden Neoprenanzug gefunden habe. Frisch wird es jedenfalls trotz des Neos sein.

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Jetzt wird es ernst

Zehn Tage noch bis zum Tag X und jetzt wird es richtig ernst. Mit jedem Tag und jedem Training wächst das Kribbeln im Bauch.

Gestern war ich wieder einmal zum Schwimmen im Amalienbad und bin dort 2km geschwommen. Diesmal ohne Arm- oder Beintraining, Pull-Buoy oder Schwimmbrett. Ich bin es ganz langsam angegangen und bin die 2km in lockerem Tempo gekrault. Ohne ein bisschen ins Schnaufen zu kommen hatte ich die Strecke nach 40 Minuten hinter mir. Cool. Angeblich geht es mit dem Neo ja noch etwas leichter und schneller. Damit sollte ich mein angepeiltes Ziel, beim Rennen (Distanz 1,9 km) unter 40 Minuten zu bleiben erreichen.

Gestern Nachmittag ist auch das Mail der Veranstalter bekommen, in dem mir meine Startnummer zugeteilt wurde. Ich werde mit Nummer 2225 ins Rennen gehen. Startzeit für meine Klasse (Amateure 40m) ist um 7:45.

Den Zeitplan habe ich auch schon ausgedruckt. Am Tag vor dem Rennen muss ich mein Rad zum Check-In bingen, Am Renntag selbst muss ich zwischen 5:30 und 6:30 vor Ort sen, um mene Sachen in die Wechselzone zu bringen. Das wird ein langer Tag. Aber ich freu mich schon drauf. Und mir wäre es auch recht, wenn der Bewerb schon übermorgen stattfinden würde.

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Dienstag, 25. Mai 2010

Die letzte Trainingswoche

Nur noch fünf Tage bis zum Wettkampf. In den letzten Tagen habe ich noch einmal das ganze Trainingsprogramm durchgespielt. Vom Kicken am Donnerstag (Tempoläufe) über Schwimmen am Freitag (2 km in 40 Minuten), Radeln am Sonntag (60 km bei 30 km/h Schnitt) bis zum entspannten Dauerlauf am Montag (19 km bei 6 Min/km). So weit, so gut. Damit wäre das Training für den Triathlon erledigt. Am Mittwoch und am Freitag werde ich noch jeweils eine leichte, kurze Aufwärmrunde drehen.

Leider ist die Wetterprognose für den Wettkampftag schlecht. Ich muss mich wohl auf Regen einstellen. Die Temperatur soll tagsüber auchn bei nur ca. 15 Grad liegen. Ich überlege daher mir noch eine neue GoreTex Jacke zu kaufen. Die 60 km Radrunde am Sonntag haben mir wieder gezeigt, dass das Nassradeln nicht lustig ist. 90 km in der Regenwolke wären… Naja, es wird schon nicht allzu schlimm werden.

Ansonsten bin ich hoffentlich bestens vorbereitet und ausgerüstet. An der Vorbereitung könnte ich jetzt sowieso nichts mehr ändern. Und an der Ausrüstung sollte ich jetzt auch nur noch marginale Änderungen vornehmen.

Die Laufschuhe sind eingelaufen, den Triathlon-Lenker für das Rennrad habe ich am Wochenende montiert, mich darauf eingefahren und hoffentlich auch die richtige Sitzposition gefunden. Beim Schwimmen – ein Neoprenanzug ist wegen des kalten Wassers Pflicht – gibt es ohnehin nichts zu ändern. Blieb noch die Frisur. Die Haare sind auch schon auf Wettkampflänge gekürzt und sollten mir beim Laufen daher nicht ins Gesicht hängen.

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Donnerstag, 27. Mai 2010

Wettkampf-Vorbereitungen

Viel Zeit zum Trainieren habe ich diese Woche nicht. Die Vorbereitungen für den Wettkampftag fressen auch die letzten verbleibenden Stunden auf. Bestenfalls kann ich heute Abend ein bisschen am Hemtrainer strampeln.

Freitag Nachmittag/Abend muss ich schon einmal nach St. Pölten fahren, um mich für das Rennen zu registrieren und meine Startunterlagen abzuholen. Samstag Nachmittag bin ich schon wieder dort, um mein Rad und meine Wechselkleidung hinzubringen und mir das Race Briefing anzuhören.

