Interview mit T-Mobile CEO Andreas Bierwirth: „LTE ist der Ausweg für den Mobilfunk“

Interview-Reihe zur LTE-Auktion in Österreich: Für einen Artikel im Magazin trend anlässlich der Vergabe der 4G-Lizenzen in Österreich  habe ich Interviews mit den CEOs der drei österreichischen Mobilfunk-Anbieter und mit dem Georg Serentschy, Chef der Telekom-Regulierungsbehörde RTR geführt.

Hier ist das dritte Interview dazu. T-Mobile CEO Andreas Bierwirth setzt auf LTE als Motor und Impulsgeber für die unter enormen Kostendruck stehende Mobilfunkbranche.

T-Mobile CEO Andreas Bierwirth
T-Mobile CEO Andreas Bierwirth

trend: Österreichs Mobilfunkbranche steht vor dem Ausbau der vierten Mobilfunkgeneration LTE. Kolportiert werden Investitionskosten von rund 100 Millionen je Netzbetreiber. Ist das korrekt?

Andreas Bierwirth: Für den Fall, dass man ein LTE-Netz alleine aufbaut, ohne Synergien mit einem Partner zu nutzen, liegen die Kosten deutlich über 100 Millionen Euro. Wir liegen bereits heute bei jährlichen Investitionen in den österreichischen Markt in der Höhe von rund 100 Millionen. Dieser Betrag muss für den Roll-Out nochmals signifikant erhöht werden. Es muss viel investiert werden, damit Österreich ähnlich flächendeckend mit LTE versorgt ist, wie das heute bereits mit UMTS der Fall ist.

Wann wird das so weit sein?
Bierwirth: Bereits jetzt sind die Innenstadtlagen der größeren Städte mit LTE versorgt. Im Jahr 2014 wird das in die mittelstädtische Breite gehen. Im ländlichen Bereich wird es je nach Bestimmung 2014 eine erste Ausbaustufe geben, aber die flächendeckende Versorgung wird das Thema des zweiten Jahres sein.

Es heißt also warten, wie nach der UMTS-Auktion im Jahr 2000?
Bierwirth: Im Grunde genommen wurde UMTS viel zu früh gelauncht, weil lange Jahre die Telefonie und die Kommunikation über SMS dominiert hat. Mobile E-Mails wurden erst später ein breites Thema. Die massive Verbreitung von Smartphones und Tablets, mit denen man Fotos und Videos verschicken kann, hat in den letzten zwei Jahren eingesetzt. In dieser Zeit ist auch die Nachfrage nach Datenvolumen explodiert.
Ich bin aber überzeugt, dass der Ausbau von LTE signifikant schneller erfolgt. Einerseits weil die Nachfrage nach mobilem Breitband-Internet und mehr Geschwindigkeit auch durch die Produkte, Smartphones und Tablet PCs bereits vorhanden ist. Wir müssen bereits jetzt Kapazitätsengpässe beseitigen. Zweitens wird die Wettbewerbsdynamik, die wir in Österreich traditionell haben, einen schnellen Ausbau und eine hohe Netzqualität erfordern.

Was wäre, wenn LTE jetzt nicht ausgebaut wird?
Bierwirth: Würde man kein LTE einführen und stattdessen auf UMTS weiterarbeiten und gleichzeitig die Entwicklung der Endgeräte weitergehen wie es weltweit der Fall ist, dann gäbe es schon in zwei Jahren massive Kapazitätsengpässe. Wir könnten dann Übertragungsgeschwindigkeiten bei weitem nicht mehr so liefern, wie wir sie dem Kunden versprochen haben. Es gäbe Gesprächsabbrüche, Datenabbrüche, man würde gar nicht mehr ins Internet kommen. Wir brauchen LTE tatsächlich auch, um die vorhersehbaren Kapazitätsengpässe zu vermeiden.

