Interview | Markus Rose, rosecast.com: Gar nicht rosig

Im August 2011, kurz nach meinem Arbeitsbeginn beim Wirtschaftsblatt und einem weiteren  großen Börsecrash, habe ich folgendes, nicht ganz ernst gemeintes Telefoninterview mit dem Finanzastrologen Markus Rose geführt. Er sieht die Ursache für internationale Börsencrashes in Planetenkonstellationen.

Manche Leser des WirtschaftsBlatt Online waren offenbar überfordert damit, dass im Leben nicht alles bierernst ist. Trotz ihrer teils vernichtenden Kommentare war das Interview aber einer der meistgelesenen Artikel des August 2011. Zur Einstimmung noch einige Original-Kommentare dazu:

Ulrich L: Wenn das Wirtschaftsblatt jetzt schon einen solchen Schwachsinn veröffentlicht, dann ist da Ende tatsächlich nahe. unverzeihlich, auch in der Ferienzeit.

AndiKr: Oder ist die Blattlinie des Wirtschaftsblattes in Richtung „völliger Schwachsinn“ verändert worden? Ich kämpf‘ gerade damit, meinen Kotz-Reflex zu unterdrücken. Hätte nie gedacht, so etwas hier entdecken zu müssen….

yoreskimofriend: seriös oder nicht, das ist für das wirtschaftsblatt der bisherige tiefpunkt. was für ein haufen schwachsinn…

realestate: wirklich in einer seriösen zeitung Raum eingeräumt werden?!

fg: Das Wirtschaftsblatt ist keine seriöse Zeitung.

…muss  noch mehr gesagt werden? Ich schätze nicht! Wohlan, hier ist der Artikel:

Astrologie und Aktientrading pasen zusammen wie die Faust aufs Auge. Nicht für Markus Rose, der die Bewegungen der Planeten am Himmel von Dublin aus analysiert und daraus Schlüsse auf die Entwicklung der Börsekurse zieht. Seine Beobachtungen bietet er unter http://www.rosecast.com an. Der von „Timer Digest“ mehrfach als Top Trader ausgezeichnete Stern- und Börsespezialist über die Macht des Pluto und des Uranus.

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Herr Rose, Sie behaupten, der Börsecrash von vergangener Woche sei durch die Bewegungen der Planeten erklärbar?
Markus Rose: Der Börsecrash und jede andere Bewegung an den internationalen Börsen. Langfristige Tendenzen ebenso wie kurzfristige Intraday-Schwankungen. Im Prinzip kann man jede einzelne Kursschwankung aus der Konstellation der Planeten unseres Sonnensystems und der Position der Zwergplaneten ablesen.

Das klingt mit Verlaub unseriös.
Das denken viele, und Schuld daran ist, dass Astrologie wie sie von den meisten betrieben wird ein Scherz ist. Der Großteil der Astrologen arbeitet immer noch wie die Wissenschaftler von vor 300 Jahren. Sie geben auch den Aszendenten viel zu große Bedeutung. Der ist aber in der Finanzastrologie völlig irrelevant.

Und wie arbeiten Sie?
Ich sehe mich als mathematischer Astrologe und habe eine eigene Software entwickelt, um die Bewegungen der Planeten analysieren zu können. Der Aszendet, die Spitze des ersten Hauses, und das Medium Coeli, die Spitze des zehnten Hauses, sind für meine Arbeit unwichtig. Sie sind vom Ort abhängig und beeinflussen nur die Stimmungen und die Persönlichkeiten. Ich orientiere mich an der Stellung der Planeten zueinander. Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Neptun, Uranus und Pluto. Daneben gibt es noch eine Reihe von Zwergplaneten. Eris, Makemake, Haumea, Sedna, Orcus, Quaoar und Varuna, die das Geschehen mit beeinflussen. Sie können Konstellationen der großen Planeten aufheben oder neue bilden. Die wenigsten Astrologen beobachten diese Zwergplaneten. Deshalb können sie auch die Kursschwankungen an den Börsen nicht vorhersagen.

Wie hoch ist denn Ihre Trefferquote?
Ich will nicht prahlen, aber sie liegt schon bei 75 Prozent und höher. Bei den langfristigen Trends ebenso wie bei den kurzfristigen Ausschlägen.

Den Kurssturz vom 8. August haben aber Sie auch nicht vorhergesehen. Weshalb nicht?
Das stimmt. Ich hatte den 4. und den 8. August nicht als schlechte Tage für den Markt erkannt. Aber ich hatte in meinem Forecast von Ende Juli bereits den 9. August als einen Tag mit starken Aufwärtsbewegungen und den 10. August als einen Tag mit großen Verlusten gesehen. Beides war richtig. Der 9. August war im Standard & Poor’s 500 der Tag mit dem größten Plus im Jahr 2011 und am 10. August gab es wieder ein kräftiges Minus.

Und was hatten Sie übersehen?
Etwas vereinfacht gesagt hatte ich gesehen, dass Mars und Uranus am 9. August im Quadrat, also im Winkel von fast genau 90 Grad zueinander stehen. Um den 10. August gab es außerdem ein Quadrat zwischen Uranus und Pluto und am 10. August entstand eine ganz seltene Konstellation, ein großes Kreuz zwischen Uranus, Pluto, Mars und Juno. Uranus steht für Aufruhr und Revolution steht, Pluto, der in der Finanzastrologie für große Unternehmen, das Bankensystem und Schulden, Mars in der traditionellen Astrologie für Krieg und Gewalt und in der Finanzastrologie für Volatilität. Der Asteroid Juno steht schließlich für Angst, Gier und Ernüchterung.  Als ich am 8. August aufwachte hatte ich bereits das schlechte Gefühl, etwas übersehen zu haben und als die Börsen dann massiv gefallen sind habe ich mich natürlich auch gefragt, was ich übersehen hatte und dann eine neue Erkenntnis gewonnen, die vom das Quadrat von Uranus und Pluto und der Position der Zwergplaneten – ganz wichtig ist hier Sedna – ausgelöst wurde. Nicht nur der Börsecrash, auch die Unruhen in London wurden von dieser seltenen Konstellation ausgelöst.

Wie geht es nun an den Börsen weiter? Was sagen die Sterne? Ist das Schlimmste überstanden?
Die gute Nachricht ist, dass sich Pluto und Uranus seit dem 8. August wieder voneinander weg bewegen. Die schlechte Nachricht aber ist, dass sie sich bald wieder aufeinander zu bewegen und im zweiten Quartal 2012 sogar ein exaktes Quadrat bilden werden. Und dass diese Konstellation in den nächsten Jahren noch mehrere Male eintreten wird. Das nächste Quadrat entsteht am 24. Juni 2012. Es folgt ein weiteres im Jahr 2012, bis in den März 2015 werden wir genau sieben solcher Quadrate haben.

Das bedeutet, uns stehen bis dahin noch sieben Börsecrashes bevor?
Nein, das kann man so nicht sagen, denn da gibt es wie erwähnt noch eine Menge anderer Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Aber es bedeutet, dass die Finanzmärkte auch 2012 und 2013 extrem volatil sein werden. Ich weiß aber jetzt schon, dass es am 6.6.2013 einen Börsecrash geben wird. Und England wird im Jahr 2012 große Probleme bekommen. Im Juni 2012 wird es dort zu einer Art Crash kommen.

 

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