Und dann ist schon Sonntag. Der Wettkampf. Der Start meiner Altersgruppe (40m) wurde noch etwas weiter nach hinten verlegt. Wir gehen als vorletzte Gruppe erst um 8:10 Uhr ins Wasser. Zu diesem Zeitpunkt sind die Profis und die Jungspunde schon längst auf ihren Rädern unterwegs. Bis ich dann endlich im Ziel bin wird es wohl fast 14:00 Nachmittag sein. Da ist im Zielstadion auch schon die Flower Ceremony und die Pressekonferenz der Sieger vorüber. Aber egal. Ich trete ja eigentlich nur gegen mich selbst an. Dabei kann ich nur gewinnen.

Viel mehr Gedanken mache ich mir über das Wetter. Es wird am Renntag ein entscheidender Faktor sein. Vor allem ob es auf der Radrunde trocken bleibt. Wenn, dann sollten die Bedingungen eigentlich optimal sein, denn bei den vorhergesagten Temperaturen zwischen 14 und 20 Grad ist das Sporteln am angenehmsten. Wenn nicht, dann tja…

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Samstag, 29. Mai 2010

Morgen ist es so weit

Jetzt ist er also gekommen. Der Tag, auf den ich mich seit einem halben Jahr vorbereite. Beim Bike Check-In konnte ich heute Nachmittag schon einmal ein wenig Wettkampfluft schnuppern und mir ein Bild von den übrigen eisernen Herren und Damen machen, die sich wie ich morgen an der Strecke versuchen.

Viele große Muckis und coole, sehr teure Räder wurden da vorgefahren. Bikes, gegen die mein Simplon Lumen aussieht wie ein VW Golf in einer Horde Ferraris und Lamborghinis. Bei vielen dieser Renner sind alleine die Laufräder mehr wert als mein ganzer fahrbarer Untersatz. Und die dazu passende Bekleidung ist ganz offensichtlich ebenso krass teuer. Dass man als Triathlet eine Menge Geld ausgeben kann – viele tausend Euro, um ein paar Minuten schneller im Ziel zu sein – wusste ich ja. Es hat mich aber erstaunt, wie viele der 3000 Teilnehmer das auch tatsächlich tun.

Viele Wettkämpfer haben heute noch einmal trainiert. Sind mit ihren Flitzern in der St Pöltner Innenstadt prominiert und haben sich bestaunen lassen. Mein Vorbereitungsprogramm bestand heute bloß aus Essen (Pasta und Kaiserschmarren), Relaxen und die Wechselzonen anzusehen. Ist ja alles ein bisschen verwirrend, wenn man zum ersten Mal teilnimmt. Mein Cousin Alexander, der mit Startnummer 314 ins Rennen geht hat mir geholfen, die Orientierung nicht zu verlieren.

Jetzt heißt es Licht aus und schlafen. Der morgige Tag wird lang. Um 05:00 heißt es aufstehen. Ich muss vor dem Start noch einmal in die Wechselzone. Um 07:00 geht es dann los, aber ich muss bis 08:10 warten, dass ich ins Rennen darf. Wie es mir dabei ergangen ist gibt es bald hier zu lesen.

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Montag, 31. Mai 2010

Das Rennen

Um 4:50 hat mich der Wecker aus dem Bett geholt. Beim Morgenkaffee habe ich einen ganz kurzen Moment lang überlegt, ob ich mir das jetzt wirklich antun und statt zum Rennen zu fahren doch besser wieder ins Bett gehen sollte. Ein letzter, bösartiger Versuch des Inneren Schweinehundes, mich noch von meinem Ziel abzubringen. Einmal angezogen war der aber auch schon wieder völlig vergessen.

Um 6:00 Morgens war ich dann in der Wechselzone, habe noch einmal nach meinem Rad gesehen, meinen Beutel mit den Radsachen kontrolliert und die Startnummer fürs Radeln reingegeben. Eigentlich hatte ich ja vor, die Nummer gleich beim Schwimmen unter dem Neoprenanzug zu tragen, aber bei der Rennbesprechung hatte ich erfahren, dass das nicht erlaubt ist.

Das Wetter hat recht gut ausgesehen und zum Start der Profis um 7:00 hat dann sogar die Sonne ein wenig durch die Wolken geblinzelt. Da meine Altersklasse erst um 8:10 an der Reihe war hatte ich noch genug Zeit, mir das Treiben im Startbereich anzusehen, Rennluft zu schnuppern und einen Powerriegel zu essen, ehe ich mich in meinen Neoprenanzug gezwängt habe. Tom Valek, der Ö3-Mikromann, der selbst auch schon beim Ironman am Start war, hatte ein paar nette Worte für uns „Schwarzkappler“, die Herren über 40 in den schwarzen Badehauben, übrig. Er meinte, wir sollten das Rennen, auf das wir uns so lange vorbereitet haben einfach nur genießen. Und genau das habe ich dann auch getan.