LTE bedeutet zunächst einmal mehr Bandbreite. Welche Übertragungsraten wird es zum Start für einzelne Benutzer geben?
Bierwirth: Wir sind überzeugt, das LTE ähnlich wie UMTS mehrere Entwicklungsstufen durchlaufen wird. Es ist heute noch gar nicht absehbar, wo die finale Geschwindigkeit von LTE liegen wird. Wir haben in einem Test-Case einen Geschwindigkeitsrekord von über 300 Mbit/s erreicht. Die Entwicklung von LTE bleibt nicht stehen. Ähnlich wie UMTS wird sich die Technologie sehr dynamisch weiterentwickeln. Kommerziell sind derzeit Geschwindigkeiten von 100 bis 150 Mbit/s anbietbar. Wobei auch ein LTE-Netz wie auch ein UMTS-Netz ein sehr atmendes Konstrukt ist, und man je nach Tageszeit und der aktuellen Nutzung einmal mehr und einmal weniger Bandbreite zur Verfügung hat.

Durch die höheren Bandbreiten können Sie aber auch mehr Kunden als bisher bedienen?
Bierwirth: Richtig. Jetzt, wo wir mit UMTS langsam an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen, wundern sich manche bereits, dass ihr Smartphone einmal schneller und einmal langsamer ist. LTE bedeutet nur Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s. Auch ein Kunde mit zehn oder zwanzig Mbit/s, die wir heute bereits mit UMTS anbieten, kann und sollte auf LTE wechseln. Diese Kunden werden wir ohne Aufpreise in die LTE Technologie rüberziehen. LTE kann sehr viel zuverlässiger und stabiler das Produkt liefern, das der Kunde auch gekauft hat; eine stabile Geschwindigkeit. Wir bieten heute bereits mit UMTS Geschwindigkeiten bis zu 40 Mbit/s an, die auch erreicht werden. In Zukunft werden wir das sehr stabil anbieten können. Das wird den Alltag prägen. Dass man stabil Fotos und Videos versenden und empfangen kann und Smartphones und Tablet PCs voll ausnutzen kann.

Und in Zukunft? Welche Bandbreiten wird man mit LTE erreichen? Wohin geht da die Phantasie?
Bierwirth: Wir sind mit unseren Phantasien etwas zurückhaltend, weil die im Moment sehr schnell sind. Mit LTE Advanced, das in Südkorea und in Australien bereits ausgerollt wird, sind Übertragungsraten von 3 GBit/s im Download möglich. Das ist exorbitant höher als bei LTE. Beim Start von UMTS konnte man sich die Geschwindigkeiten, die wir heute erreichen auch nicht vorstellen. Ich glaube, es wird einen Wettbewerb und einen Forschungswettbewerb bei der Technologie geben. Wo immer das Ende ist kann man heute nicht sagen.
Mit den zukünftigen Bandbreiten wird das Thema Mobilfunk jedenfalls in Bereiche vordringen, die bisher dem klassischen Festnetz vorbehalten waren. Es gibt ja nicht überall Glasfaserkabel, bis in die Haushalte und wahrscheinlich ist es kostenbedingt auch gar nicht möglich, überall Glasfaserkabel zu verlegen. Bei Firmen und Innenstadtlagen, die einen kontinuierlichen Datenverkehr haben sicherlich ja, aber bei Privathaushalten und der zersiedelten Struktur, die es in Österreich gibt ist das nur schwer vorstellbar. Mit LTE können wir Internet zuhause in einer Qualität anbieten, die mit dem Festnetz nicht möglich ist. Das eröffnet den Mobilfunkern zusätzliche Potenziale.

