Nokia + Microsoft

Bei Nokia ist man bemüht, nach dem heute bekannt gegebenen Strategieschwenk gute Stimmung unter den Mitarbeitern zu machen. Dabei gibt es für die jetzt überhaupt keinen Grund, sich zu freuen. „Here we go! 11.2.11“ wird auf der internen Website gejubelt. Es müsste wohl eher heißen „R.I.P. 11.2.11“. Auf die Nokia-Mitarbeiter kommen jetzt harte Zeiten zu. Weltweit werden den heutigen Ankündigungen dramatische Umstrukturierungen und ein radikaler Stellenabbau folgen.

  • Symbian, das von Nokia seit einer Ewigkeit (und zu lange) kompromisslos als das „beste Handy- und Smartphone-Betriebssystem“ gefeiert wurde hat als Smartphone-Betriebssystem ausgedient.
  • Die OVI-Plattform, der dazu gehörende Store und die für Symbian programmierten Apps sind Auslaufmodelle mit einem vorprogrammierten Ablaufdatum in etwa einem Jahr.
  • Die Entwicklungsplattform Qt ist tot. Alle Entwickler, die darauf gesetzt haben (und mit finanziellen Zuckerl dorthin gelockt wurden) sind in einer Sackgasse gelandet.
  • 150 Millionen Symbian Handys sollen 2011/2012 noch verkauft werden. An wen? Wer soll jetzt noch in ein N8 oder ein E7 investieren? Auch für Einsteiger-Handys wird es wohl bald ein abgespecktes Windows geben. Symbian ist praktisch schon Geschichte.
  • Die Hoffnungsplattform MeeGo wurde ebenfalls zu Grabe getragen und ist nur noch eine Spiel- und Experimentierwiese für eine Hand voll Techniker.
  • Bis die ersten Nokia Microsoft Handys fertig sind werden die Verkaufszahlen 2011/2012 – abgesehen von Abverkäufen – ins Bodenlose rasseln. Ob die Marke Nokia danach jemals wieder an die alte Größe anknüpfen kann wird zur Existenzfrage.

Ein Gedanke zu „Nokia + Microsoft“

  1. Nokia hat einfach viel zu lange damit gewartet neue Wege zu gehen bzw. sich weitere Standbeine auf zu bauen. Sowas rächt sich in einer schnellen Technikwelt.

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