Dann endlich wurde auch ich ins Wasser gelassen. Die erste Überraschung war, das es gar nicht so kalt war wie ursprünglich befürchtet. Es sind nicht einmal die Zehen kalt geworden. 17 oder 18 Grad dürfte der See auf jeden Fall gehabt haben, angenehm genug zum Schwimmen jedenfalls.

Punkt 8:10 kam das Startsignal und damit hatte mein erster Triathlon begonnen. Sekunden später bereute ich schon, dass ich mir keine bessere Startposition ausgesucht hatte. Ich steckte mitten im Pulk der Schwimmer und hatte kaum Platz, um selbst richtig zu kraulen. Vor mir, hinter mir, links und rechts waren Arme, Beine und Köpfe und ich konnte eigentlich nichts tun, als mit der Traube, die sich für meinen Geschmack etwas zu langsam bewegte, mitzupaddeln. Erst nach gut 500 Metern lichtete sich das Feld ein bisschen und ich bin zumindest halbwegs ins Schwimmen gekommen. Das allerdings bei einem ganz lockeren Tempo, denn sobald ich etwas schneller wurde war ich auch schon wieder auf meinem Vordermann aufgeschwommen und bekam einen Tritt ab.

Wirklich besser ging es dann erst im zweiten See – wir mussten ja zwei Seen durchschwimmen und dazwischen einen Steg überqueren. Beim Reinspringen habe ich mir eine Position ganz am Rand ausgesucht und konnte dann zumindest ein paar hundert Meter alleine schwimmen, ehe sich das Feld vor dem Schwimmziel wieder zusammen schob und ich wieder eingebremst wurde. Als ich aus dem Wasser kam und auf meine Uhr sah war ich überrascht, dass ich trotz allem nur 40 Minuten für die Schwimmstrecke gebraucht hatte. Es war zwar ein wenig unangenehm wegen der vielen Leute im Wasser aber dafür gar nicht anstrengend.

Dann ging es weiter in die Wechselzone zum Rad, wo ich als Triathlon-Neuling gleich mit der nächsten Hürde zu kämpfen hatte: Dem Ausziehen des Neoprenanzugs. Achteinhalb Minuten habe ich in der Wechselzone gebraucht, um für das Radeln bereit zu sein. Erfahrene Triathleten wie mein Cousin Alexander, der mit Nummer 314 ins Rennen gegangen ist, schaffen das in der halben Zeit, die Profis brauchen überhaupt nur zwei Minuten.

Ich war jedenfalls froh, dass ich mein GoreTex-Langarmtrikot in den Bike-Sack gepackt hatte. Die meisten Triathleten sind gleich mit den nach dem Schwimmen nassen Mussle-Shirts losgeradelt, ohne sich noch etwas anzuziehen. So wäre ich nur losgefahren, wenn die Sonne gescheint hätte und die Prognose für den ganzen Tag sommerliche Temperaturen erwarten lassen hätte. Die Realität waren aber 15 bis 17 Grad, Wind und bald auch Regenschauer. Von Kilometer 20 bis 60 führte die Radstrecke an der Donau entlang und mehr als die Hälfte davon gab es teils heftigen Regen und Gegenwind.

Ich bin trotzdem mein Tempo gefahren und war bis zum Anstieg bei Gansbach mit gut 30 bis 34 km/h (davor auf der Autobahn sogar teilweise mit 40 km/h) unterwegs. Auf den danach folgenden Anstiegen habe ich mich etwas zurückgehalten und meine Kräfte geschont. Das hat sich geloht, denn ich bin trotzdem an etlichen vorbei geradelt. Einige haben ihre Räder sogar den Berg hinauf geschoben. Ich bin nicht einmal in die Nähe dieser Verlegenheit gekommen. Und mein schon einige Jahre altes Simplon Lumen, das ich gebraucht um 650 Euro gekauft habe, hat dabei so manches 5000 Euro Superbike stehen lassen.

Auch auf den letzten 30 Radkilometern ist es mir recht gut gegangen. Obwohl der Wind mitunter recht heftig geblasen hat. Aber zumindest war es dann kein frontaler Gegenwind mehr. Und mein GoreTex Shirt hat mich die ganze Zeit über schön warm gehalten. Die Superbikes sind dann wieder an mir vorbei gezogen, aber das war mir egal. Nach 3 Stunden und 3 Minuten (angepeilt hatte ich drei Stunden – also war exakt in meiner Zeit) war ich dann in der zweiten Wechselzone.