Das eröffnet Ihrer Branche neue Wachstumschancen?
Bierwirth: Die große Wachstumschance im Mobilfunk ist, dass die Anzahl der Devices pro Haushalt stark zunehmen wird. In Österreich ist bei den Kunden weitgehend eine Sättigung erreicht. Jeder hat ein Handy. Die Handys werden weiter durch Smartphones und weitere Geräte ersetzt werden. Wir müssen lernen, statt dem neuen Handykunden unsere bestehenden Kunden viel stärker zu durchdringen und auch die Vielschichtigkeit des mobilen Kommunikationserfordernisses aus einer Hand abdecken zu können. Das Mobiltelefon und der Tablet sind dabei nur ein Thema. Darüber hinaus geht es jetzt sehr stark in die Haushalte hinein: Smart Home: Wie bedient man Geräte in einem Haus? Das Thema Energy und Gesundheit: In Zukunft wird man vielleicht Arztbesuche vermeiden können. Leute, die zuckerkrank sind können sich zum Beispiel selbst zuhause regelmäßig untersuchen und die Ergebnisse zum Arzt schicken.

Das eröffnet Ihrer Branche neue Wachstumschancen. Ist Österreich mit LTE am Weg zur digitalen Gesellschaft?
Bierwirth: Das große Schlagwort der letzten Jahre, die Digitalisierung der Gesellschaft, hat jetzt eingesetzt. Ein bisschen wird jetzt auch die Science Fiction wahr. Apples neues iPhone 5s kann man zum Beispiel mit dem Fingerabdruck sperren und entsperren. Das war früher Science Fiction, jetzt Realität. Wahrscheinlich wird das bald Standard sein und wir werden das gar nicht mehr als etwas Besonderes empfinden. Ob im Haushalt oder als Geldbörse – wir gehen immer mehr in das normale Alltagsleben der Kunden. Bereits heute sagen viele, dass sie ohne Smartphone nicht mehr auskommen können. Das wird noch mehr werden. Die Kommunikationsinfrastruktur wird zum entscheidenden Dreh- und Angelpunkt unseres Lebens. Ohne LTE ist das nicht möglich. Es ist der Motor, der die Geräte zum Laufen bringt und die Vernetzung der Geräte ermöglicht.

Telefonieren ist dabei eigentlich nur noch eine Nebensache?
Bierwirth: Und die Tarife verändern sich auch zu Datentarifen. Das Mobilfunknetz und der Tarif sind die Motoren, die Hardware ist das Auto. In der mobilen Kommunikation kauft man sich beides getrennt voneinander. Ich kann ein super Auto kaufen, aber einen sehr schwachen Motor einbauen. Dann kann man eben nicht so viel damit machen. Mit dem richtigen Motor beginnen die Geräte zu leben. Es ist auch eine Frage, ob ein Handy ein reines Statussymbol ist oder ob man damit arbeiten will. Ob es außen Gold oder innen Gold sein muss.
Für die österreichische Mobilfunkindustrie, die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern am unteren Ende der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit steht, ist das auch der Ausweg. Wir müssen an der wachsenden Datennachfrage so partizipieren, dass es uns wieder möglich ist, nachhaltig zu investieren und im europäischen Schnitt der Mobilfunkbetreiber mitzuhalten. Das ist derzeit nicht so möglich.

LTE als Hoffnungsträger für die ganze Branche?
Bierwirth: Wir müssen das Datenwachstum, die Digitalisierung, diesen Wachstumsmarkt, der da ist, ausnutzen. In anderen Industrien, etwa der Airline-Industrie, gibt es gibt Jahre, da läuft es richtig gut und rund und dann wieder Jahre, in denen die Nachfrage zurückgeht. In der Mobilfunkindustrie gibt es eine konstant wachsende Nachfrage. Das ist schon einmal ein sehr guter Boden, auf dem man aufbauen kann. Wir müssen lernen, entsprechend davon zu partizipieren.

Ist Ihre Branche nicht selbst schuld, wenn sie zu wenig verdient und sich der Markt bereinigt?
Bierwirth: Wenn man nach den Ursachen sucht, warum es der Industrie in ganz Europa schlecht und in Österreich noch viel schlechter geht, dann gibt es drei wesentliche Gründe. Erstens wurden wir aus der Zeit der Überrenditen herunterreguliert. Teilweise auch auf einen Level, wo es längst keine Überrenditen mehr gab. Das hat auch politische Gründe. Man wollte dem Endkunden mit niedrigen Telefonkosten zeigen, dass Europa funktioniert.
Der zweite Punkt ist die Wettbewerbssituation, spezifisch in Österreich mit – wahrscheinlich – Überkapazitäten. Wenn man bedenkt, dass es selbst in den USA nur vier große Anbieter gibt. Teilweise hatten wir in Österreich mehr.