Vier Minuten hat das Umziehen gedauert (Alex #314 hat das in 2:28 Minuten erledigt). Als ich dann losgelaufen bin habe ich schnell gemerkt, dass es richtig war, beim Radeln nicht das Letzte aus mir herauszuholen. Schon bei den ersten Schritten spürte ich ein Ziehen in den Oberschenkeln– die letzte Warnung vor einem Muskelkrampf – und ich habe außerdem gemerkt, dass meine Beine schon etwas kraftlos waren. Also bin ich langsam losgelaufen, um überhaupt wieder in den Laufschritt zu kommen.

Nach den ersten Kilometern war klar, dass da nicht mehr viel los war. Und dass das keine besonders gute Laufzeit wird. Je länger das Laufen dauerte, umso anstrengender wurde es und ich musste immer öfter stehen bleiben, um etwas zu trinken und ein Gel-Säckchen oder etwas Obst zu essen. Ich hätte wohl besser noch auf den letzten Radkilometern etwas essen und tinken sollen.

Optimistisch wie ich war hatte ich vor dem Bewerb mit Kilometerzeiten von sechs Minuten gerechnet. Wenn ich wirklich super-hart zu mir selbst gewesen wäre, dann hätte ich auch die Laufstrecke vielleicht auch noch in der Zeit von zwei Stunden schaffen können. Ich hätte dann aber auch ebenso gut auf der Strecke hängen bleiben können. Keinesfalls wollte ich aber riskieren, am Ende so wie beim Wien-Marathon total verkrampft ins Ziel zu kommen. Also habe ich mein Sechs-Stunden-Ziel aufgegeben und mir selbst eine Viertelstunde Zeit mehr gegönnt.

Am Ende hat sich das gelohnt. So konnte ich auch die Laufstrecke bis zum letzten Kilometer genießen und kam nie in die Verlegenheit, aufgeben zu müssen oder wie so manche einfach nur noch gehen zu können. So bin ich nach 6:13:38,7 Stunden ganz locker und mit einem Lachen im Gesicht über die Ziellinie gelaufen und ließ mir stolz meine erste Ironman-Medaille umhängen. Yess! Die monatelangen Anstrengungen und Mühen waren doch nicht umsonst.

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Mittwoch, 2. Juni 2010

Rückschau und Vorschau

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Das war es vorerst mit dem Ironman-Blog. In den nächsten Wochen und Monaten wird es hier nur noch sporadisch Einträge geben. Trotzdem habe ich mir für die Sommermonate einige sportliche Ziele gesetzt, von denen ich auch hier berichten werde:

–> Den Wachau Radmarathon Mitte Juli (mache ich nur bei Schönwetter)
–> Die Großglockner Hochalpenstraße raufradeln (irgendwann im August)
–> Den Mondsee Triathlon (Olympische Distanz, Ende August)
–> Den Wachau Laufmarathon (im September)

Im November werde ich dann wieder mit der Vorbereitung auf den Ironman 70.3 2011 beginnen, der am 22. Mai 2011 stattfindet. Dabei möchte ich dann die sechs-Stunden-Marke knacken. Das schöne Erlebnis Ironman soll jedenfalls keine Einzelveranstaltung gewesen sein und für das nächste Mal haben sich schon einige Freunde gemeldet, die ebenfalls mittrainieren und antreten möchten. Ich hoffe, dass auch deren Motivation so lange anhält.

Rückblickend kann ich jedenfalls sagen, dass es sich für mich persönlich gelohnt hat, mich auf das Abenteuer einzulassen und dass die Vorbereitung auf das Rennen ebenso viel Spaß gemacht hat wie der Wettkampf selbst. Ich fühle mich rundum gesund und fit, hatte in sechs Trainingsmonaten nicht einmal einen richtigen Schnupfen. Das einzige Problem, mit dem ich in der Vorbereitung zu kämpfen hatte war ein vom Chlorwasser verursachter Ausschlag, der nur langsam und mit Spezialsalben wieder verschwunden ist. Dafür habe ich auch das kleine Bäuchlein, das ich seit Jahren mitgetragen hatte, restlos abtrainiert. Mit 71,5 kg bin ich zwar nur um rund vier Kilo leichter als im November 2009, was auch daran liegen dürfte, dass ich jetzt doch ein paar Muckis mehr habe als davor.

Ich bin auch stolz, dass ich ein für Durchschnittsbürger sportlich sehr ambitioniertes Ziel erreicht habe, was die wenigsten meiner Bekannten, Freunde und Verwandten gedacht hätten. Noch ein paar Tage vor dem Wettbewerb wurde ich etwas ungläubig gefragt, ob ich wirklich daran teilnehmen will.

Bei allem habe ich mich streng an den Vorsatz gehalten, keine Supersportler-Nahrung in mich reinzustopfen und auch sonst ganz normal weiter zu leben. Abgesehen von Isotonischen Getränken und Magnesiumpulver gab es kein Extra-Doping.

Auch den Vorsatz, das Experiment Ironman zu keiner großen Materialschlacht werden zu lassen konnte ich einhalten. Zum Glück gibt es für Einsteiger wie mich hunderte, die sich nicht nur selbst durchbeißen, sondern auch immer wieder persönliche Bestzeiten unterbieten wollen und deshalb auch immer wieder in neue, noch bessere und teurere Ausrüstung investieren. Mit ein bisschen Geduld und Glück findet man daher am Gebrauchtmarkt vieles was man zum Antreten braucht zu recht passablen Preisen. Ich kann Aspiranten nur wärmstens empfehlen, sich immer wieder auf einschlägigen Webseiten umzusehen.

Hier ist eine Aufstellung meiner Ausgaben:

RAD:
I. Rennrad Simplon Lumen, 650 EUR (Neupreis ca. 2700 EUR)
II. Rennradschuhe SIDI, 35 EUR (Neupreis ca. 100 EUR)
III. Clips für Rennradschuhe, 30 EUR
IV. Sattel für Heimtrainer, 35 EUR
V. Tritahlon-Lenkeraufsatz, 50 EUR

Investitionen Radausrüstung: 850 EUR

Helm, Trikots, Radhosen, diverse andere Radbekleidung und Sportbrille hatte ich teilweise schon, kostet aber alles zusammen nochmals einiges Geld.

Helm ca. 60 EUR
2x Kurzarmtrikots zusammen ca. 60 EUR
GoreTex Langarmtrikot 80 EUR
GoreTex Armlinge und Beinlinge zusammen ca. 80 EUR
Radhandschuhe ca. 30 EUR
Softshell-Jacke (auch für das Laufen geeignet) ca. 60 EUR

In Summe habe ich für die Radausrüstung also auch gut 1100 Euro gezahlt

SCHWIMMEN
I. Badehaube, 7 EUR
II. Schwimmhose, 35 EUR
III. Schwimmbrille, 14 EUR
IV. Pull Buoy, 7 EUR
V Schwimmbrett 7 EUR
VI. Neoprenanzug 80 EUR (Neupreis ca 250 EUR)
VII. 6 x Monatskarte für die Bäder = 6 x 17,70 EUR = 106,20 EUR

Summe Investitionen Schwimmen: 256 EUR

LAUFEN

I. Laufschuhe 110 EUR
II. Laufhose 30 EUR
III. Mammut-Windhaube (für das Wintertraining) 30 EUR

Handschuhe, T-Shirts hatte ich genug. Die Winterbekleidung waren die schon alte aber immer noch gute Löffler-Langlaufhose und die Softshelljacke oder das GoreTex Trikot, das ich zum Radeln anhatte sowie ein paar dünne Handschuhe.

Smme Investitionen Laufen 170 EUR

Rechnet man noch das Startgeld (199 EUR) und diverse andere Kleinigkeiten (Schlauch, Radpumpe, Pickzeug usw.) dazu, dann hat mir das Abenteuer Ironman also wahrscheinlich knapp 2000 EUR gekostet. Den Großteil davon habe ich mit dem Verkauf einer alten Gitarre finanziert (tja, auch das war einmal ein Hobby von mir).

Das teure Equipment soll aber jetzt natürlich nicht einfach in der Ecke verstauben und dort als ewige Erinnerung liegen bleiben. Ich habe mir schon die Veranstaltungskalender durchgesehen und dabei unter anderem den Mondsee-Triathlon am 22. August als schönen nächsten Bewerb entdeckt. Mit 1,5 km schwimmen, 40 km radeln und 10 km laufen ist der etwa halb so lang wie der Ironman und bei Schönwetter sicher eine tolle Angelegenheit, bei der ich auch etwas mehr Tempo machen könnte.

Von der Ironman-Langdistanz, mit der ich gegen Ende der Vorbereitung schon ein bisschen geliebäugelt hatte, werde ich aber tunlichst die Finger lassen. Der Wettkampf am 30. Mai hat mich wieder auf den Boden zurück gebracht. Der Ironman 70.3 ist meiner Meinung nach für alle, die einen 40 Stunden Job und ein halbwegs normales Familienleben haben die Obergrenze des Machbaren. Für die doppelte Distanz wäre so unglaublich viel mehr Trainingsaufwand nötig, dass dabei Job und/oder Familie extrem leiden würden.

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