Das hat sich mit der Fusion von 3 und Orange erledigt. Und drittens?
Bierwirth: Der dritte und unterschätzte Punkt ist, dass wir unsere Preispunkte in den Tarifmodellen bisher in schrumpfenden Märkten hatten. Unsere Preispunkte in den klassischen Tarifmodellen lagen besonders in den Bereichen Stimme und SMS. Der Datenbereich war eher ein Beiprodukt, das es unlimitiert dazu gab. Auch deshalb, weil nach dem Start von UMTS die Kapazitäten lange Zeit brach klagen und man hoffte, durch die Beiprodukte die Kapazitäten mehr nutzen zu können.
In den letzten zwei Jahren hat sich das mit einer rasanten Geschwindigkeit umorientiert. Das Thema Stimme ist vielleicht noch stabil, aber das Thema SMS ist stark schrumpfend. Bei der Stimme wird das auch bald der Fall sein. Wenn man an Skype und andere Applikationen denkt.

Sind neue Datentarife die Hoffnung für die Zukunft?
Bierwirth: Wir müssen als Industrie Preispunkte im Markt definieren. Diese Tarifpunkte müssen mit aller kommerziellen Kreativität entwickelt werden und der Kunde muss sich daran gewöhnen. Mit Geschwindigkeit oder Datenvolumen können die Kunden noch nicht so viel anfangen. Die Menschen haben kein Gefühl dafür, wie viel Daten sie tatsächlich verbrauchen. Wenn man eine Minute lang telefoniert oder zehn SMS verschickt, dann weiß man das. Man kann aber nicht genau sagen, welche Datenmenge man verbraucht. Das ist relativ abstrakt und die Kunden müssen das mühsam erlernen. Hier müssen wir zu Modellen kommen, die Kunden als einfach und interpretierbar erachten. Das ist die Kür, die wir jetzt leisten müssen, um die Erlöse unserer Branche wieder zu stabilisieren. Für mich ist das der größte Paradigmenwechsel, den die Industrie mit LTE durchlaufen muss.

Inwiefern wird sich die Bedeutung der Mobilfunkanbieter durch die LTE-Einführung verändern, möglicherweise zunehmen?
Bierwirth: In der letzten Zeit waren Netzbetreiber ein Beipropdukt. Die Kunden haben ein iPhone gekauft, aber nicht zwangsläufig einen Tarif bei T-Mobile. Die Wahrnehmung was man kauft wird sich ändern. Die Bedeutung des Service Anbieters und seiner Dienstleistungen zunehmen. Wir sind diejenigen, die diese vernetzte Welt, die jetzt entsteht, ermöglichen und garantieren. Die Welt vernetzt sich mit Clouds und wir sind der Dreh- und Angelpunkt zwischen den Cloud Services und den Datenbanken, mit einem Anspruch an die Performanz, die es früher nicht gab. Wenn früher einmal ein Telefonat abgebrochen ist, dann hat man das verziehen. Wenn ich aber in einem Geschäft einkaufe und bezahlen möchte und das nicht funktioniert, dann wird das nicht mehr akzeptiert. Wir müssen jetzt eine 100-Prozent-Garantie für unsere Dienste geben. Der Anspruch an uns wird viel größer. Für uns als Industrie ist das auch eine Chance, überhaupt wieder wahrgenommen zu werden.

Sie wollen den Thron von Apple und Samsung zurück erobern?
Bierwirth: In der Vergangenheit war nur der Preis entscheidend. Die Tarife waren völlig identisch und die Kunden wollten eigentlich nur die Endgeräte haben. In Zukunft wird das anders sein. Wenn ich weiß, dass mein Provider zuverlässig ist, dann bin ich auch weniger bereit zu wechseln. Die Kundenbindung zu den Anbietern wird zunehmen. Banken werden auch ganz selten gewechselt, außer man hat einmal eine ganz schlechte Erfahrung gemacht. Das wird auch bei uns bald der Fall sein.
Ich bin überzeugt, dass uns die nächsten Jahre als Unternehmen in der Relevanz deutlich steigern werden. Gleichzeitig müssen wir aber auch eine Mindestrendite erfüllen, die derzeit verglichen mit dem europäischen Schnitt nicht gegeben ist.

Das heißt die Kunden werden für mehr Bandbreite und mehr Daten auch mehr zahlen müssen?
Bierwirth: Es ist die Frage, ob wir einen Tarif mit einer Bandbreite von 100 Mbit zu den gleichen Konditionen anbieten können wie einen Tarif mit 10 Mbit. Oder ob der Tarif in Zukunft vielleicht um drei oder fünf Euro teurer sein kann. Hier dürfen wir keine Scham haben, für eine Mehrleistung auch mehr zu verlangen. Wie in der Automobilindustrie, wo auch Autos mit stärkeren Motoren mehr kosten.
Unsere Industrie hat sich in den letzten Jahren technologisch extrem entwickelt, aber die Produkte sind derzeit nicht wirklich preiswürdig. Wir müssen jetzt gegenüber unseren Kunden den Motor herausarbeiten. Ihnen klar machen, dass nicht nur Apple oder Samsung für sie wichtig sind. Dass wir diejenigen sind, die alles ermöglichen.

Aber werden die Kunden das auch verstehen?
Bierwirth: Es muss den Kunden auch Spaß machen, den Motor zu kaufen. Das Kundenerlebnis muss sich verändern. Ich muss auch beraten und die vernetzte Welt erklären können. Das ist auch für unsere Mitarbeiter in den Shops eine ganz andere Herausforderung als ein Handy oder ein Smartphone zu verkaufen. Etwa wenn es um die Datenübermittlung vom iPad zu einem anderen Gerät geht. Welche Cloud-Services man dafür nutzen kann und wie man das einstellt. Das sind zum Teil komplexe IT-Beratungen. Die müssen wir unseren Kunden aber anbieten. Wir haben eine große Chance, diese Stellung in Zukunft einzunehmen.

Nach der Frequenzvergabe ist vor der Frequenzvergabe: Die EU-Kommission hat bereits eine Digitale Dividende 2 in Aussicht gestellt, bei der die 700 Mhz-Frequenzen vergeben werden sollen. Sind die denn notwendig?
Bierwirth: Wir brauchen mehr Frequenzen. Nicht heute, aber übermorgen. Der Gedanke wird natürlich in der Industrie weiter getragen. Wir beobachten über die internationalen Verbände genau, wo Frequenzen frei werden, die uns übertragen werden können. Das Thema ist aktuell. Plus dass wir auf den bestehenden Frequenzbändern mit Innovation mehr Daten übertragen können. Verdichtung und Komprimierung sind die Stichworte. Wir werden aber über die nächsten Jahrzehnte nicht mit den derzeitigen Frequenzen auskommen.

Hat bei alldem das Festnetz noch eine Zukunft?
Bierwirth: Die Zeit des Festnetzes ist noch lange nicht vorbei. Wir kommen auch aus einem Konzern, der in vielen Ländern Festnetz anbietet. Ich glaube, da muss man zwei Dinge sehen. Das Festnetz ist, wenn es einmal ausgerollt ist, von den Produktionskosten her wesentlich günstiger. Mobilfunk hat relativ geringe Fixkosten, aber relativ hohe variable Kosten. Beim Festnetz ist das umgekehrt. Kombinationen von Festnetz und Mobilfunk bleiben daher spannend. Der Mobilfunk geht in Bereiche des klassischen Festnetz und das Festnetz ebenfalls in neue Bereiche – etwa Fernsehen oder Video on Demand.

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